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Mittwoch, 12. Juni 2013

Schöne Böhnchen aus dem Baskenland



Sehen die nicht toll aus? 
Nicht nur das satte Schwarz, sondern auch die pralle Haut verheißen etwas Großartiges. 
Welch ein Geschmack mag sich nur in den kleinen Perlen verbergen?


Die Hülsenfrüchte mit dem aufregenden Look brachte ich im März aus San Sebastián mit. Dort begegneten uns die schönen Böhnchen beinahe in jedem Laden, entweder als lose Ware oder hübsch verpackt, in solchen Stoffbeuteln (innen jedoch durch einen Plastikbeutel geschützt). Bei ihrem Anblick waren wir uns zunächst nicht ganz sicher, ob es sich wirklich um Trockenware handelte oder gar um frische Bohnen.

Dass die baskischen Bohnen eine eigene Homepage haben, entdeckte ich erst, als sie schon im kalten Wasser lagen. Dort hätte ich lesen können, dass das Einweichen der Böhnchen nicht nötig ist. Tatsächlich sind sie ziemlich schnell gar und sie garen auch schön gleichmäßig durch, was ich bei getrockneten Hülsenfrüchten immer sehr wichtig finde.


Schwarze Bohnen mit Speck
für 2 Personen
125 g schwarze Bohnen
1 Zwiebel
Salz
Olivenöl
4 große Strauchtomaten (etwa 300 g)
150 g durchwachsenen Speck
1 dicke Knoblauchzehe
Chiliflocken

Die Bohnen über Nacht einweichen (eigentlich nicht nötig) und am nächsten Morgen abschütten. Das Einweichwasser weggießen.
Die Zwiebel in Würfel schneiden und mit etwas Salz in Olivenöl anschwitzen. Die Bohnen hinzufügen und einen halben Liter Wasser angießen.

Die Tomaten in kleine Stücke schneiden. Den Speck in Stücke, Streifen oder Würfel schneiden und in einer Pfanne mit etwas Olivenöl anbraten. Den Knoblauch würfeln und zusammen mit den Chiliflocken hinzufügen. Kurz umrühren und dann direkt die Tomaten hinzufügen.

Nun kann man entweder die Bohnen und die Tomaten getrennt garen und getrennt servieren, oder man entscheidet sich dafür, beides zu mischen. Dann ist es günstiger, beides auch noch ein paar Minuten zusammen zu garen, damit sich die Aromen miteinander verbinden.

Die Bohnen brauchen höchstens eine Stunde, wenn sie über Nacht eingeweicht wurden.

Dazu schmeckt Reis.



Wahre Schönheit entstellt ja bekanntlich nichts. Aber, um ganz ehrlich zu sein, gibt es doch gewisse Unterschiede zwischen Vorher und Nachher, wie das folgende Bild zeigt.


Schon nach dem Einweichen (was nicht unbedingt notwendig ist), wirken die Bohnen leicht rötlich. Nach dem Kochen (links) sind sie rot-braun und nicht mehr so schön schwarz wie vorher (rechts).

Schwarze Bohnen habe ich seit dem vergangenen Jahr eigentlich immer im Vorrat. Damals wollte ich unbedingt Gallo Pinto probieren und musste dafür erst einmal herausfinden, wo es schwarze Bohnen überhaupt gibt. Die Ware im Bioladen war ganz zufriedenstellend, deutlich preiswerter als die baskischen Bohnen und stammte aus China. Diese, in Deutschland gekauften, Bohnen schmecken ebenfalls gut, aber ein bisschen anders als die baskischen.

Nach meiner Rückkehr aus San Sebastián habe ich sie für mein Risotto verwendet, weil ich die Packung mit den baskischen Bohnen noch nicht öffnen wollte.

Das Risottorezept hatte später noch einen Auftritt in einer Doppelrolle und glänzte vor allem in den Reiskroketten.

Sonntag, 24. März 2013

Verschnuppt




Es gibt ein Leben nach Donostia. Nicht, dass man annehmen müsste, das Leben sei vorbei, nach einer Reise ins Baskenland. Aber es wird ganz schön anders. Eine Hauptveränderung besteht zum Beispiel darin, dass ich nun permanent hungrig bin und beinhe ununterbrochen essen möchte.

Das könnte eigentlich ganz lustig sein, wenn nicht eine gewisse Unzufriedenheit hinzu käme. Selber kochen ist längst nicht so unterhaltsam wie Pintxos in einer Bar zu essen, und, um ganz ehrlich zu sein, macht der Überfluss an gutem Essen auch ein bisschen verschnuppt. Bei uns, im Rheinland, nennt man das so, wenn jemand ein mäkeliger Esser ist. Eine Eigenschaft übrigens, die mir sonst eher wesensfremd ist, aber momentan ist mir kaum etwas gut genug.




Zum Leben nach dem Urlaub gehört aber auch die Verwertung von Mitbringseln. In diesem Fall war das gar nicht so viel. Unter anderem haben es zwei kleine, steinharte Würste ins Köfferchen geschafft, die als Salsicce bezeichnet wurden. Um sie pur zu essen, fand ich sie ein bisschen zu wenig gesalzen und zu wenig gewürzt. Aber das schöne Fleischaroma gefiel mir, und so habe ich sie kurzerhand gekocht, aufgeschnitten und gebraten. Dazu gab es schwarze Bohnen, zunächst in Gemüsebrühe weich gekocht und dann mit Risottoreis und etwas Weißwein aufgefüllt. - Lecker!




Mittwoch, 6. Juni 2012

Geflügel für Vegetarier


Speisen, die nach Federvieh klingen, in Wahrheit aber ohne Fleisch auf dem Teller landen? - In Köln ganz und gar nicht ungewöhnlich! Doch auch in anderen Teilen der Erde gehört solcher Etrikettenschwindel zum Alltag. Wer in Costa Rica den Gefleckten Hahn bestellt, bekommt ein leckeres Gericht aus Bohnen und Reis, das die Einheimischen Gallo Pinto [spr. gaio pinto] nennen. Möglicherweise bekommt er es zum Frühstück mit Rührei serviert, zu Mittag mit gebratenen Bananen und aus purer Ironie auch mal mit Huhn. Doch ganz sicher ist, dass der Reisende dem gefleckten Hahn nicht entgehen kann.Costa Rica steht total auf sowas.

Während die Zubereitung sehr einfach ist, hatte ich mit der Beschaffung der Zutaten leichte Schwierigkeiten. (Zur Erklärung ich wohne im Land von Halve Hahn, nicht im Land von Gefleckte Hahn. Man muss das ja sagen, weil das Internet so international ist.) Damit der Hahn auch richtig tolle Flecken ins Gefieder bekommt, braucht man schwarze Bohnen. Am Ende fand ich welche im Naturkostladen. Koriander, den man in Mittelamerika gerne großzügig auf die Teller wirft, dürfte nach meinem heutigen Einkauf in der ganzen Region ausgerottet sein.

Das ultimative Würzmittel der mittelamerikanischen Küche stellt die Salsa Lizano dar. Da ich gelesen habe, dass das Latino-Maggi ähnlich wie Worcestersauce und außerdem nach Kreuzkümmel schmecken soll, habe ich ein bisschen gezaubert und das unglaubliche Sößchen rasch mal selber zusammengerührt.


Gallo Pinto
Am Vorabend schwarze Bohnen in kaltem Wasser einweichen. Am nächsen Tag Reis und Bohnen getrennt kochen. In einer Pfanne Zwiebelwürfel und Paprikawürfel anbraten. Knoblauch und Salz hinzufügen. Den Reis kurz mitbraten und dann die Bohnen dazu geben. Mit Worcestersauce und Kreuzkümmel abschmecken. Mit frsichem Koriander servieren.


Mittwoch, 23. November 2011

Hülsenfrüchte ohne Weißblech



Wenn man weiße Bohnen unbedingt selber kochen möchte, dann kann man das tun. Nötig ist es aber nicht. Eigentlich ist es sogar die reinste Energieverschwendung, wenn man nicht gerade einen Schnellkochtopf einsetzt. Nun ja, ich besitze keinen Schnellkochtopf, und die Bohnen sollten trotzdem mal weg. Der Gedanke kam mir gestern Abend, und daher konnten die Hülsenfrüchte über Nacht einweichen. Eine deftige Bohnensuppe wäre schön gewesen, scheiterte aber in letzter Instanz am fehlenden Speck. So wurden die Bohnen zur Beilage degradiert und erstmal gründlich gekocht, in gefiltertem Wasser ohne Salz. In einer Pfanne habe ich Zwiebelstücke und ganze Knoblauchzehen in Olivenöl angebraten, mit Salz, Rosmarin und Chili. Dann kamen die Tomaten dazu und zuletzt die gekochten Bohnen mit etwas Kochwasser. Dazu gab es Kartoffelpüree und Kotelett aus der Grillpfanne. - Irgendwie hat es dann doch besser geschmeckt, als mit meinen heißgeliebten Dosenbohnen.

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