Mittwoch, 12. September 2018

Nennen wir es Brötchen

Rezept: Buttermilk Biscuits für Zorras Blog-Geburtstag


Brötchen! Wahrscheinlich gibt es nichts, was ich so häufig aus dem Ofen ziehe, wie Brötchen. Zu manchen Zeiten backe ich zwei- oder dreimal pro Woche welche. Deswegen dachte ich zunächst eigentlich, dass das aktuelle Brötchen-Blog-Event in Zorras kochtopf.me nix für mich ist. - Kaum zu glauben, oder? Aber meine Brötchen sind immer ganz simpel und sehen im Vergleich zu Zorras Meisterwerken eher bemitleidenswert aus. Mit anderen Worten, ich glaube nicht, dass ich in der Kategorie Brötchen etwas Aufregendes beisteuern kann.

Ursprünglich beruhen meine Standardbrötchen auf dem Rezept der Kaisersemmeln nach Marla und wurden im Laufe der Zeit so weit an meine Arbeitsweise und meinen Stil angepasst, dass das Rezept bei mir inzwischen nur noch der Code für etwas ganz anderes ist. Und ja, die erfahrenen Hobbybäcker wissen bescheid, wenn ich sage, dass ich das Teig-Origami, das für die Form der "handgeschlagenen Kaisersemmel" notwendig ist, als erstes aufgegeben habe.

So viel also dazu, was es in diesem Blogpost nicht gibt. Kommen wir nun zu etwas ganz anderem: Buttermilk Biscuits!


Buttermilk Biscuits sind die Brötchen der Amerikanischen Südstaaten


Egal aus welcher Ecke Deutschlands man kommt, im Grunde kann man sich auf ungefähr dasselbe einigen, was als Brötchen zu gelten hat. Also eigentlich, doch eigentlich ist alles ganz anders. Die Feinheiten sind in der freien Wildbahn sehr unterschiedlich und die Nomenklatur variiert gewaltig.

Ganz tief im Inneren weiß auch eine saarländische Bäckereiverkäuferin, was ein Brötchen ist, selbst wenn die Verhaltensregeln für Verkaufspersonal in saarländischen Bäckereien wohl vorsehen, auf den Begriff mit völligem Unverständnis zu reagieren. Auch aus anderen schönen Landstrichen kennt man das. Belehrungen der Kundschaft über Schrippen, Semmeln und Weck tragen vielerorts zur Belustigung hinter dem Ladentisch bei und sind vermutlich Teil unseres großartigen deutschen Humors. Gelacht wird später.

Lange Rede kurzer Sinn. Wir entziehen uns der ganzen Wortklauberei und verlassen brötchentechnisch den Kontinent. Das gewählte Gebäck ist so etwas ähnliches wie ein Brötchen und der Name trägt zusätzlich zur Verwirrung bei, aber so ist das bei Brötchen eben, wir mögen es ja nicht anders. Biscuits sind in diesem Fall einfach mal keine Plätzchen und auch kein Kuchen, sondern Brötchen.


Was ist so toll an Buttermilk Biscuits?


  1. Buttermilk Biscuits gehen turboschnell und machen relativ wenig Arbeit, wenn man weiß, wie man einen klebrigen, fettigen Teig in den Griff kriegt. Dazu legt man sich vor dem Backen auf jeden Fall alle Hilfsmittel zurecht, die man benötigt. Und dann arbeitet man beherzt mit viel Mehl, um den fetten Batzen zu formen. So geht es meiner Ansicht nach am besten.
  2. Das Gebäck eignet sich hervorragend zum Backen mit Kindern. Der Teig enthält kein Ei, es wird nicht mit Maschinen gearbeitet und die ganze Prozedur ist so unkompliziert wie schnell (wenn man mit dem klebrigen, fettigen Teig zurechtkommt).
  3. Hausgemachte Buttermilk Biscuits wecken Erinnerungen. Als ich ein Kind war, mochte ich, - unglaublich, aber wahr! - diese Buttermilchbrötchen aus der Dose. Hausgemachte Biscuits waren ganz sicher das Vorbild für dieses Industrieprodukt und sind natürlich sehr viel besser!
  4. Frische Buttermilk Biscuits schmecken toll. Daher sollten sie wirklich immer erst kurz vor dem Verzehr zubereitet und noch warm gegessen werden!  


Blog-Event CXLV - Brötchen zum 14. Blog-Geburtstag (Einsendeschluss 15. September 2018)

Liebe Zorra, mit diesem Rezept gratuliere ich Dir ganz herzlich zum Bloggeburtstag! Vielen Dank für das wunderbare Event, es war mir mal wieder ein Vergnügen!

Rezept: Buttermilk Biscuits

Zutaten für 6 Brötchen:

240 g Mehl
2 TL Backpulver
¼ TL Natron
1 gestr. TL Salz
125 g sehr kalte Butter
120 ml kalte Buttermilch
100 g kalter Schmand

Außerdem:
reichlich Mehl zum Bearbeiten
eventuell Teigrolle
kreisrunder Ausstecher, ca. 7 cm
Backblech mit Backpapier

Den Backofen auf 190 °C vorheizen.

Die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen. Die Butter über die grobe Seite einer Vierkantreibe in die Mehlmischung reiben und kurz mit den Händen durchmischen. Die Buttermilch und den Schmand hinzufügen und mit einem Löffel durchrühren, bis alles gleichmäßig verteilt, aber noch kein glatter Teig ist. Die trockenen Bestandteile sollen so weit gebunden sein, dass sie gerade so zusammenhalten. Ein paar Butterflöckchen dürfen zu sehen sein.

Achtung! Nun kommt der klebrige Teil. Eigentlich wird der Teig mit einem Nudelholz/ einer Teigrolle in Form gebracht. Ich bearbeite die fettige Masse vor dem Ausstechen aber nur noch mit den Händen und reichlich Mehl.Das Ergebnis sieht etwas rustikaler aus. Die Optik lässt sich ein klein wenig verbessern, wenn die Teiglinge vor dem Backen für 10 Minuten in den Tiefkühler oder für 30 Minuten in den Kühlschrank gehen.

Die Arbeitsfläche und den Teig mit Mehl bestreuen und den Teig auf die Arbeitsfläche legen. Mit den Händen oder mit einer Teigrolle zu einem 2,5 cm dicken Fladen ausbreiten oder ausrollen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Brötchen als Sechsergruppe ohne Lücke zusammen auf das Papier setzen. Im vorgeheizten Ofen 22-24 Minuten backen.

Dienstag, 4. September 2018

Oh, wie süß!

Cremige Suppe mit frischem Mais


Manchmal muss man eher danach suchen. Aber derzeit finde ich frische Maiskolben in nahezu allen Geschäften der Umgebung. Das Tolle daran ist, sie schmecken auch besonders gut. Nach dem langen, heißen Sommer sind die leuchtend gelben Körner unbeschreiblich süß geworden, auch im naturnahen Anbau. Wieviel weniger Natur bei der Supermarktware im Spiel ist, kann ich nicht beurteilen. Weil man ja nicht daran vorbeikommt, habe ich in den letzten Wochen bei konventioneller wie bei ökologischer Ware zugegriffen und fand beide ziemlich gut.

Natürlich muss der erste Mais der Saison immer unbedingt vom Kolben runtergeknabbert werden, nur mit einem Hauch Butter. Aber dann? Um meine Pläne mal im Voraus preiszugeben, möchte ich sagen, dass beim nächsten frischen Mais ganz sicher Majas Mexikanischer Maissalat fällig sein wird. Den hatte ich mir am Samstag schon angesehen, mich dann aber doch für ein kleines Süppchen entschieden.


Muschelsuppe ohne Muscheln


Mais-Chowder ist für mich ein Flash-back in die Neunziger. Nicht dass ich diese cremige Maissuppe damals besonders oft gegessen hätte. Aber meine persönliche, ganz subjektive Erinnerung sagt mir, dass das Rezept damals unter Vegetariern besonders beliebt war. Als Chowder kennt man traditionell die Clam Chowder, eine helle Muschelsuppe aus Neuengland. Aber irgendwann setzte sich der Begriff auch für andere helle, cremige Eintöpfe durch. Weil frischer Mais in den neunziger Jahren in meinem Umfeld noch nicht ganz so verbreitet war wie heute, machte mich das Rezept damals neugierig.

Und nun muss die inzwischen alte Mais-Chowder herhalten, weil mir nix Besseres mehr einfällt und ich nicht schon wieder Corn on the Cob essen will. Das Süppchen geht natürlich schnell und unkompliziert und sollte vom Sättigungsgrad her eher wie ein Eintopf gesehen werden. Wer nicht gerne Süß und Herzhaft auf einem Teller mag oder generell vor süßen Hauptgerichten zurückschreckt, braucht das Rezept gar nicht zu versuchen. Der Mais kommt mir in der Suppe tatsächlich noch süßer vor, als ohnehin schon.

Das folgende Rezept ist durch die Hühnerbrühe nicht vegetarisch, funktioniert aber selbstverständlich auch mit Gemüsebrühe. Was auch immer als Grundlage verwendet wird, die Brühe sollte besser keine Möhren oder andere süße Gemüse enthalten. Der Mais ist wirklich süß genug.

Mais-Chowder

Zutaten:

Rezept für 2 Personen

Olivenöl zum Anbraten2 Maiskolben1 Zwiebel2 Stangen aus dem Sellerieherz
2 gehackte Knoblauchzehen
frischer Thymian
schwarzer Pfeffer
1 kl. Kartoffel, geschält und in feinen Würfeln


Für die Croutons:
1 Scheibe helles Graubrot
Butter
Salz

Zum Servieren:
je 1 Scheibe Mais, in Butter gebraten, gehackte Petersilie, Sellerie und Croutons
Für die Suppe die Maiskörner mit einem schweren Messer vom Kolben schneiden.
Die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden.
Die Selleriestangen in feine Würfel schneiden.
Das Gemüse mit etwas Salz bei mittlerer Hitze in Olivenöl anbraten. 
Kurz bevor das Gemüse Farbe annimmt, den Knoblauch kurz unterrühren und mit Thymian und Pfeffer würzen.
Das Mehl über das Gemüse streunen, unterrühren und kurz mit anschwitzen. Mit Brühe und Milch aufgießen. 
Unter Rühren zum Kochen bringen. Die Kartoffelwürfel hinzufügen und bei schwacher Hitze weich kochen.
Mit Salz und Muskat abschmecken.


Für die Croutons das Brot in kleine Würfel schneiden. In einer kleinen Pfanne Butter schmelzen, so dass der Pfannenboden gut bedeckt ist. Bei schwacher Hitze das Brot mit etwas Salz darin braten. 

Donnerstag, 30. August 2018

Ruut un Wiess

Saisonal schmeckt's besser: Knusprige Pommes mit Rot und Weiß

Pommes mit Ruut un Wiiess | pastasciutta.de


Gibt es ein Gemüse, das im Moment nicht Saison hat? Womöglich gibt es das, aber die Auswahl auf dem Märkten und in den Gemüseläden ist so paradiesisch, dass man kaum etwas vermisst. Und selten schmecken die regionalen Gewächse besser als zu dieser Jahreszeit, finde ich. Tomaten und Paprika (beides aus meiner unmittelbaren Region) esse ich fast täglich. Als ich mich vor ein paar Tagen gerade über die Kombi von knusprigen Kartoffelscheiben aus dem Ofen mit Tomaten-Paprikagemüse freute, fiel mir das Saisonevent der Blogger wieder ein. Die Entscheidung, vor der es mir eigentlich gegraut hatte, war dann doch ganz leicht, weil die Kombination einfach so unschlagbar lecker ist.


Und warum heißen die Dinger nun Pommes? 


Die meisten Leute werden darunter ja Pommes frites verstehen, auch wenn das für mich nicht zutrifft. Das, was in vielen anderen Regionen als Pommes bezeichnet wird, heißt in meiner Sprache eher Fritten, so sehr dieses Wort im Kölner Raum auch auf dem Rückzug sein mag. Für die knusprigen Scheibchen aus dem Ofen schien mir Pommes aber passend, weil sie auf dem Teller die Funktion von Fritten einnehmen aber deutlich erkennbar eben doch mehr Kartoffeln sind.

Kartoffelscheibchen mit leckerem Gemüse und frischem Feta

Saisonal schmeckt's besser im August: Foodblogs und Beiträge🌱🍴

Gurken | Auberginen | Mais | Paprika | Zucchini | Bohnen | Tomaten | Salate | Erbsen | Fenchel | Radicchio


Kleiner Kuriositätenladen - Terrine aus gegrilltem Gemüse | Tomaporc | Pfefferbutter
trickytine - Beschwipstes Gurkeneis mit Gin, Tonic und Basilikum
Lebkuchennest - Rote Bohnen-Brownies mit schwarzem Sesam
S-Küche - Tacos mit Sommergemüse und Steakstreifen - Super Summer Taco Fiesta Mexicana
Münchner Küche - Asiatischer Gurkensalat mit Erdnüssen & geröstetem Knoblauch
Jankes*Soulfood - Bunte Gemüse-Quiche 
thecookingknitter - Pfannkuchen mit Erbsen und Mais 
moey’s kitchen - Ofenrisotto mit grünen Bohnen und Haselnusskernen 
Madam Rote Rübe - Zitronige Zucchinisuppe à la türkisch
Delicious Stories - Gefüllte Auberginenröllchen
Küchenlatein: Auberginen-Zucchini-Sandwich mit Piso
Ina Is(s)t - Chinesisches Auberginen Gemüse mit Knoblauch und Chili
Möhreneck - Auberginen-Zucchini-Lasagne
Kochen mit Diana - Caponata
Pottgewächs - Dreierlei Relish von Gurke, Tomate und Paprika
Haut-Gout – Wildschweinburger mit Radicchio, Zwiebelringen und selbstgemachter Mädesüßsamen-Mayonnaise
ZimtkeksundApfeltarte - Zucchini-Zitronen-Kuchen
Feines Gemüse – Ratatouille-Tarte
Ye Olde Kitchen - Grillgemüse-Sandwich 
Schlemmerkatze - Pasta mit Erbsen-Minz-Pesto


Rezept: Knusprige Pommes mit Rot und Weiß

Knusprige Kartoffelscheiben aus dem Ofen
(pro Person, Menge nach Appetit)
1 dicke Kartoffel (Agria, mehlig kochend)
2 EL Erdnussöl oder Olivenöl
Salz
Backblech mit Backpapier belegen. Die Kartoffel unter fließendem Wasser schrubben und dann schälen. Längs vierteln und dann in Scheibchen schneiden. Die Scheiben in einer Schüssel mit dem Öl vermischen und dann auf dem vorbereiteten Backblech ausbreiten. In den Ofen schieben und die Temperatur auf 180 °C stellen. Nach ungefähr 30 Minuten sind die Kartoffeln gar. An diesem Zeitpunkt muss man immer wieder ein Blick in den Ofen werfen und die Kartoffeln rausnehmen, sobald sie knusprig sind. - Erst dann salzen!

Rotes Gemüse für 2 Personen:
100g Zwiebeln
Salz
Olivenöl
2-4 Knoblauchzehen
1 TL Kreuzkümmel
Gochugaru / Chiliflocken
2 rote Paprikaschoten
500 g Tomaten

Die Zwiebeln schälen und mit etwas Salz in Olivenöl bei schwacher Hitze weich schmoren. Die Knoblauchzehen schälen und hacken, den Kreuzkümmel mörsern und beides zu den Zwiebeln geben. Nach Geschmack Chiliflocken hinzufügen. Die Paprika waschen, vom Kerngehäuse befreien und in Stücke schneiden. Hitze etwas erhöhen und die Paprikastücke kurz mitbraten. Die Tomaten waschen, von den Stielansätzen befreien und in Stücke schneiden. Die Tomatenstücke zu dem Gemüse geben und die Hitze so regulieren, dass nichts anbrennt. alles zusammen weich schmoren. Mit Salz und Chili abschmecken.

Dazu: Feta aus heimischem Schafskäse. Oder einfach einen anderen guten, frischen Käse probieren.

Das rote gemüse wird auf den Kartoffeln angerichtet und der Feta darüber gekrümelt. - Guten Appetit!

Donnerstag, 2. August 2018

Ich bin ein Tomatentalent

Rezept und Fragen zur Tomatonaise

Tomaten aus dem Garten 2018 | pastasciutta.de

Meine Zucchini werden nix. Nach der Blüte stellen sie ungefragt den Betrieb ein. So sieht es in meinem Garten nämlich aus. Salat wächst so langsam, dass ich vor Weihnachten weder Essig noch Öl brauche. Kohlrabi und Petersilie fielen den bösen und niederträchtigen Nacktschnecken zum Opfer. - Aber Tomaten, Junge, Junge!

Mein gärtnerisches Talent konzentriere ich voll und ganz auf Solanum lycopersicum. Schon im dritten Jahr jetzt habe ich auf dem Wochenmarkt ein paar Pflänzchen erstanden und im Garten drei Kübel mit billiger Blumenerde aufgestellt. An der Unterseite der Kübel habe ich große Löcher gebohrt, die durch Fließ bedeckt werden. Darauf befindet sich eine Schicht (total unbenutztes) Katzenstreu als Drainage und eine zweite Schicht aus eben jener billigen Blumenerde. Die Tomaten lieben das! Praktisch den ganzen Tag haben sie pralle Sonne. Auch wenn das in diesen Tagen sicherlich nix besonderes ist.

Beim Salat stellte ich irgendwann fest, dass die billige Blumenerde wohl ein Fehler war, denn das Wasser schien immer einen Weg an der Pflanze vorbei zu finden, der so schnell wie möglich aus dem Kübel hinaus führte. Tomaten sind in dieser Hinsicht unerschrocken, denn sie wachsen sogar auf Steinwolle. Irgendwie haben sie sich also auch mit meinem Wohnraumangebot arrangiert. Und sie danken mir dafür.

Warum kleiner manchmal besser ist


Eigentlich sollten alle drei Pflanzen Cherrytomaten produzieren. Stattdessen ernte ich drei verschiedene Größen. Für die kleinen Cherrytomaten habe ich mich jetzt zum dritten Mal entschieden, einfach wegen des Wetters. Ein trockener Sommer, wie wir ihn derzeit erleben, war nicht vorhersehbar. Und da ich kein Tomatenhaus habe, würden die Pflanzen in einem ganz normalen rheinischen Sommer reichlich Wasser aufs Haupt kriegen. Man sagt, das mögen sie generell nicht so. Allerdings war meine Überlegung eher, dass große Tomaten etwas länger am Strauch hängen und daher auch mehr Wasser abbekommen. Die Gefahr, dass sie aufplatzen ist also höher und mit Cherrytomaten habe ich auch diesbezüglich gute Erfahrungen gemacht. Geplatzt ist auch im verregneten Sommer 2017 kaum etwas. Dass die Bedingungen in diesem Jahr nun eher wüstenmäßig ausfallen, konnte keiner ahnen. Umso besser also, dass ich neben den kleinen Tomaten auch große und mittlere pflücke.

Wohin mit den Tomaten?


Wie auch in den vergangen Jahren tragen die Pflanzen reichlich Früchte. Ich bin ein Tomatentalent und ich werde mit einer üppigen Ernte belohnt. Wohin also mit dieser ganzen Pracht? Ich meine, es gibt schlimmere Schicksale als eine reiche Tomatenernte. Aber man will die leckeren Tomätchen ja auch nicht verschwenden.
Es haben sich in diesem Sommer drei Lieblingsrezepte herauskristallisiert, die besonders schnell, unkompliziert und hitzetauglich sind. Vielleicht stelle ich die beiden anderen auch noch hier vor. Aber die folgende Sauce ist mein persönlicher Favorit.



[Werbung ohne Auftrag] Sie geht auf einen wunderschönen Restaurantbesuch bei José Avillez im Frühjahr 2017 zurück. Man kommt in Lissabon an Avillez kaum vorbei, denn er besitzt zahlreiche Restaurants in der portugiesischen Hauptstadt, unter anderem das mit zwei Sternen ausgezeichnete Belcanto. Weil es rein physisch kaum möglich ist, drei Tage durch Lissabon zu laufen und noch irgendwo im Magen oder angrenzenden Organen Platz für 5 Gänge zu finden, entschieden wir uns für die, wie wir dachten, kleinere Lösung und landeten in der Cantinho do Avillez, nur ein paar Schritte entfernt. Tatsächlich ist die Atmosphäre angenehm locker, der Service superfreundlich und die Küche ganz frisch und akkurat, ein Ort zum Wohlfühlen. Das zu Beginn gereichte Brot kommt mit einer feinen roten Sauce in einem Emailtässchen, die herzhaft nach Knoblauch schmeckt.

Weil ich das Rezept zunächst nicht im Internet fand, habe ich also zu Hause rumprobiert und ein oder zweimal Tomaten in den Mixer geworfen, bis ich etwas ähnlich Fruchtiges zustande brachte, das käftig nach Knoblauch schmeckt. Inzwischen fand ich ein Rezept des Meisters und kann sagen, warum seine Sauce feiner ist. Er verwendet deutlich weniger Öl als ich. Stattdessen greift er, wie wir es von der Gazpacho kennen, zu eingeweichtem Brot. Dies also ein Hinweis für alle, die es gerne ganz original wollen. Allerdings scheint mir das Rezept im Netz nicht ganz ehrlich in Bezug auf den Knoblauchgehalt. Gerade die kräftige Knoblauchnote hat mir das kleine Sößchen so ins Gedächtnis gebrannt. Anderthalb Zehen auf 750 g Tomaten hätte ich nach 5 Sekunden wohl schon vergessen.

Cantinho do Avillez, April 2017 |pastasciutta.de




Mein Versuch einer Nachahmung endete mit der Erkenntnis, dass vegane Mayo auch ganz ohne Soja möglich ist. Es ist schlicht und ergreifend so, dass die Zutaten in diesem Rezept emulgieren und sich auch nicht sofort wieder trennen. Möglicherweise funktioniert das noch etwas besser, wenn man den Ölanteil reduziert. In diesem Fall bietet sich sogar an, die Sauce bei Tisch mit ein paar Tropfen vom richtig Guten zu toppen. Das Rezept ist eine Einladung an alle, damit zu experimentieren!
Die Tomatonaise geht praktisch mit allem, schmeckt bei jeder Gelegenheit und kann als Beitrag zur Verbesserung der Welt angesehen werden.

Tomatonaise, ohne Ei, Milchprodukte, Soja | pastasciutta.de

Tomatonaise

Zutaten:

für ca. 250 ml 


150 g Cherrytomaten
100 ml Sonnenblumenöl
Salz
1 Msp. Madras Curry
1 dicke, frische Knoblauchzehe
1 TL Akazienhonig
1 Spritzer Sriracha

Die Tomaten waschen und abtropfen lassen. Alle Zutaten zusammen im Standmixer oder mit einem Mixstab in einem hohen Becher zu einer Sauce mixen. Eventuell abschmecken.

Geschmackszutaten wie Honig oder Sriracha können natürlich nach Belieben getauscht werden. 

Der Ölanteil lässt sich auch reduzieren. Die fertige Sauce in diesm Fall mit gutem Olivenöl servieren!
Lammhüfte, Rösti, Zucchini, Tomatonaise | pastasciutta.de


Sonntag, 15. Juli 2018

Brot und Senf hätten auch gereicht

Blog-Event CXLIII - Chäsplättli mit Schweizer Käse

Chäsplättli mit Schweizer Käse | pastasciutta.de

WERBUNG* Wenn wir im Rheinland irgendwann auf diesen Sommer zurückblicken, dann werden wir ganz sicher noch von diesem Traumwetterchen sprechen. Wochenlang ging das so, abgesehen von kleinen Unterbrechungen. Alles fand plötzlich nur noch draußen statt. Vor der Arbeit ging es schon ins Freibad und abends saßen alle lange draußen. Ungefähr zu der Zeit als dieses tropische Lebensgefühl einsetzte, erreichte mich ein riesiges Paket mit Schweizer Käse. Was machst Du denn damit? fragte man mich. Und ich antwortete, ein Chäsplättli! Eine original Schweizer Käseplatte sollte aus den wunderbaren sieben Sorten Schweizer Käse entstehen, die mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden.

Die Aufgabe: Das kreativste Chäsplättli!


Chäsplättli für das Blog-Event | pastasciutta.de

Das Blog-Event CXLIII von Zorras kochtopf.me hat es wirklich in sich. Und damit meine ich nicht die zungenbrecherische Herausforderung, flüssig und und selbstverständlich das Wort Chäsplättli aufzusagen. Nein! Das Problem liegt ganz woanders. Schweizer Käse ist im Grunde eine absolut perfekte Sache. Tut mir gar nicht leid, aber in meinen käseverliebten Augen ist das so. Guten Käse kann man einfach nicht besser machen. Wenn wir einmal von der perfekten Käseplatte reden, dann besteht diese für mich ganz einfach aus Käse und Brot. Als Begleitung zum Schweizer Käse schätze ich an meinen ganz ausgeflippten Tagen ein wenig Schweizer Senf von der milden Sorte, sauer eingelegte Cornichons und ein Glas Milch oder Rotwein. An dieser Stelle wird klar, worin die Schwierigkeit besteht. Kreativ ist das wirklich nicht.


Zur Käsejury ins Käseland


Nun lockt aber ein ganz phantastischer Preis bei diesem Event. Der Sieger mit dem kreativsten Plättli darf mit der wunderbaren Zorra in ihre Heimatstadt Luzern reisen und dort in einer Käsejury sitzen! Ich überlege daher tatsächlich, ob ich mit brennenden Fackeln jonglieren soll, auf denen der Käse geschmolzen wird? Hole ich den molekularen Zauberkasten raus und lasse Käseschnee von oben ins Bild rieseln? Oder lasse ich mich aus einer Kanone schießen, um auf dem Weg durch die Luft sowas wie die schnellste Käseplatte aller Zeiten anzurichten? Lasse ich mir einen Apfel vom Kopf schießen, während ich den Käse hübsch arrangiere? - Nee, so was ähnliches hat in der Schweiz schon mal jemand gemacht, glaube ich...?


Die beste Nebenrolle


Wie es aussieht, bin ich wirklich nicht so kreativ und am Ende mache ich einfach etwas, was nur lecker schmeckt. Fangen wir also an: Auf meinem Chäsplättli befinden sich sieben wohlschmeckende Sorten Schweizer Käse: Cremig-weicher Tomme Vaudoise, mild-würziger Appenzeller®, nussiger Schweizer Emmentaler AOP, butteriger Sbrinz AOP, aromatischer Le Gruyère AOP, zartschmelzender Vacherin Fribourgeois AOP und der leicht abgedrehte Tête de Moine AOP sind die Stars auf der großen Platte. Jetzt gilt es nur, die Nebenrollen passend zu besetzen. Alles, was den feinen, würzigen und vollmundigen Geschmack der Schweizer Spezialitäten hebt, ist erlaubt. Wenn es nur ein bisschen abgefahrener ist, als nur ein Glas Milch und eine Scheibe Brot, dann ist es kreativ.

Der passende Rahmen



Käseplatten sollen nicht viel Arbeit machen. Das Schöne ist ja, dass der Käse den ganzen Geschmack schon mitbringt. Auch aus diesem Grund wäre es völlig unsinnig, für eine Käseplatte durch den brennenden Reifen zu springen. (Obwohl, vielleicht merke ich mir die Idee für's nächste Mal...). Als erstes gehe ich also zum Kühlschrank und nehme ein Glas Aprikosenchutney raus, das ich bereits vor Wochen gekocht habe. Dann fehlt noch etwas Milchiges, weil Milch den Geschmack der meisten Schweizer Käsesorten hebt. Weil ein Glas Milch dann eben doch zu schlicht ist, lasse ich Joghurt abtropfen und mische ihn mit einer kleinen Menge Knoblauch, Kräutern und Meersalz. Diese Zutaten wiederum heben den Milchgeschmack des Joghurts etwas hervor. Zuletzt soll noch ein leichter Senfgeschmack den Käse begleiten. Ich wähle dazu einen hervorragenden Senf aus der Eifel, den ich 1:1 mit Schmand mische. Außerdem verrühre ich scharfen Düsseldorfer Senf mit Erdbeersauce. Dazu passt ein aromatiches Weißbrot oder mildes Graubrot. Für mich sieht so der passende Rahmen für sieben phantastische Hauptdarsteller aus.

Rezept: Schweizer Käseplatte für den Sommer


1. Schweizer Käse auf einer Platte anrichten. Zum Beispiel Tomme Vaudoise, Appenzeller®, Schweizer Emmentaler AOP, Sbrinz AOPLe Gruyère AOP, Vacherin Fribourgeois AOP und Tête de Moine AOP. Für den Sprinz gibt es übrigens den original Möcklistecher, mit dem sich herrlich kleine Bröckchen aus dem Käse brechen lassen. Wer kein solches Wunderwerkzeug besitzt, kann auch einen guten Sparschäler verwenden, um hauchdünne Scheiben von dem Sbrinz abzuziehen. Das ist mindestens ebenso köstlich und geht, nebenbei bemerkt, auch ganz gut mit Gruyère.
Tête de Moines AOP

Den Tête de Moine habe ich richtig original zu kleinen Rüschen gezogen. Die Girolle, die unbedingt zu dem kleinen Mönchskopf gehört, ist ein verführerisches Spielzeug, das den Kässeappetit ganz schön anreizen kann.
Erdbeersenf zum Käse

2. Erdbeersenf
Wir mischen scharfen Düsseldorfer Senf mit Erdbeersauce im Verhältnis 1:1. Die Erdbeersauce besteht aus Erdbeeren und Zucker (1:1) sowie einem Spritzer Zitronensaft. Ersatzweise kann man den senf einfach mit einer Marmelade ohne Stückchen verrühren.
Monschauer Senf und Schmand

3. Creme fraîche-Senf
Monschauer Senf und Schmand im Verhältnis 1:1 mischen.

4. Kräuter-Joghurt
1 kg Bio-Joghurt (3,5%) in einem Tuch etwa 4 Stunden abtropfen lassen. Den abgetropften Joghurt glattrühren und mit 1 EL sehr fein gehackter Petersilie, 1 EL gehacktem Dill, 1 Msp. geriebenem Knoblauch und 1 Prise Maldon Sea Salt mischen.

5. Brot
Rustikales Weißbrot und helles Mischbrot in Scheiben schneiden.

6. Aprikosen- Chutney mit frischem Kurkuma
1/2 Zimtstange
1 Anisstern
1 TL Kreuzkümmel
2 Zehen Knoblauch
1 Schalotte
275 g Aprikosen
1 daumengroßes Stück Kurkuma
1 EL neutrales Öl
1 EL Weinessig
1 EL Limettensaft
250 g Rohrzucker

Außerdem: 1 Teebeutel mit Clip

Die Zimtstange, den Anisstern und den Kreuzkümel in einen Teebeutel füllen und mit dem Clip verschließen.
Den Knoblauch und die Schalotte schälen und in feine Würfel schneiden. Die Aprikosen waschen, abtropfen lassen und in kleine Stückchen schneiden. Den Kurkuma schälen und fein reiben
Knoblauch und Schalotte in dem Öl andünsten, aber nicht bräunen. Mit Weinessig und Limettensaft ablöschen. Die Aprikosenstückchen, Kurkuma und Zucker dazugeben. Den Teebeutel mit dem Gewürzen in den Topf hängen. Bei schwacher Hitze sanft köcheln, bis die Aprikosenstüchchen leicht zerfallen sind. Ab und zu umrühren. Falls das Ganze sich am Topfboden festzusetzen droht, 1 EL Wasser unterrühren. Das fertige Chutney in sterilisierte Gläser füllen. Es schmeckt nach 1 bis 2 Wochen am besten.







Und zum Schluss packe ich den ganzen Käse auch noch ein und verschwinde zum Grillen in den lauen Sommerabend. Das Tolle an so einer Käseplatte ist nämlich, dass sie unwahrscheinlich gesellig und praktisch ist. Mein ganz besonderer Tipp für den nächsten Käsegroßeinkauf: Einfach mal beim Händler nach Käsepapier fragen. Die meisten Sorten halten sich darin besonders gut! Das Material ist aber auch ganz ohne Käse erhältlich und eignet sich vorzüglich zum Einwickeln von klebrigen Bonbons und zum Verpacken von Wurst. Ich habe mir vor längerer Zeit einen kleinen Vorrat Wachspapier (manchmal auch als Einschlagpapier bezeichnet) besorgt.





Blog-Event CXLIII - Kreative Chäsplättli mit Schweizer Käse gesucht  (Einsendeschluss 15. Juli 2018)

*Ein Paket mit Schweizer Käse und Zubehör wurde mir im Rahmen des Blog-Events von Switzerland Cheese Marketing GmbH kostenlos zur Verfügung gestellt. - Vielen herzlichen Dank dafür!

Donnerstag, 28. Juni 2018

Alfredo ist auch nur ein Name

Saisonal schmeckt's besser: Chicken Brokkoli Pasta

Chicken Brokkoli Pasta Alfredo | pastasciutta.de

Wer nach einem Rezept für Huhn, Brokkoli und Pasta sucht, kommt ziemlich schnell auf ein Gericht namens „Alfredo“. Unter gleichem Namen ist eine Zubereitung aus Italien bekannt. Hauchdünne frische Fettucine, überzogen mit einem Mäntelchen aus Butter und Parmesan. Die Mischung ist so göttlich wie sie klingt und es gehört wirklich unwahrscheinlich viel Disziplin dazu, die Gabel aus der Hand zu legen und mit dem Essen aufzuhören, so lange die genannten Zutaten noch im Haus sind. Ein typisch italienisches Rezept eben. Die Italienische Küche ist berühmt dafür, dass einfach alles unnachahmlich gut schmeckt. Dieser Alfredo, der einst einem Teller Nudeln seinen Namen gab, muss ein echter Schatz gewesen sein. - Italiener halt.

Der Typ ist echt rumgekommen


Doch kommen wir noch einmal zurück auf die Suche. Im Internet führen alle Wege nach Amerika, auch bei einem römischen Gericht. Es stellt sich heraus, dass Alfredo ebenfalls in den USA kein Unbekannter ist. Der Typ ist echt rumgekommen, kann man sagen. Und so erachten viele Amerikaner ein Gericht namens Chicken Alfredo als klassisches Comfort Food. Hähnchenfleisch auf einem Bett aus Pasta in cremiger Käsesauce oder gleich alles gemischt. Pragmatisch, wie die Amis nun mal sind, ist alles erlaubt, was sich grob unter Huhn, Pasta, Creamy Sauce verschlagworten lässt, Hauptsache, es schmeckt. Da muss man sich nicht wundern, dass unter den zahleichen Varianten auch wieder neue Klassiker entstehen, wie zum Beispiel Chicken Brokkoli Pasta Alfredo. Vegane Abwandlungen mit Cashews anstelle von Käse sieht man zudem häufig. Die künstlerische Freiheit drückt ein Auge zu. Einfach an alles denken, was bisher genannt wurde (oder etwas Ähnliches) und Brokkoli hineinwerfen, fertig! Das Gericht ist wirklich eine gute Idee. Es schmeckt gut, ist sehr schnell und leicht zuzubereiten, außerdem macht es satt und zufrieden.

Chicken Brokkoli Pasta Alfredo auf dem Teller | pastasciutta.de

Nichts ist heiliger als das Originalrezept


Da wäre nur ein kleines Problem. - Ich verehre die Italiener und ihre Lebensmittel wirklich sehr. Man kann auch reichlich Spaß mit ihnen haben. Italiener haben einen großartigen Humor und sie können über alles herzhaft lachen. Außer über italienische Originalrezepte. Selbstverständlich. 

Man kann das ruhig so sagen, denn ich erzähle ja hier nix Neues. Wer es nicht glaubt, testet es am lebenden Objekt. Einfach mal beherzt einen unkonventionellen Vorschlag für eine Lasagnefüllung machen, ungefragt Sahne an die Carbonara kippen oder das Risotto nicht in vorgeschriebener Richtung rühren. Darauf noch eine augenzwinkernde Einladung zum Nachmittags-Cappucino aussprechen, - und sofort großzügig Beruhigungspillen verteilen.

Puh, alles nur ein Scherz!


Aber nix da! Das alles wäre ein schöner Frevel. Deswegen würde ich hier nie so ein heiliges Originalrezept verunstalten. Niemals!!! - Die wirklich originale Geschichte zu Fettucine Alfredo gibt es übrigens bei der wunderbaren Ariane. Sie lebt in Rom und ist bei solchen Sachen so nah dran, wie es nur geht. - Ich vermute stark, dass es sich bei dem Alfredo, der für mein Rezept Pate stand, um einen ganz anderen Alfredo handelt, als jenen, der die feine Italienische Nudel-Parmesan-Bombe erfand. Ist schließlich ein ganz normaler, weit verbreiteter Vorname, Alfred oder Alfredo. Kennt man ja.

Farfalle mit Brokkoli und cremiger Sauce | pastasciutta.fr


Saisonal schmeckt's besser im Juni: Blumenkohl | Fenchel | Brokkoli | Kohlrabi | Spinat | Mangold | Radieschen | Spitzkohl | Möhren



Es folgt also gleich, ganz unten, am Ende des Beitrags, ein leckeres Pastagericht mit Brokkoli, von einem unbekannten Alfredo, der mit dem berühmten Namensvetter aus Rom nicht verwandt oder verschwägert ist. Überhaupt gar nicht! Nebenbei kriegen wir auf diese Weise eine ordentliche Portion Grünzeug auf den Teller. Brokkoli gehört zu den zahlreichen Gemüsen, die jetzt aktuell Saison haben. Also nix wie ran und lecker Brokkoli kochen! 

Oder nach Herzenslust in den zahlreichen anderen Sorten schwelgen, die jetzt erntefrisch zu haben sind. Dafür empfehle ich liebevoll einen Klick zu den Bloggerkollegen. Wie immer überbieten sie sich alle gegenseitig mit Phantasie und Raffinesse. - Viel Spaß beim Stöbern!

Saisonal schmeckt's besser im Juni: Foodblogs und Beiträge🌱🍴

Kleiner Kuriositätenladen - Ganzer gebackener Blumenkohl aus dem Ofen mit Kräutersauce
Herbs & Chocolate - Würzige Blumenkohl-Bratlinge
Feed me up before you go-go - Gerösteter-Blumenkohl-Salat mit Kichererbsen, Radieschen, Dill und Avocadodressing
Lebkuchennest - Blumenkohlpüreee mit Tonkaschaum und Hühnerhautchip
S-Küche - Frittata mit Fenchel und Mangold
feines gemüse – Gerösteter Blumenkohl mit Miso & Tahin
Möhreneck - Pasta mit gebratenem Fenchel
Küchenlatein - Kohlrabi-Tartar
Jankes Soulfood - Kohlrabi-Lasagne
Wunderbrunnen - Brokkoli-Frittata
thecookingknitter - Brokkolinuggets mit Radieschen-Dipp
Madam Rote Rübe - Knusprige Blumenkohl-Nuggets mit Tomaten-Chili-Dip
Münchner Küche - Carrot Cake Donuts aus dem Backofen
Ina Is(s)t - Cremige Blumenkohlsuppe mit Salbei-Pesto und Haselnuss Naan
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Ye Olde Kitchen - Lauwarmer Fenchelsalat 
Haut Gout – gefüllte Kohlrabi mit Wildschweinhack
Schlemmerkatze - Fenchelsalat mit Mozzarella und Basilikumöl


Leckere Pasta auf dem Teller | pastasciutta.de


Chicken 🐔 Brokkoli-Pasta Alfredo 🍛

Zutaten

pro Person:

100 g Farfalle
150 g Brokkoli in kleinen Röschen
50 g Hähnchenfleisch (frisch, in kleinen Stücken oder Reste vom Brathuhn, gezupft)
1 TL Olivenöl
1 Zehe Knoblauch
100 ml Hühnerfond
50 ml Sahne
Pfeffer
Salz
Muskat
50 g geriebenen Parmesan
1 TL Butter
glatte Petersilie, gehackt

Die Pasta nach Packungsvorschrift kochen.In einer beschichteten Pfanne das Hühnerfleisch in Öl anbraten. Brokkoli mitbraten. Den Knoblauch fein hacken und hinzufügen. Mit Hühnerfond und Sahne ablöschen und kurz aufkochen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Die Pfanne vom Herz ziehen und 1/3 des Parmesans einrühren. 

Die gekochte, abgeschüttete Pasta mit der Butter in die Sauce mischen. Den restlichen Parmesan untermischen. 
Petersilie darüber streuen.

Montag, 4. Juni 2018

Backe bei Regen, dann hast du Süßes im Sonnenschein

Schoko-Mandel-Cookies

Schoko-Mandel-Cookies | pastasciutta.de

Der überaus warme Frühsommer machte eine kurze Pause und sogleich stellte sich die gewohnte Stimmungslage wieder ein: Hunger auf was Süßes. Da ich nicht der größte Fan von Plastikfraß bin, habe ich Süßigkeiten selten bis nie im Vorrat. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin da auch nicht gnadenlos konsequent und will mich auch nicht selbst beweihräuchern. Allerdings stört mich die Plastikflut vor meiner Haustür, die ganzen Verpackungen von Schokoriegeln und Snacks, die vom Gehweg in den Hof und in den Garten geweht werden, schon sehr. Und wenn ich gerade mal wieder den ganzen Verpackungsmüll zusammenfege, damit der Garten in naher Zukunft nicht aussieht, wie das Kielwasser eines Kreuzfahrtschiffes, dann bin ich einigermaßen froh, dass ich diesen ganzen Mist nur in Kleinstmengen konsumiere.

Ohne Zucker geht es natürlich trotzdem nicht. Das einzige, was mir die Laune zuverlässig noch mehr verdirbt als der ganze Plastikscheiß, ist eine Unterversorgung mit Süßkram. Das Gemüt will Zucker, gerade bei Regenwetter. Und das Gehirn meldet sich sogleich mit Hinweisen zu einem Rezept. In Gedanken gehe ich die Vorräte durch und nur wenig später duftet die Wohnung nach herrlichen Schoko-Mandel-Cookies. - Kann man mal machen, auch wenn fertig Gekauftes natürlich schneller geht. Das Schöne daran ist, selbst wenn der Sommer dann zurückkehrt, schmecken die Cookies immer noch wunderbar. Zum Beispiel mit selbstgemachter Eiscreme und frischen Erdbeeren. - Ich geh dann schon mal die Eismaschine rauskramen...


Schoko-Mandel-Cookies frisch aus dem Ofen | pastasciutta.de


Schoki-Mandel-Cookies

Zutaten:

für ca. 25 Stück


50 g Mandelkerne mit Schale
75 g Vollmilchschokolade
50 g Bitterschokolade, 85 %
125 g weiche Butter
1 TL Vanilleextrakt
75 g Vollrohrzucker
25 g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
150 g Mehl
1 gestr. TL Backpulver
Zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Die Mandeln im Blitzhacker schreddern und die Schokolade mit einem schweren Messer hacken.

Die Butter mit Vanille in der Küchenmaschine cremig schlagen, den Zucker mit dem Salz einstreuen und quirlen, bis die Mischung dick und schaumig wird. Das Ei rein rühren, dann das Mehl mit dem Backpulver. Zuletzt Mandeln und Schokolade kurz unterrühren.

Mit zwei TL walnussgroße Kugeln formen. Mit einer nassen Gabel (immer wieder in kaltes Wasser tauchen) plattdrücken.


Beide Bleche nacheinander im vorgeheizten Ofen backen, jeweils 12 Minuten.

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