Sonntag, 31. Oktober 2010

Ankommen in Hamburg

Reise zum Bloggertreffen - Tag 1 / Freitag

Vorbereitungen / Morgenröte auf der A1 / Hamburg im Sonnenschein / Parken am Rothenbaum
Was ist das nur mit Hamburg und mir? Steph ruft also zum Bloggertreffen in Winterhude? Keine Frage, dass ich in Köln mein Köfferchen packe! Keine Frage auch, dass die Sonne scheint, denn darauf hätte ich wetten können. Mit geradezu rheinischer Fröhlichkeit lacht der Himmel bei meiner Ankunft. - Ungelogen, so werde ich dort immer empfangen. Irgendwas verbindet mich mit dieser Stadt.

Ich freue mich auf mein Mittagessen. Daniel Wischer ist eine gute Idee. Nicht nur, weil Freitag ist und weil ich für ausgebackenen Goldbarsch sogar zu Fuß nach Hamburg gehen würde. Hier habe ich schon gelauscht, wie 80-Jährige erzählen, dass sie seit ihren Kindertagen dieses Lokal besuchen. Hier habe ich auch schon zufällig neben Rainer Sass auf dem Bänkchen gesessen und ihn angequatscht, obwohl er das offensichtlich gar nicht mochte.

Am Freitag sitze ich aber mit Frau Küchenlatein dort, und ich glaube, sie hat gegen ein Gespräch nichts einzuwenden. Wir kennen uns bereits, obwohl wir uns zum ersten Mal begegnen. Bevor der unterhaltsame Nachmittag im Levantehaus weiterplätschert, bringt mich die Klofrau bei Daniel Wischer noch zum Lachen. Meine 50 Cent sorgen bei der Reinigungskraft aus Ghana für helle Aufregung. Irgendwas stimmt nicht mit der Münze. Sie zeigt mit ihrem Gummihandschuh immer wieder auf das Geldstück, das die Prägung Kreta trägt. Offensichtlich gibt es ein Problem mit Kreta. Die Münze sollte ich wohl jemand anderem unterjubeln, der nicht so vorsichtig ist.

Dann muss ich mich sputen, um nach Eimsbüttel zu kommen. Auf meiner Stirn steht 6:30 Uhr und 430 km geschrieben. Wenn ich am Abend zu Steffen Henssler gehe, soll davon nichts mehr zu sehen sein. Im Hotel am Rothenbaum habe ich bereits mein Gepäck abgestellt. Nun beziehe ich ein Zimmer mit Blick auf das Medienzentrum und auf den Kölner Dom. Wie man als Kölnerin an der Alster begrüßt wird, erstaunt mich immer wieder.

Blick auf den Dom und die beleuchtete Hohenzollernbrücke. Wer hätte das erwartet?

Von der Alster an die Elbe. Bei den Landungsbrücken aus der U-Bahnstation zu klettern ist so, wie noch einmal in Hamburg anzukommen. Doch vor meiner Nase schließt sich im letzten Moment die Gangway der Hafenfähre. Macht nix, alles ist doch so schön hier. Es riecht nach Hafen und nach Fischbötchen. Die nächste Fähre schwappt an den Ponton und ich springe so schnell ich kann auf das Deck. Nennt man das so? Ich will oben sein und draußen. Die Elbe riechen und den Wind spüren.

Landungsbrücken am Abend. Zum Glück muss man nicht Tarzan besuchen, um die Fähre zu benutzen.

Bei Henssler & Henssler drängen sich etwa 50 Personen im Eingangsbereich. Keine Ahnung, was die da machen. Wer klug ist, hat sowieso schon vor Wochen einen Tisch reserviert. Noch klüger ist es, sich auf den Platz von jemandem zu setzen, der reserviert hat. Es tut mir für Frau Kochschlampe sehr leid, aber mit Anikó und ihren Freunden genieße ich einen grandiosen Abend. Seit Freitag arbeite ich intensiv an Plänen, die es mir ermöglichen sollen, Steffen Henssler als Leibkoch einzustellen. Hoffentlich macht es ihm nichts aus, bis an sein Lebensende nur noch Insideout Rollen mit einer Füllung aus Zander-Tempura zu wickeln.

Hensslers Sushi-Mix. Bitte mehr davon, jeden Tag, ohne Unterbrechung!

Rindfleisch in Schweinelecker: Entrecôte mit Teriyakisauce. Leider ohne Fritten. Trotzdem perfekt.

Volles Haus am Hafen. Bei Henssler & Henssler isst keiner allein.

Tag 1 an der Elbe geht dem Ende entgegen. Wir schlendern vorbei am Schellfischposten, der durch Inas Nacht berühmt wurde. Im Trockendock von Blohm + Voss liegt ein schwerer Pott. Die Hafenstraße ist fast menschenleer.

Als ich mein Zimmer am Rothenbaum erreiche, schalte ich den Fernseher ein und denke, so ein Zufall! Inas Nacht aus dem Schellfischposten! Und wer hat sich da als Gast hinter den Tisch gequetscht? Der Calli! Reiner Calmund kommt aus Frechen, so wie ich. Damit erkläre ich den ersten Tag für beendet und gehe schlafen.- Gute Nacht!

Gute Nacht, Hamburg! Morgen sehen wir uns wieder!


Mehr aus Hamburg und zum Bloggertreffen gibt es morgen!

Hier geht's weiter! [Hamburg - Teil 2]

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