Montag, 14. Dezember 2020

Attention for the Pfännchen

Wie Raclette Suisse meine Weihnachtsferien rettet

Raclette Suisse | pastasciutta.de

WERBUNG./ Wenn ich schon jammere, dann wenigstens mit Niveau! Meine Winterferien fallen aus, ich kann nicht in die Schweiz fahren. Wir werden zu Weihnachten nicht mit der ganzen Familie in den Bergen zusammenhocken und mein Alpinspleen muss alternativ befriedigt werden. Nicht schlimm? - Ja, ich weiß, und ich beschwere mich auch nicht ernsthaft... 

Anstelle des gemütlichen Essens in der großen Runde muss nur etwas verdammt Gutes auf den Tisch, das mich ganz alleine satt und glücklich macht.
Und jetzt ratet mal, was passiert ist! Wenn ich nicht in die Schweiz kann, dann kommt die Schweiz eben zu mir. Ist das nicht toll? Vor kurzem erreichte mich ein wunderbares Paket mit herrlichem Raclette Suisse aus der Schweiz und einem entzückenden, kleinen Raclettegerät. Oh, wie ich mich freue! Dieses Paket hat so den Nagel auf den Kopf getroffen. Passender könnte eine Ausstattung für diese sehr speziellen Weihnachtsferien gar nicht sein! 


Raclette Suisse mit Racletteschneider | pastasciutta.de

Winterzeit ist Raclettezeit

Raclette ist wahnsinnig vielseitig und wahrscheinlich hierzulande das beliebteste kulinarische Gesellschaftsspiel. - Wobei ich jetzt gelernt habe, dass man On-table-Cooking dazu sagt.

Gemütlich um den Tisch herumzusitzen und stundenlang leckere Sachen in kleine Pfännchen füllen, macht halt einfach Spaß. Gerade in der kalten Jahreszeit kommt dieses Verlangen auf und ich fühle mich dabei tatsächlich ein bisschen wie in den Schweizer Bergen. Man sieht dem Käse beim Schmelzen zu und plaudert, während die eine oder andere Flasche sich auf unerklärliche Weise leert. Es ist daher unbestritten seligmachend, besondere Anlässe wie Weihnachten oder Silvester mit Raclette zu begehen, keine Frage. Doch zum Glück hat Raclette Suisse noch ganz andere Stärken!


Der Racletteschneider zieht mühelos perfekt gleichmäßige Scheiben vom Käselaib | pastasciutta.de


Rinde mitessen, - aber sicher!

Wer pastasciutta.de kennt, weiß, dass ich nicht erst im Winter 2020 aufs Käseschmelzen gekommen bin. Raclette ist meiner Meinung nach das richtige Essen für beinahe jede Gelegenheit. Vor allem dann, wenn man nicht in Mannschaftsstärke am Tisch sitzt. Dann muss auch nicht übertrieben viel aufgetischt werden, sondern ein paar Lieblingszutaten bekommen die volle Aufmerksamkeit. So gesehen ist Raclette schnell und unkompliziert.
 
Die Käsemahlzeit bietet sogar eine günstige Nährstoffzusammensetzung, wenn man alles mit Verstand kombiniert. In jedem Fall gönnt man sich mit hochwertigem Käse immer etwas Gutes. 

Echter Raclette Suisse wird nach traditionellen Rezepturen und natürlich ohne den Einsatz von Zusatzstoffen hergestellt. Wenn also Raclette Suisse auf dem Etikett steht, dann kann man auch die Rinde mitessen, die unter dem Raclettegrill sogar besonders aromatisch wird. - Bei "ähnlichen" Käsen wäre ich da übrigens sehr vorsichtig!


Nicht wegschneiden! Die Rinde ist nicht nur essbar, sie schmeckt besonders aromatisch!


Generell ist es ja beim Schweizer Käse so, dass das Klischee der Bilderbuchschweiz tatsächlich stimmt. Man darf sich ruhig eine idyllische Bergwelt vorstellen, mit Kühen, die Gras und Wiesenblumen fressen, während sie die traumhafte Aussicht genießen. Die großen Namen, von Appenzeller über Le Gruyère AOP bis zum Schweizer Emmentaler AOP erfreuen sich zwar größter Popularität in der ganzen Welt. Aber noch immer werden diese Superstars der Käsekunst mit frischer Schweizer Milch in Dorfkäsereien hergestellt. Dabei werden die Betriebe von Landwirten aus der Umgebung beliefert, die ihre Kühe zum größten Teil noch mit Auslauf im Freien halten. Die vierbeinigen Milchlieferanten dürfen sich artgerecht ernähren und werden nicht mit Silage gefüttert. 

Besonders gut gefällt mir übrigens, dass die Käselaibe eine Nummer tragen (wenn nicht sogar der Name der Käserei auf dem Etikett steht). Damit lässt sich jedes einzelne Käsestück online zu seinem Ursprung zurückverfolgen.


Links: Raclette Suisse mit Süßkartoffeln und roten Zwiebeln, rechts Hackfleisch-Magronen à la Raclette


Klassische Kombi oder kreative Mischung?

Langsam kriege ich Hunger. Daher wenden wir uns jetzt mal der praktischen Anwendung zu. Generell bin ich ja überzeugt davon, dass Raclette Suisse grenzenlos kombinierbar ist. Oder anders herum: Mit erstklassigem, heißem Käse aus der Schweiz kann man beinahe alles verbessern. Meine persönlichen Lieblingskombis beinhalten fast immer Kartoffeln, saure Gurken und sehr viel Knoblauch, gerne auch Quarksauce, Kümmel und aromatisches Paprikapulver. - Soweit alles sehr nahe am Klassiker (Gschwellti und Cornichons), bis auf den Tick mit dem Quark. Allerdings bin ich bei aller Verbundenheit mit den Schweizern doch letztlich nur eine Fan aus Deutschland. Daher leide auch ich an dieser "Geschmacksverirrung" mit den süß eingelegten Gurken, die in der Schweiz eher für Kopfschütteln sorgt.
Für alle, denen mein Normalo-Raclette wahrscheinlich zu langweilig ist, kmmen jetzt zwei Vorschläge für kreative Pfännchen. Beide haben gemeinsam, dass sie wirklich richtig gut schmecken und ich sie von ganzem Herzen empfehlen kann. Außerdem bestehen sie locker den Alltagstest in diesen speziellen Zeiten. Die Zutaten kann man gut im Vorrat haben (Hackfleisch im Tiefkühler, Süßkartoffeln aus regionalem Anbau im Keller), alles ist blitzschnell vorbereitet und macht auch alleine oder zu zweit noch Sinn.


One Pot, multiple Pfännchen: Ghackets mit Magronen (Vorschlag 1)


Ghackets mit Magronen à la Raclette | pastasciutta.de


Die Schweizer Version von One-pot Nudeln heißt Älplermagronen. Und einer dieser Winterklassiker, die sofort hungrig machen, wenn man nur daran denkt, ist Ghackets mit Hörnli. Ob es wohl gelingt, beides miteinander zu kombinieren? Und dann noch schneller auf den Tisch zu stellen als im Bergrestaurant? Ja, klar! Das geht sogar sehr gut! Wer schon immer der Meinung war, dass Käse ganz allgemein bei Nudelgerichten zu kurz kommt, kann sich hier so richtig ausleben. Wir kochen eine ordentliche Portion der schnellen Alpenpasta, die für vier Raclettepfännchen reicht. Und weil die kleinen Nudelportiönchen sich so nach Wärme sehnen, bekommen sie ein kuscheliges Deckchen aus flüssigem Käse.


Raclette Suisse mit One-pot Hackfleischnudeln

für ca. 2 Portionen oder 4 Pfännchen

2 Portionen/ Scheiben Raclette Suisse, ca. 65-70 g

1 Knoblauchzehe

1 kl. Zwiebel

2 EL Olivenöl

ca. 80 g Rinderhack

Gochugaru (Chiliflocken)

Oregano

Thymian

ca. 250 ml Brühe

Den Knoblauch und die Zwiebel schälen und fein hacken. Zwiebeln in Olivenöl anschmoren, Hackfleisch, Gewürze und Knoblauch dazu, Magronen rein, knapp mit Brühe bedecken, zum Kochen bringen und dann bei schwacher Hitze köcheln lassen. Eventuell etwas Wasser oder Brühe nachgießen. Nach etwa 8 Minuten sollten die Nudeln gar sein und der Sud ein bisschen eingekocht.

Das Raclettegerät aufheizen.

Das Nudelgericht nochmal durchrühren und dann 4 Pfännchen damit füllen. Eventuell bleibt etwas übrig, was man für weitere Pfännchen verwenden kann.

Den Käse in 4 Portionen teilen. Auf jedes Nudelpfännchen eine passende Scheibe Raclette Suisse legen und das Pfännchen im Raclettegerät überbacken.


Raclette-Situation in Pink und Orange (Vorschlag 2)


Raclette mit Süßkartoffeln, Sesam und roten Zwiebeln | pastasciutta.de


Raclette Suisse mit Süßkartoffeln und 2x roten Zwiebeln

für 2 Personen,  ca. 4 Pfännchen

Zutaten zum Vorbereiten:

Gepickelte rote Zwiebeln

1 rote Zwiebel, ca. 120 g

120 g Zucker

120 ml Weißweinessig

1 Nelke

1 Lorbeerblatt

1/2 Anisstern

2 cm Zimtstange oder nur Splitter davon

1 Scheibchen Ingwer


Rote Zwiebeln, Krautsalat, Süßkartoffeln, Ibericofilet | pastasciutta.de


Zubereitung:
Zwiebel schälen, halbieren und längs (in Richtung Ansatz-Spitze) in dünne Streifen schneiden. Etwas Wasser zum Kochen bringen und die Streifen hineingeben. Zwei Minuten bei schwacher Hitze kochen lassen und danach in ein Sieb schütten.

Den Zucker mit dem Essig und den Gewürzen in einen kleinen Topf geben und aufkochen. Etwa 5 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen. Die Gewürze aus dem Essig fischen. Die abgetropften Zwiebeln hineingeben und 1 Minute mitkochen lassen. In ein sauberes Glas füllen und nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren.

 

Im Winter 2020 gibt es Raclette aus dem Mini-Tischgrill | pastasciutta.de

Süßkartoffeln mit Knoblauch und Sesam

1 kl. Süßkartoffel
Salz
Olivenöl
2 Knoblauchzehen
1 TL schwarzer Sesam
Gochugaru / Chiliflocken

Knoblauch schälen und fein hacken. Süßkartoffel schälen und in Würfel von etwa 1 cm Kantenlänge schneiden. Die Würfel mit etwas Salz und Olivenöl bei mittlerer Hitze ein paar Minuten anbraten. Knoblauch, Sesam und Gochugaru hinzufügen und eine Minute mitbraten. Als Zutat für das Raclette auf den Tisch stellen.

Alles wird gut, der Käse fließt! | pastasciutta.de


Außerdem:

Rohe rote Zwiebel, geschält und in dünne Streifen geschnitten

Krautsalat

Ibericofilet für die Grillplatte

Gepellte Kartoffeln

Spätestens ab hier weiß jeder wie's geht, oder? Also, die Pfännchen mit Süßkartoffeln füllen, Raclette Suisse darauf legen, mit einigen rohen Zwiebelstreifen toppen und ab damit, unter den Grill! Den blubbernden Käse dann mit eingelegten Zwiebeln genießen. Ganz nach Geschmack dazu Ibericofilet und Pellkartoffeln nehmen.


Ibericofilet mit Süßkartoffeln à la Raclette | pastasciutta.de


Für das Käsepaket hatte ich mich beim Aufruf zum Blogevent CLXX - Kreative Raclette Pfännchen von kochtopf.me und Käse aus der Schweiz beworben. Und so kam einer dieser Liebesgrüße aus der Schweiz zu mir. Der Käse und das Raclettegerät wurden mir kostenlos zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür an Schweizer Käse! Und herzlichen Dank an Zorra von kochtopf.me, die das Blogevent veranstaltet!

Mit diesem Beitrag nehme ich am Blogevent CLXX - Kreative Raclette Pfännchen teil.

Blog-Event CLXX mit Schweizer Käse - Kreative Raclette Pfännchen (Einsendeschluss 15. Dezember 2020)


#winterzeitistraclettezeit | pastasciutta.de



2 Kommentare:

Barbara hat gesagt…

Wow, wie cool ist das denn?! Bzw. heiß, weil das werden die Pfännchen ja.

Super formuliert - beim Lesen habe ich mich sofort zurück in die Schweiz versetzt gefühlt. Toll, dass man ein Stück Schweiz nach Hause holen kann. Schweizer Käse ist wirklich ein Traum, was sicher auch an den glücklichen Kühen und den wilden Kräutern und der guten Luft der Bergwelt liegt. Aber Liebe beim Käse-Machen gehört auch dazu, und Achtung vor dem Produkt.

Zu Raclette habe ich ein wenig ein zwiegespaltenes Verhältnis, da der Duft doch recht lange in der Wohnung hält. Allerdings ist mir aufgefallen, wenn ich das Original aus der Schweiz esse, ist es angenehmer. Die Rinde mag ich übrigens auch; das spricht auch für den Raclette Suisse. Und Deine drei Pfännchen sind der Hammer - die merke ich mir fürs nächste Mal Raclette-Genießen.

zorra hat gesagt…

Oh sogar mit Schwiizer Chueli. ;-) Schön, dass wir dir die Weihnachtsferien etwas versüssen können. Und deine Pfännchen alle beide top! Danke fürs Mitmachen.

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