Samstag, 20. November 2010

Oh, wie süß!


Dafür braucht man einen großartigen Koch. Wenn man abends, ganz nebenbei, zwischen Telefon und einer Folge Castle, ein paar Karamellbonbons kochen will, dann nur auf diese Art. Das Rezept stammt von Andreas Caminada, immerhin Koch des Jahres im Gault Millau 2010 und 2009.

Caminada ist der Star unter den Schweizer Köchen, nicht nur wegen seiner erstklassigen Bewertung mit 19 Punkten. Dass mehr dahinter steckt, als nur die reine Kochkunst, ahnt der Googlenutzer, wenn die Suchmaschine gleich das Schlagwort "Freundin" anbietet, sobald man "Caminada" eintippt. - Aha, der erfolgreiche Bündner sieht also auch ganz lecker aus!

Ich tröste mich derweil mit Zuckerzeug, nach diesem Rezept. Ich habe die Hälfte der angegebenen Mengen verwendet und zusätzlich ein bisschen Vanilleessenz hineingegeben. Das sieht dann so aus:

75 g Süßrahmbutter
250 g Sahne
375 g Zucker
110 g Traubenzucker
1/2 Tl. Fleur de Sel
1 Tl. Vanilleessenz

Eine quadratische Form (20 x 20 cm) mit Backpapier auslegen. Alle Zutaten zusammen in einem großen Topf zum Kochen bringen. Sobald die Zuckermasse 120° C erreicht, wird sie hellbraun und kann auf das Pergamentpapier gegossen werden. Das heiße Zuckerzeug vollständig abkühlen lassen und dann in Stücke schneiden. Das geht sehr gut mit einem Messer, dessen Klinge immer wieder in Öl getaucht wird.

Wenn man den richtigen Zeitpunkt verpasst, um den Zucker vom Herd zu nehmen, dann wird die Masse sehr schnell dunkel und härtet nach dem Abkühlen vollständig aus. Sie lässt sich dann nicht mehr schneiden.

Während des Abkühlens lässt sich die Zeit sinnvoll nutzen, um Wachspapier zurecht zu schneiden. Das ist die ideale Verpackung für klebrige Karamellbonbons. Der Tipp stammt von Nicole Stich, nachzulesen bei Küchengötter.

Die Bonbondose aus Keramik stammt aus der Werkstatt von Hedwig Bollhagen. Ich liebe das Design der Keramikkünstlerin. Sie verstarb 2001 nach einem langen und äußerst produktiven Leben. In ihrer Jugend verbrachte sie kurze Zeit in meiner Heimatstadt Frechen, wo sie in der Werkstatt von Toni Ooms im Steinzeugwerk Kalscheuer & Cie. arbeitete.

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