Donnerstag, 15. Dezember 2016

Vorräte anlegen und aufessen

Quick Lunch: Rösti aus rohen Kartoffeln mit Wirsing-Tomatengemüse




Vor Weihnachten will ich noch ein bisschen Platz im Tiefkühler schaffen. Deswegen gab es gestern eine Portion Irgendwas, im Ofen aufgetaut und mit Käse überbacken. Mit meinem Vorsatz, nie wieder Tiefkühl-Bingo zu spielen, bin ich in diesem Jahr nicht sehr weit gekommen. Die Packung war natürlich unbeschriftet, wie alle anderen auch.

Dafür gibt es eine Erfolgsmeldung von der Haustierfront. Der Kater war endlich zur Zusamenarbeit bereit und hat mich zum Tierarzt begleitet. Danach war er einfach nur happy, wieder zu Hause zu sein und ich irgendwie auch. Das macht hungrig!

Zum Glück habe ich nicht nur Vorräte im Tiefkühler. Der Kühlschrank enthielt heute immer noch eine Portion blanchierten Wirsing, den ich fix zu einem kleinen Gemüse verarbeitete, mit Zwiebel, Tomate und Kreuzkümmel. Als Begleitung gab es ein Rösti aus rohen Kartoffeln. Dazu einfach eine aromatische, festkochende Sorte wie Belana über die grobe Raffel ziehen und langsam in Erdnussöl braten. Kurz vor dem Wenden salzen.


Dienstag, 13. Dezember 2016

Das Team schläft

Quick Lunch: Wirsinggemüse mit Kartoffelküchlein



Gestern wollte ich eigentlich am #12von12 teilnehmen. Es wäre meine erste Teilnahme gewesen und es hätte so schön gepasst, weil wir sogar im 12. Monat sind. Meine Pläne für den Tag sahen eigentlich so aus, dass ich früh aufstehen und arbeiten wollte. Danach stand ein Tierarztbesuch an und am Nachmittag wollte ich rasch etwas zum Anziehen kaufen. Mein Kater machte mir dann aber unmissverständlich klar, dass ich mit seiner Teilnahme am Programm, insbesondere dem Punkt Tierarztbesuch, nicht zu rechnen brauchte, und so blieb ich zu Hause.


Am Abend hatte ich ein paar schöne Bilder vom Kater, schlafend auf meinem Schreibtisch; dem Kater, schlafend auf meinem linken Arm, neben der Tastatur, auf meinem Bauch und kurz vor dem Einschlafen in meinem frisch bezogegen Bett. Derzeit sieht es also ganz danach aus, als wäre eine Teambesprechung notwendig, bevor ich mich an erneut Fotoaktionen beteilige, die meinen Alltag betreffen.

Nur beim Alltagsessen bleibe ich mit der Kamera dran. Hier nehme ich einfach trickreich etwas Vegetarisches. Dadurch sind deutlich weniger Katzen im Bild. - Heute Mittag gab es kleine Kartoffelküchlein aus einem Rest gekochter Kartoffeln, Eigelb, Mehl und Salz. Dazu ein Gemüse aus Zwiebel, Olivenöl, Kümmel, Knoblauch, Möhre und blanchiertem Wirsing, angebraten und mit Gemüsebrühe, Butter und Schmand ein bisschen cremig gemacht. Ich würde es jederzeit wieder tun.




Dienstag, 6. Dezember 2016

Die besten Lebkuchen aller Zeiten

Fränkisches Traditionsrezept macht die Runde


Man lernt ja immer noch dazu. In letzter Zeit habe ich zum Beispiel sehr viel über Lebkuchen gelernt. Obwohl mir die absolut perfekten Lebkuchen noch nicht gelungen sind, weiß ich jetzt, wie sie gemacht werden. Am Ende war eine kleine Unachtsamkeit schuld, dass die Schokolade kleine weiße Stellen bekam. Aber dafür kann das Rezept nix, denn das ist wirklich tadellos, auf jeden Fall das beste, das ich kenne.

Auf der Suche nach einem Rezept war klar, dass es um den Typ "Nürnberger Lebkuchen" gehen sollte. Nach meiner laienhaften Vorstellung sind das Oblatenlebkuchen mit einem hohen Nussanteil. Tatsächlich ist so etwas im Deutschen Lebensmittelbuch festgelegt und dort auch etwas spezieller formuliert. Da ich das unwahrscheinliche Glück habe, die guten Walnüsse von Barbara im Vorrat zu haben, war die Verwendung von Walnüssen schon eine Bedingung. Noëmi konnte die Lebkuchen von Cucinaepiu empfehlen, denn die durfte sie bereits selbst verkosten. Werner hat das Rezept von Dirk Staudenmaier, und mittlerweile macht es überall die Runde. - Und tatsächlich, das Rezept hatte alles, was ich wollte. - Also ran, ans Lebkuchenwerk!

Als erstes habe ich die Rezeptmenge von Werner geteilt und nur die Hälfte gebacken. In einer kleinen Küche ohne Küchenmaschine macht das durchaus Sinn, denn es ist zumindest für meine Gewohnheit und die Arbeitsabläufe, die ich so gewöhnt bin, deutlich leichter, nur 300 g Nüsse zu mahlen, nur 4 Eiweiß schaumig zu schlagen und nur drei Bleche mit klebrigem Teig in den Ofen zu schieben.

Wie so oft beim Kochen und Backen, hängt das Ergebnis entscheidend von der Qualität der Zutaten ab. Abgesehen von den Super-Walnüssen aus Franken, habe ich Mandeln und Haselnüsse in Bio-Qualität verwendet, wobei die Haselnüsse nicht wirklich gut im Aroma waren.

Leider stellte sich bei der ersten Fuhre heraus, dass die Backzeit im meinem Ofen nicht hinhaut. Das zweite Blech sollte länger rein, dann klingelte aber der Timer nicht. Wer den wohl vergessen hat...? Ja, und auf dem letzten Blech waren nur noch vier Stück drauf, aber die waren echt perfekt.

Nach ein paar Tagen dann der zweite Versuch. Die Exotenzutat Hirschhornsalz (zur Lebkuchensaison in allen Supermärkten erhältlich) war noch vorrätig und alle anderen Zutaten sowieso. Dieses Mal habe ich das Anbacken bei 220°C um 3 Minuten verlängert, bevor ich die Temperatur gesenkt habe und die Lebkuchen insgesamt ein paar Minuten länger drin gelassen. Das Ergebnis war perfekt!



Nach dem Abkühlen können die Lebkuchen mit Schokolade (oder Zuckerguss) überzogen werden. Da habe ich den speziellen Tick, dass ich den Überzug aus dunkler Schokolade gerne sehr, sehr dünn mag. Allerdings sieht das nicht so hübsch aus und hält die Lebkuchen auch weniger gut frisch. Bei meiner - optisch höchst fragwürdigen - Variante reichen auf ein halbes Rezept 125 g Schokolade. Für einen ordentlichen Überzug würde ich die doppelte Menge empfehlen!

Und dann heißt es aufpassen! Schokolade mag keine hohen Temperaturen, auch nicht ganz, ganz kurz! Ein paar von meinen Lebkuchen haben leider nicht die volle Aufmerksamkeit bekommen und daher ein paar leichte weiße Schatten gekriegt, weil ein Teil der Schokolade doch zu heiß wurde. - Doch das macht nichts!

Ein wirklich gutes Rezept ist kaum zu ruinieren. Die Lebkuchen von Werner, also eigentlich von Dirk, sind absolute Spitzenklasse!

EDIT: Wer weiß, wie lange das abrufbar ist, aber Frau Sammelhamster/ Noëmi und Cucinaepiu/ Werner sind in der Zeitung! Ein sehr schöner Bericht über die Würzburger Foodbloggerszene. 

Sonntag, 27. November 2016

Chablis riechen, schmecken und hübsch hinstellen

Blogger-Workshop mit Weinprobe


Chablis Premier Cru mit Käse und Landkarte | pastasciutta

Wenn es auf der Welt nur eine Person gibt, die Chablis liebt, dann ist es wahrscheinlich Patricia Chalumeau Morozov. Ganz sicher habe ich Chablis ebenfalls sehr gerne, aber bei mir spielt sich die Weinliebe eher in der Situation am Tisch ab. Wenn ich an einem Glas Chablis schnuppere, kommen schöne Erinnerungen. Mit jedem Schluck denke ich an feierliche Restaurantbesuche und rauschende Feste. Bei Patricia hat die Beziehung zum Chablis dann schon deutlich mehr Substanz. Die Sommelière kennt die Region, weiß wie der Wein wächst und was das Wetter mit den Reben anstellt. Ihre Augen leuchten ganz besonders, wenn sie von den Winzern erzählt. Die Französin rät zu einem Besuch: Fahren sie nach Chablis! Die sind dort alle sehr gastfreundlich. Zum Glück ist das aber nicht notwendige Voraussetzung, um Chablis zu trinken. Bei einer Verkostung in Düsseldorf durfte ich mich gestern von der Expertin ein bisschen mit Fachwissen und Leidenschaft anstecken lassen.

Chablis-Expertin Patricia zeigt vollen Einsatz | pastasciutta.de

Was ist Chablis?


Die kleine Gemeinde Chablis gibt dem berühmten Weißwein ihren Namen. Es handelt sich um ein Anbaugebiet im nördlichen Burgund. Lyon ist etwa 288 Kilometer entfernt, bis nach Paris sind es 186. Viel näher liegen klingende Namen wie Pouilly-sur-Loire, Sancerre oder Nuits-St.-Georges. Die Landkarte liest sich rings um das Anbaugebiet wie eine ziemlich edle Weinkarte. Und mittendrin das kleine Chablis, das nur eine einzige Rebsorte kennt. Ausschließlich Chardonnay wächst auf den Hängen entlang des Flusses Serein. Große Namen lauten hier Blanchots, Bougros, Les Clos, Grenouilles, Preuses, Valmur und Vaudésir. Bemerkenswert ist, dass die Winzer es verstehen, ihre Weine dennoch ganz unterschiedlich auszubauen.

Patricia ganz bei der Sache: Petit Chablis

Das eiskalte Problem im Frühjahr


Mitten im kontinentalen Europa gelegen und relativ weit nördlich, macht dem Chablis vor allem das Wetter zu schaffen. Oft überziehen Nachtfröste noch im Mai die Weinberge. Dagegen hat man sich lange Zeit mit ölbeheizten Öfen geholfen. Inzwischen stehen auch andere Methoden zur Verfügung, wie etwa elektrische Heizdrähte. In den Grand Cru Lagen und einigen der Premier-Crus setzt man auf relativ teure Beregnungsanlagen, mit denen die Pflanzen mit Wasser überzogen werden. Weil beim Übergang von Wasser zu Eis offenbar Kristallisationswärme abgegeben wird, schützt diese Technik die Pflanzen vor Frostschäden.

Wein mit Käse auf Holziste | pastasciutta.de

Zu den wichtigen Dingen: Chablis und Essen


An einem stinknormalen Samstag in Düsseldorf kann ich diese Geschichte kaum überprüfen und ehrlich gesagt, kommt es auch gar nicht so sehr darauf an, wie gefrorenes Wasser nun den Wein vor Frost schützen soll. Die entscheidende Frage ist ja, wie der Wein eigentlich schmeckt. Patricia hat sechs Weine der vier unterschiedlichen Appellationen mitgebracht, die wir mit mehr oder weniger passendem Essen verkosten. Eine Ingwer-Karottensuppe mit viel Curry finde ich zum Chablis schwierig. Um den Premier Cru aus Vaillons von Jean Paul & Benoit Droin tut es mir sogar ein bisschen leid, weil die dazu gereichten Garnelen an sich schon mickrig sind und zudem nach dem Curry aus der Suppe schmecken. Andere Kombinationen, wie etwa eine Quiche mit Ziegenkäsecreme zum Chablis von Moreau et Fils finde ich hingegen sehr passend. Für den gebratenen Zander scheint der dazu gereichte Grand Cru aus Blanchot von Laroche wie gemacht.

Aus meiner Sicht sind Chablisweine eine perfekte Begleitung zum Essen. Es handelt es sich durchweg um frische Aromen, teilweise mit stahliger Säure und manchmal fruchtigen Noten. Süße Weine aus dem Chablis gibt es nicht.


Für die Zukunft nehme ich mir vor, irgendwann noch einmal ins nördliche Burgund zu reisen. Dann gehe ich auf den Markt, schnuppere ein bisschen an fetten Andouillettes, klemme mir ein Baguette unter den Arm und setze mich in ein Café. Zu einem frischen Petit Chablis verputze ich einen riesigen Gougère, während ich den Franzosen beim Einkaufen zusehe. Ganz so, wie Patricia es beschrieben hat. 


Denise Renee Schuster beim Aufbau | pastasciutta.de


Achtung, das Auge isst mit!


Essen kann durchaus auch schön aussehen. Damit wir was lernen und den Wein richtig in Szene setzen können, sitzen wir ja im Whiteloft in Düsseldorf und lauschen Denise Renee Schuster. Bei Denise dreht sich alles um die gelunge Optik. Die Foodstylistin referiert über Grundlagen beim Fotografieren. Manche Probleme kennt jeder Foodblogger und einige davon weiß Denise zu lösen. Wie Essen vor der Kamera besser aussieht, weiß sie aber auf jeden Fall. Sie hat einen ganzen Tisch voller Ausstattungsgegenstände zusammengestellt, Kerzen, Teller, Schälchen, kleine Schildchen, rosa Pfeffer, was man halt so braucht. Auf dem Büffet stehen Lebensmittel, die zum Wein passen. 
Denise zeigt, wie man ein Set mit Wein aufbaut und lässt uns danach selber loslegen. Ich trage eine Flasche Chablis Premier Cru und ziemlich läufigen Käse durch den Eventloft und stelle beides mal hier, mal dort in die Kulisse. So kommt es zu den Weinfotos in diesem Beitrag. 

Wie findet Ihr die Bilder? Eine hobbymäßige Foodstylistin wird aus mir wohl niemals werden. Heute Mittag bin ich mal wieder gnadenlos daran gescheitert, dass ich die attraktiv gebräunten Zwiebeln schon zur Hälfte aufgegessen hatte, bevor das Fleisch auf dem Teller landete. Auch, wenn es anders hübscher ist, bestimmt bei mir am Ende doch der Bauch, was auf meinen Bildern zu sehen ist.


Der Profi weiß halt, was man so braucht


Für die Einladung nach Düsseldorf geht mein Dank an den Chablis Weinbauverband BIVB. Ebenso bedanke ich mich bei Patricia Chalumeau Morozov für die warmherzige Präsentation der Weine und der Region. Großes Dankeschön an Denise Renee Schuster für die Einführung ins Foodstyling und Fototipps. Es hat sehr viel Spaß gemacht!


Freitag, 25. November 2016

Auch das Huhn wundert sich

Quick Lunch: Hähnchenbrust mit Gemüse und Wunderöl


Hähnchenbrust mit Gemüse und Reis | pastasciutta



Für das gestrige Mittagessen noch provisorisch aus Bordmitteln zusammengbraut, wurde das Wunderöl im Laufe des Tages dann um die fehlenden Zutaten ergänzt. Die ganze Wohnung duftete am Abend nach Ingwer, Knoblauch und Gewürzen. Kein Wunder also, dass heute nichts verlockender war, als dieses Huhn mit Brokkoli, Zwiebel, Paprika, Möhre und Wunderöl. Mit etwas Brühe, je einem winzigen Hauch Siracha, Sojasauce, Honig und Sesamöl wird daraus eine unwiderstehliche Sauce, mit der eine Portion Duftreis ganz schnell verputzt ist. Ganz nebenbei mal wieder festgestellt, dass es sich doch enorm lohnt, die Hähnchenstücke in Speisestärke zu wälzen. Das Fleisch bleibt erheblich saftiger als ohne.

Donnerstag, 24. November 2016

Die Ersatzwunderdroge

Pasta #62 Nudeln mit gebratenem Gemüse und Gewürzen


Asianudeln mit Gemüse und Gewürzöl | pastasciutta


Manchmal darf man sich nicht lange wundern, da muss einfach was zu Essen auf den Tisch. Das Problem ist nur, wenn ich erst einmal Witterung aufgenommen habe, dann bin ich so leicht nicht von meinem Begehr abzubringen. Was also tun, wenn Frau Milchmädchen mich auf die Spur ihres Chiliöls lockt und mir danach mal wieder nicht das Wunderöl von Missboulette aus dem Sinn geht. - Schönen Dank auch!

Natürlich war hier nicht ein winziges Tröpfchen von dem knallroten Wunder im Vorrat und sogar mit den Zutaten sah es mau aus. Lauchzwiebeln und Ingwer fehlten am allermeisten. Und an kleingeschnittene Frühlingsrollen war auch nicht zu denken. Na gut, also rasch ein kleines Ersatzöl aufgesetzt, Cumin, Koriandersaat, Anis, Szechuanpfeffer, Gochugaru, Zwiebel, Knoblauch, - zur Not geht das auch. Zwiebel, Fenchel, Möhre, Paprika durch die Pfanne wirbeln, mit Nudeln und Wunderöl mischen, obendrauf ein bisschen Fenchelgrün.

Mittwoch, 23. November 2016

Die Suppenverbesserung

Quick Lunch: Lauchcremesuppe mit Käsecroutons


Lauchcremesuppe wartet auf Verbesserung | pastasciutta


Ziemlich langweilige Lauchcremesuppe,  - schon seit ein paar Tagen stand sie im Kühlschrank gleich auf Augenhöhe, in einem alten Gurkenglas. Dem Lauch konnte man dabei zusehen, wie er sich auf dem Boden absetzte. Während ein bisschen Farbe in der dünnen Fettschicht am oberen Rand hängen blieb, wandelte sich der Rest in eine Art visueller Langeweile. Wer sollte das noch essen? Die Suppe war eigentlich als Unfall im Kühlschrank gelandet, weil zu lieblos zusammengerührt und dann am Ende eben doch nicht zusammengeblieben, man kennt das ja.

Burgerbun, - gut, wenn man so was im Tiefkühler hat!

Nun also hopp, noch ein Versuch, der Geschmack ist es wert. Mit einer hellen Mehlschwitze kriegt alles wieder einen Zusammenhang und ist durchaus genießbar, auch optisch. Der eigentliche Knüller kommt aber oben drauf: Käsecroutons! In diesem Fall aus selbstgebackenem Burgerbun, sonst aber gerne auch aus Vollkorntoast. Wahrscheinlich geht jedes andere Brot ebenso gut.

Pfanne schräg stellen und Fett ablaufen lassen | pastasciutta


Rezept

Käsecroutons

Zutaten:

für 1 Person

1 Scheibe Toast oder 1/2 Brötchen

2 EL Sahne
2 EL Emmentaler
1/2 TL Kümmel, gemörsert
1 Prise Salz
1 Prise Chili oder Paprika

außerdem 1 beschichtete Pfanne
Brot in 2x2 cm Würfel schneiden und in der beschichteten Pfanne anrösten, bis es etwas Farbe angenommen hat.

Übrige Zutaten zusammenrühren und über die Brotwürfel gießen. Bei mittlerer Hitze sanft köcheln lassen, damit die Flüssigkeit verdampft. 

Das Brot gelegentlich wenden, und dabei mit der Masse überziehen. Die Croutons sind fertig, sobald sie eine appetitliche Farbe angenommen haben.

Die Pfanne mit den Croutons leicht schräg stellen, damit das Fett ablaufen kann.


Lauchcremesuppe mit Käsecroutons | pastasciutta


Dienstag, 22. November 2016

Unakademische Erinnerungen

Quick Lunch: Gemüsepfanne mit Reis, Feta und Knoblauchsauce


Gemüse mit Reis, Feta und Knoblauchsauce | pastasciutta


Diese Art Essen, mit viel Gemüse und ohne Fleisch, erinnert mich immer an die Mensa. Das Studentenessen war dort nicht nur unfassbar preiswert, sondern auch insgesamt recht gut. Vom frittierten Schafskäse mit Knoblauchsauce hatte ich schon einmal erzählt.

Viel frisches Zeug, Gemüse und Salat, gab es dort ebenso wie die, damals als unübertrefflich gesund geltende, vegetarische Vollwertkost, mit sehr sättigenden Getreidegerichten. Manches war so mächtig, dass man danach eigentlich kaum noch die Kraft aufbringen konnte, um zurück in die Seminarbibliothek zu gehen. Zufälligerweise jedoch bot der Campus zahlreiche Möglichkeiten, sich auch eher unakademisch zu vergnügen. Eine Kneipe, in die garantiert kein störendes Tageslicht einfiel, befand sich gleich unter der Mensa. - Mir ist ein Rätsel, wieso mir die Tage heute so viel kürzer erscheinen.

Das schnelle Mittagessen heute: Zwiebel, Fenchel, Paprika und Möhre in Olivenöl gebraten und mit Salz, Kreuzkümmel, Gochugaru und Oregano gewürzt, zum Schluss noch mit ein paar Tomaten etwas saftiger gemacht. Bei dem Feta handelt es sich um feinsten Bio-Schafskäse aus dem Bergischen Land. Und die Knoblauchsauce besteht aus Knoblauch, Salz, Olivenöl, Joghurt und Quark.

Montag, 21. November 2016

Aufgewärmtes und Alltägliches

Tagebuchbloggen: Sonntagswirsing und Gelbe Bete


Sonntagswirsing, Spiegelei, Gelbe-Bete-Salat | pastasciutta


Immer wieder denke ich darüber nach, mein ganz normales Mittagessen hier in diesen Blog zu posten. Der Platz wäre vorhanden und ich kann weitgehend machen, was ich will.

Ganz normales Mittagessen sieht meist so aus, wie auf diesem Foto. Aufgwärmtes und Alltägliches halt. Der Sonntagswirsing gehört zu den heißgeliebten Standards in meiner Küche und wurde bereits hier und hier öffentlich verspeist. Daneben leuchten Gelbe Bete mit Roten Zwiebeln und Spiegelei um die Wette, denn der graue Montag kann es vertragen. Das ist alles so banal, wie es überhaupt nur sein kann. Aber andererseits freue ich mich über ein derart simples Mittagessen eben so, dass ich es gerne irgendwo mitteilen möchte.

Während bei Facebook ja noch immer recht viele User unterwegs sind, deren Leben so außergewöhnlich und spektakulär ist, dass sie über die Foodfotos nur lachen können, ist hier im Blog eh nix anderes los. Nix als Essen, so weit man sieht. Nicht mal ne anständige Erörterung der Umweltaufreger Bio und Regional. Das Essen taugt dazu nicht, denn es ist nämlich beides. Und in der jüngeren Zeit muss man sich gerade wieder sehr stark bekennen und darf entweder Bio-Äpfel aus China oder konventionellen Kohlrabi aus dem Vorgebirge essen. Dazwischen geht momentan gar nix.

Am besten, wir vergessen das mit dem Alltagsessen und ich poste ab morgen wieder auf Instagram. Da muss es wenigstens nur #clean und #healthy sein.

Donnerstag, 10. November 2016

Kaffeekränzchen in der Puppenstube

Kleiner Apfelkuchen, der wie Lebkuchen schmeckt

Kleiner Apfelkuchen, ganz groß! | pastasciutta.de

Habe ich es nicht gesagt, es wird immer schlimmer. Und siehste, es kam schlimmer. Die Weltpolitik, die Stimmung und das Wetter. Womöglich beeinflusst sich das gegenseitig. Da wollen wir uns doch mal auf die guten Sitten besinnen und schnell einen kleinen Apfelkuchen backen. Heißt es nicht sogar, wenn morgen die Welt untergeht, dann will ich noch heute einen Apfelkuchen backen?*

Wie oft entfleucht es doch den achtlosen Lippen, komm mal auf einen Kaffee vorbei. Und wie oft fällt das kleine Kaffeekränzchen der Aufschieberitis zum Opfer. Ja, machen wir demnächst mal! Viel öfter sollte man solche Drohungen in die Tat umsetzen und auf ein gemeinsames Tässchen bestehen.

Eine süße Kleinigkeit kommt da gerade recht. Zimt, Kardamom und allerfeinste Nüsse schmecken zusammen fast wie richtige Lebkuchen. Ein kleiner Kuchen also, zum Kaffee oder Tee mit der besten Freundin oder der Nachbarin. Im Grunde spricht auch nichts gegen einen eingebildeten Gast, denn das Törtchen ist wirklich unverschämt klein und lässt sich mühelos auch mit einem Tischgenossen aus der Puppenstube verspeisen. In jedem Fall gilt, keine Reste, kein Höflichkeitentango um das letzte Stück. Der kleine Apfelkuchen ist schnell gemacht und beim nächsten Mal gibt es wieder einen neuen.

Der Guss sinkt beim Backen ab und bildet eine Schicht am Boden


Aber was schreibe ich da gerade? Nüsse? - Da werden doch nicht etwa Haselnüsse enthalten sein? In diesem Fall muss ich das Rezept ganz schnell mal beim aktuellen Haselnuss-Event bei 1x umrühren aka kochtopf einreichen. Andi von lieberlecker hat sich das Thema ausgedacht und ist damit zu Gast bei Zorra, der Mutter aller Blog-Events.

Blog-Event CXXV - Haselnuss (Einsendeschluss 15. November 2016 - Icons made by Freepik from www.flaticon.com)

Vielen Dank dafür, dass Ihr Euch die Mühe macht, Andi und Zorra. Ich bin froh, nach so langer Zeit mal wieder an einem Event teilzunehmen!

Kleiner Apfelkuchen, der wie Lebkuchen schmeckt | pastasciutta.de


Rezept

Kleiner Lebkuchen-Apfel

Zutaten:
kl. Springform, 14cm (0,5 l) mit Antihaftbeschichtung

50 g Butter
50 g Rohrohrzucker
15 g Walnusskerne
30 g Haselnusskerne
1 Prise Kardamom
1/2 TL Zimt
1 kl. Prise Salz
50 g Mehl
1 Ei
1 Prise Backpulver


Topping:

1/2 Boskop ohne Kerngehäuse und Schale, ca.135 g
1 Ei
50 g Zucker
1 TL Vanilleextrakt
80 g Sahne

Backofen auf 180°C vorheizen.

Butter mit Rohrzucker schaumig rühren. Nüsse im Blender fein zerkleinern, mit Kardamom, Zimt und Salz zu der Butter geben und gut vermischen. Das Ei hineinrühren. Mehl mit Backpulver mischen und unterrühren. Den Teig in die Form geben und glattstreichen.
Apfel in dünne Blättchen schneiden und den Teig damit 
belegen.
Ei mit Zucker, Sahne und Vanille verquirlen und über die Apfelscheibchen gießen.

Im vorgeheizten Ofen etwa 45-50 Minuten backen. Danach einige Minuten in der Form abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form lösen.



Apfelkuchen für die ganz kleine Kaffeetafel | pastasciutta.de

*Nein, so ein Spaßvogel war Luther nicht. Aber ein Apfelbäumchen zu pflanzen, ist ja auch ganz okay.

Dienstag, 1. November 2016

Alles wird immer schlimmer

Jetzt geht es auf das Ende zu


Selleriepesto | pastasciutta

Sobald das Freibad schließt, ist der Spaß vorbei. Früher, ja da wussten die Menschen das noch! In ihren Stuben widmeten sie sich angemessen dem Lesen schwermütiger Herbstlyrik. Geheime Klage, traurige Äste, rieselnder Regen und nahender Tod! Was so ein Dichter und Denker ist, der weiß auch unverrückbare Tatsachen stilsicher in Worte zu kleiden. 

Generationen von Deutschlehrern feierten sich daran ab. Einmal eingebimst, dass Herbst gleich Wehmut, Klage und herannahenden Tod bedeutet, macht die ganze Sache mit den Gedichten kaum noch Arbeit. Hinterher sind alle dankbar, weil man mal davon gehört hat (Ach, ja, Rilke! Und dieser Mörike war ja auch so einer!) und für Trauerkarten haben die kurzen Texte die Latte knapp über der Friedhofsmauer aufgehängt.

So geht auf die Edelfedern des 19. und 20. Jahrhunderts wohl die gute alte Tradition zurück, harmlose Wetterphänomene und den jeweiligen Status im Jahresablauf verzückt festzuhalten. Die Sitte erfreut sich sich verdächtig lange großer Beliebtheit, was in der Rückschau darauf schließen lässt, dass im Herbst eben doch nicht alles vorbei ist.

Gelegentlich kommt ja auch was Neues hinzu, wie vor ein paar Jahren diese Kürbisexzesse. Zuerst stellten alle Hausfrauen noch unmotiviert ein paar Riesenfrüchte aufs Treppchen oder auf die Fensterbank. Doch die Kultur bleibt niemals stehen. Mittlerweile muss man schon der Herrgottsschnitzer von Ammergau sein, soll der Kürbiskunst ein prominenter Platz zugedacht sein.

Die Freizeitgesellschaft greift die jeweiligen Themen der Stunde dankbar auf. Gestern feierten geschätzte 99,9% aller Menschen Halloween, in wenigen Tagen kommt Sankt Martin, alles trifft sich zum Gänseessen, danach gehen bereits die ersten Weihnachtsfeiern der Kollegen, Freunde und Kegelbrüder los. - Bis zum Jahresende keine Gelegenheit mehr zum Ausnüchtern. Während der tuberkulöse Christian Morgenstern im Herbst noch glaubte, ohne Not geht niemand aus, sind heutzutage eigentlich alle ständig op Jück.

Wie gut, wenn zu Hause dann was Leckeres im Kühlschrank steht! Und damit wären wir bei den eigentlich wichtigen Dingen angekommen. Nachdem ich vor zwei Jahren auf Kürbispesto gekommen war, entstand gleich im Anschluss das Selleriepesto, das ich seitdem immer gerne zubereite, wenn ich mal an leckere Walnüsse komme. Leider habe ich mit der Ware aus dem Supermarkt nicht so viel Glück wie mit meinen Freunden. Die liebe Barbara hat mir nämlich eine riesige Ladung Walnüsse von der Spielwiese mitgebracht. - Tausend Dank noch mal dafür!


Walnüsse | pastasciutta

Damit wird das Pesto wirklich optimal. Ich empfehle es ganz klassisch, mit Pasta und Käse vermengt, ebenso wie als Basis für eine leckere Sahnesauce. Es schmeckt aber auch als Brotaufstrich oder Dipp.

Zutaten Selleriepesto | pastasciutta



Selleriepesto

Zutaten:

1/2 Sellerieknolle
(geputzt etwa 250g)
Olivenöl
Salz
2 Zehen Knoblauch
ca. 30g Walnüsse (ohne Schale)
Gochugaru/ Chili oder Pfeffer

Den Sellerie schälen und in Würfel schneiden. Mit etwas Salz in Olivenöl braten, bis der Sellerie weich ist. Den Knoblauch hinzufügen und ganz kurz mitschwitzen lassen. Das Gemüse in einen Mixbecher oder ein hohes Einmachglas umfüllen.
Die Walnüsse grob hacken und bei mittlerer Hitze in Olivenöl braten, bis sie angenehm duften. Dabei aufpassen, dass die Nüsse nicht zu dunkel werden.
Die Nüsse zu dem Gemüse geben. Das Öl aus der Pfanne hinzufügen und mit so viel Öl auffüllen, dass sich das Gemüse mixen lässt. Alles fein mixen (oder nach Geschmack auch ein paar Stücke lassen). Mit Salz und Chili oder Pfeffer abschmecken.

TIPP: Ein Drittel des Sellerie durch Hokkaidokürbis ersetzen. Das gibt einen leicht süßen Geschmack und sieht appetitlich aus. 

Sonntag, 18. September 2016

Geburtstagswochenende

Sieben Jahre Pastasciutta - Happy Birthday!




Nein, was bist Du groß geworden! So sagt man zu einem Kind, das sieben Jahre alt wird. Kinder machen ja manchmal über Nacht einen ganz schönen Schuss.  Aber, obwohl pastasciutta so was wie mein Kind ist, lässt sich in jüngster Zeit kein Wachstumsschub feststellen. Dabei feiern wir heute den siebten Geburtstag. Und hier ist eher das Gegenteil von Wachstum der Fall. Immer wieder nehme ich mir vor, alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Und dann wachsen mir andere Dinge über den Kopf und ich poste mein Essen schnell bei Instagram oder Facebook.

Dabei ist pastasciutta mir lieb und teuer. Während ich in der Anfangszeit eher bloggte, um der Welt zu erzählen, dass Essen einfach eine unheimlich tolle Sache ist, stehen heute andere Motive im Vordergrund. Das wichtigste von allen ist, dass pastasciutta meine Schnittstelle zu anderen Foodies ist. Gleich vom Start weg hatte ich Kontakt zu anderen Menschen, die sich für Essen interessieren, die meisten von ihnen ebenfalls Foodblogger. Daraus ist schon lange ein unverzichtbares Netzwerk aus guten Freunden und sympathischen Mitstreitern geworden.



Mit einigen der Wichtigsten gehe ich einmal im Monat in Köln essen, sofern wir das auf die Reihe kriegen. Der gute Wille ist jedenfalls da, und bisher haben wir es nicht bereut. Am Freitag fand die Zusammenkunft mit Bernd, Jörg, Marco und Torsten mal wieder im Pure White statt. Das Restaurant öffnet für eine kleine Runde gerne auch mal tagsüber die Türen und bietet seinen unschlagbar günstigen Mittagstisch an.

So aßen wir Sashimi vom Steinbutt mit Wassermeloneneis und lustigen Maisbröseln, Jack O'Shea Rind mit Polenta und für mich mit Spargel statt Pilzen, danach allerei Zauber von der Pistazie. Alles überaus köstlich und ein sehr feines Erlebnis für Freitagmittag. Anschließend ging es noch auf einen Abstecher in die originelle Stadtkellerei IMI. Geradezu der perfekte Auftakt für ein Geburtstagswochende!




Das eigentliche Geburtstagsessen gab es dann heute. Schließlich ist der 18. September der Tag, an dem alles begann und irgendwie ist Gulasch ja so ein Sonntagsessen.

Doch für Gulasch braucht man nicht unbedingt ein Rezept, oder? Ich schneide Zwiebeln in feine Streifen und schmore sie mit Salz und Öl sehr lange bei schwacher Hitze in einer Pfanne mit Deckel. Dann kommen Möhren und Sellerie dazu, später rote und grüne Paprika sowie reichlich Knoblauch und gemörserter Kümmel. Alles wird großzügig mit Ungarischem Paprikapulver bestäubt. Dabei sollte man darauf achten, dass das Pulver richtig frisch ist und noch seine satte rote Farbe hat. Noch ein bisschen würzen mit Thymian und Lorbeer. Dann gieße ich Wasser auf und lege das Fleisch hinein. Außerdem kommt noch ein bisschen fein geschnittener Porree und ein paar Tomaten hinzu. Bei sanfter Hitze darf das Gulasch jetzt ganz leise schmurgeln, bis es butterweich und die Sauce sämig ist. Für einen Hauch von Schärfe habe ich ganz leicht mit Gochugaru nachgeholfen. - So weit alles ganz normal, oder? Das Fleisch kann man natürlich auch anbraten, doch das habe ich mir irgendwann abgewöhnt. Gelegentlich gieße ich auch Wein in das Gulasch und wenn nicht so viel Suppengemüse zur Hand ist wie heute Mittag, dann darf es auch mal gekörnte Brühe oder Fond aus dem Vorrat sein. Man muss da nicht pingelig werden und Zutaten abwiegen, sondern einfach nur mit ein bisschen Liebe rangehen. So viel sollte einem das Sonntagsessen schon wert sein.



Dafür gibt es eine Nachbauanleitung für meine Black Tiger Prawns von gestern Abend. Auch, damit ich nicht vergesse, wie es geht. Bei den Garnelen handelt es sich um Bioware, 160 g mit Schutzeisglasur von einer bekannten Supermarktkette. Wie 160 g aussehen, sieht man unten, in der Pfanne. - Unbedingt nachmachen!




Garnelen in Knoblauch und Tomaten mit Gemüsereis

Zutaten:

für 1-2 Personen

1-2 Portionen Reis (Mischung aus lila Reis und Basmati)

1 Bund Koriander

1 Pck. Black Tiger (s.o.)
etwas Öl zum Braten
Salz
ca. 4 Zehen Knoblauch
2 Tomaten
Gochugaru

für den Reis



1 Bund Frühlingszwiebeln
2 Möhren
1/2 Sternanis

1 Msp. Madras Curry

Jap. Sojasauce

Außerdem eine gusseiserne Grillpfanne
Den Reis unter fließendem, kaltem Wasser abspülen und dann in einem kleinen Topf kochen.

Den Koriander waschen und trocken tupfen oder schleudern.

Die Garnelen in einem Sieb unter fließendem kaltem Wasser abspülen und zum Auftauen beiseite stellen. Die Grillpfanne auf dem Herd richtig heiß machen. Die Garnelen von beiden Seiten grillen.

Knoblauch schälen und hacken, bei mittlerer Hitze mit etwas Salz anschwitzen. Tomaten kleinschneiden und zum Knoblauch geben. Mit Gochugaru würzen. Die gegrillten Garnelen zu den Tomaten geben und den Topf von der Platte ziehen.

Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Streifen schneiden. Die Möhren schälen und in kleine Stücke schneiden. Beides mit Salz und Anis in Öl ganz kurz anschwitzen. Curry dazu geben und den Reis untermischen.

Gemüsereis neben Knoblauch-Garnelen anrichten. Koriander grob hacken und darüber geben. Mit wenig Sojasauce würzen.

Sonntag, 21. August 2016

Ein Wochenende im Spätsommer 2016

Liebes Tagebuch,


heute habe ich kein Rezept für Dich. Ich schwelge noch ein bisschen in den Erinnerungen an ein wirklich schönes Wochenende, das für mich der verdiente Ausgleich zu einer echt nervtötenden Woche war.


Die beste Mahlzeit an diesem Wochenende waren gegrillte Würstchen mit eiskaltem Kölsch aus der Flasche, mit meinen Freunden im Park. Egal, wie lange Du in der Küche stehst, - mit dem Bollerwagen durch die Grünanlage zu ziehen und danach so lange sitzen zu bleiben, bis Nebel aus der Wiese hochsteigt, schlägt sowieso alles andere.


Am nächsten Tag kommt der gesunde Appetit garantiert zurück und es gibt feines Lamm aus der Eifel in Curry, mit viel frischem Koriander und gebratenen Auberginen. Auch dafür ist ein Rezept mehr oder weniger überflüssig. Höchstens einen guten Ratschlag sollte man beherzigen: Besser nicht telefonieren, während das Lamm schmort. Erstens brennt dann nicht das Fleisch an. Zweitens kommt infolge des Telefonats nicht noch Besuch vorbei, der den frisch gebackenen Pflaumenkuchen verputzt.


Wenn der Besuch dann erst einmal da ist, darf er auch als Kuchenmodel für den Blog arbeiten. Und wenn die höfliche Frage nach dem Rezept kommt, dann sagt man "Apfelkuchen, sehr fein, nur mit Pflaumen, statt mit Äpfeln". Das Rezept hat fast jeder zu Hause, denn es steht schon seit ewigen Zeiten in den Dr. Oetker Backbüchern. Ansonsten halt im Netz.

Sonntag, 14. August 2016

Das Ende der Verwahrlosung

Ich fang wieder an zu kochen und es gibt Caesar's Salad


Man müsste mal wieder bloggen, ich erinnere mich nur kaum, wie das geht. Die letzten Wochen fanden vorwiegend außer Haus statt, skurrilerweise bei einer neuen Kochshow in der Nachproduktion. Den ganzen Tag sah ich Menschen beim Kochen zu und hörte, wie sie über Essen, Einkaufsmöglichkeiten und Zubereitungsarten redeten. Im Hinterkopf lief stets ein Progamm mit, das aus der Erinnerung meine Vorräte durchging und Pläne für ein fulminantes Mahl am Abend machte. Während die Arbeit so anregend war, dass ich den ganzen Tag keine Sekunde müde oder unkonzentriert wurde, brach die totale Kraftlosigkeit über mich herein, sobald ich am Abend meine Wohnung betrat. Luft raus, nix zu machen. - Und hör mir auf mit Kochen, ich hab Feierabend!

Leider ist die schöne Zeit nun vorbei, und ich stelle entsetzt fest, dass mein Blog im Sterben liegt. Das Schlimmste daran ist, dass dies ein Anzeichen dafür sein könnte, dass ich gerade kulinarisch verwahrlose. Was hab ich in den letzten Wochen gegessen? Ganz ehrlich, ich kann mich kaum erinnern. Jetzt ist jedenfalls ein guter Zeitpunkt, um alles nachzuholen. Absolut alles scheint gerade Saison zu haben. Die Märkte quellen über vor lauter frischen Sachen aus dem Rheinland. Am liebsten würde ich alles essen, und zwar sofort. Doch ehe die totale Fressgier in Unentschlossenheit endet, erreicht mich via Facebook ein kleiner Clip von Jamie Oliver. Appetitliche Bilder von einem Caesar's Salad. Romana Salat, Radicchio und fein gehobelter Blumenkohl in einer sämigen Sauce, dazu Hähnchenfleisch, plattgedrückt und mit Rosmarin und dunklem Brot in der Pfanne gebraten. - Das will ich!

Im Bioladen bekomme ich nicht nur schönen Radicchio, sondern auch Romanasalat von Haus Bollheim. Feines Zeug, mit deutlichem Aroma, bis auf das letzte Blatt essbar. Nicht zu vergleichen mit den verschwitzten Salatherzen in der Tüte. Bei der Salatsauce halte ich mich sklavisch an das Rezept (7 g Parmesan pro Person, ich muss jetzt noch kichern...) und stelle bald fest, dass mir das alles zu mager ist. Die Hühnerbrust erfährt bei mir weder Gewalt noch Rosmarin. Das Geflügelstück ist nicht so dick, dass es nötig wäre, die Struktur des Fleisches zu zerstören, und auf Rosmarin habe ich einfach keine Lust. Die Croutons bekommen schon eine Extraportion Butter, weil es sonst nur trockene, warme Brotwürfel werden. Nach dem Fototermin gibts für den Salat noch einen ordentlichen Schluck Olivenöl. Damit wird es wirklich ein Festessen!




Montag, 27. Juni 2016

"Mein" kleines Cremeschnittchen


Erdnusskuchen mit Creme, Schokolade und Salzkaramell


Erdnusskuchen mit Creme, Salzkaramell und Schokolade


Vorab eine Warnung: Weil es trotz aller gebotenen Sorgfalt dennoch dazu kommen könnte, dass in so einen Kuchen versehentlich auch Kalorien gelangen, habe ich extra eine kleine Backform gewählt. Kalorien brauchen viel Platz und fühlen sich darin nicht so wohl wie in einer großen Form. - Wer in dieser Hinsicht unsicher ist, sollte also unbedingt darauf achten! 

Vor gut einer Woche habe ich den Kuchen, also nur das Fahrgestell, ohne Creme und weitere Auflagen, zum ersten Mal gebacken. Das Rezept habe ich selber "erfunden", ließ ich freudig verlauten. Ja, ganz richtig gelesen, "erfunden", in Anführungszeichen, weil ich mich davon distanziere, irgendwas erfunden zu haben. Wenn etwas gut schmeckt, dann ist garantiert schon einmal jemand auf diese Idee gekommen. Wirklich etwas erfinden kann man also kaum.


Wie entsteht eigentlich ein Rezept?


Trotzdem werden ständig neue Rezepte entwickelt. Foodblogger tun das und Rezeptautoren tun das ebenfalls. Das Rad wird dabei nicht neu erfunden. Eine kleine Änderung bei den Zutaten, ein anderes Arrangement auf dem Teller, und schon ist ein neues Rezept geboren. So einfach ist das.

Beim Backen hat sich der Glaubenssatz durchgesetzt, es sei besonders wichtig, sich an Originalrezepte zu halten, da nur Genauigkeit zum perfekten Ergebnis führe. Doch man kann das so oder so sehen. Während manche Ungenauigkeit einen Kuchen ruinieren kann, kommt es bei anderen Varianten vom Originalrezept nicht so drauf an. Und manchmal lauern die Fallen, wo man sie am wenigsten vermutet. Mein Lieblingsapfelkuchen trieb mich fast in den Wahnsinn, weil ich immer wieder versucht habe, ihn in einer kleinen Form zu backen. Irgendwann gab ich entnervt auf und kehrte zu der großen Form zurück. Es wollte einfach nicht gelingen.


Warum dann überhaupt neue Rezepte schreiben?


Die Welt verlangt nach neuen Rezepten. Obwohl absolut nichts gegen Butterkuchen, Biskuitrolle und Schwarzwälder Kirsch spricht, ist das Verlangen nach etwas Neuem groß. Vor allem die Optik spielt eine große Rolle. Wenn kleine Cupcakes gerade Mode sind, dann schwitzt sicherlich irgendwo schon ein Rezeptentwickler über dem Versuch, eine Schwarzwälder Kirschtorte in eine Muffinform zu pressen. Und auf der Welle der Partykuchen werden Frankfurter Kränze plattgemacht und als Blechkuchen verkauft. Ändert sich dann noch eine wichtige Zutat, zum Beispiel Kürbiskernkrokant statt Haselnusskrokant, dann ist das die Geburtsstunde des neuen Kuchens. - Den aber höchstwahrscheinlich schon einmal jemand gebacken hat.



Die Geburt der Erdnuss-Cremeschnitte


Die Anforderungen waren ganz einfach: Erdnussgeschmack, intensiv und saftig, kleines Format, schnell und unkompliziert. - So sollte der Erdnusskuchen meiner Träume sein. Auf der Basis eines Rührteiges entstand ein Erdnuss-Rührteig. Dazu überlegt man sich, welche Zutaten in einen klassischen Rührteig gehören und überlegt sich dann, wie eine weitere Zutat den Teig verändert. Weil mir intensiver Erdnussgeschmack wichtig war, wählte ich geröstete und gesalzene Erdnüsse. Mit ihrem hohen Fett- und Eiweißanteil passen sie ganz gut in das Mischungsverhältnis des Rührteiges. Zur Unterstützung des Geschmacks kam Vollrohrzucker hinzu, der den Erdnussgeschmack deutlich hebt. Dann rechnet man kurz aus, welche Teigmenge in die Form passt und wieviel man von jeder Zutat braucht. So entstand die Kuchenbasis, die wirklich im Handumdrehen fertig ist und im Ofen sogar nur 20 Minuten braucht. Der Kuchen schmeckt ganz ohne Toppings sehr gut und ist ein paar Tage haltbar.

Weil der erdnusshaltige Teig roh schon so gut geschmeckt hatte, wollte ich noch eine Creme anrühren, die dem rohen Teig ähnelt. Nach dem Grundrezept für Deutsche Buttercreme (schaumig geschlagene Butter + Pudding/ Konditorcreme) entstand die Erdnuss-Buttercreme.

Zuletzt sollte dann noch der eine oder andere Geschmacksbeschleuniger oben drauf. Salzkaramell und Vollmilchschokolade bringen Erdnüsse so richtig auf Touren. Doch sollte es nicht zu viel sein, damit der Kuchen nicht wie ein Schokoriegel schmeckt.


Kleiner Erdnusskuchen (20 x 24 cm) mit Salzkaramell und Schokolade


Erdnusscremeschnittchen mit Salzkaramell und Schokolade

Zutaten:

für 1 Form, ca. 20x24 cm

125 g weiche Butter
50 g Zucker
50 g Vollrohrzucker
100 g Erdnüsse, geröstet und gesalzen, fein geschreddert
2 Eier
1 TL Vanilleextrakt
50 g Mehl
1 Msp. Backpulver

Backpapier, 180° C
20 min. Backzeit

Buttercreme:
250 ml Milch
1 EL Speisestärke
1 Msp Salz
1 TL Vanilleextrakt
25 g Zucker
25 g Vollrohrzucker

50 g weiche Butter
50 g Erdnüsse, geröstet, gesalzen, geschreddert

Topping: 
50 - 100 g Salzkaramell (das besonders gut wird mit 1 TL Vanillextrakt!)
50 - 100 g Vollmilchschokolade

eventuell 50g Erdnüsse, geröstet, gesalzen grob gehackt

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Die Form mit Backpapier auslegen.

Butter mit Zucker schaumig schlagen. Die geschredderten Erdnüsse hinzufügen. Die Eier und den Vanilleextrakt unterrühren und kräftig quirlen. Mehl mit Backpulver mischen und alles schnell zu einem glatten Teig rühren. Den Teig auf das Backpapier in die Form geben. Im vorgeheizten Backofen etwa 20 Minuten backen. Kurz in der Form abkühlen lassen und dann auf einem Gitter vollständig abkühlen lassen.

Für die Buttercreme zunächst eine Konditorcreme kochen. Die Hälfte der Milch mit der Stärke verrühren. Die andere Hälfte mit einer Msp. Salz und Vanilleextrakt aufkochen. Die Stärkemischung hineingießen und unter Rühren einmal aufkochen lassen. Rühren, bis die Creme andickt. Den Zucker unterrühren. Die Creme vollständig abkühlen lassen.

Butter schaumig schlagen, die geschredderten Erdnüsse unterziehen. Mit etwa 100 g der gekochten Creme verrühren. 

Die Creme auf dem Kuchen verstreichen. Den Kuchen kühl stellen.

Salzkaramell leicht erwärmen und gut durchrühren. Oder frisch kochen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Schokolade über einem Wasserbad schmelzen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Den Kuchen aus dem Kühlschrank nehmen und die Buttercremeschicht mit Karamell und Schokolade benetzen. 

Je nach Geschmack, mit gehackten Erdnüssen bestreuen.

Kühl aufbewahren, bis die Schokolade fest geworden ist. 

Der Kuchen schmeckt am nächsten Tag noch besser!





Samstag, 28. Mai 2016

Nix wie weg, hier kommt der Nudelsalat!

Pasta #61 - Nudelsalat mit Hackfleisch und Gemüse


Nudelsalat mit Hackfleisch, Paprika, roter Zwiebel und Rucola

Man kann den Nudelsalat nicht neu erfinden, beim besten Willen nicht. Wenn einer kommt und "Nudelsalat mal anders" anpreist, dann ist Flucht angesagt. Schnell noch auf die 134.000 Ergebnisse bei Google hinweisen, und nichts wie weg! Solche Leute erzählen einem auch immer, wie besonders niedlich/ aufgeweckt/ frech sie schon als Kind waren und was ihre Eltern ganz genau dazu gesagt haben. Und am Ende werden sie dann Nudelsalaterfinder.

Dieser hier gehört zur Kategorie der schnell zusammengestellten Salate. Es ist schließlich eine feine Sache, wenn man hungrig mit Einkäufen zu Tür reinkommt und in Windeseile was zu Futtern hat. Der Haken daran ist, einkaufen muss man zuvor halt schon. Frische rote Paprika schmecken mir persönlich nur, wenn sie nicht lange rumgelegen haben. Und über Hackfleisch müssen wir gar nicht erst reden, das mag niemand gut abgehangen.

Mir gefällt die Mischung aus Kalt und Warm. Außerdem ist die Sache durch Gochugaru und Kreuzkümmel schön würzig. Und das Beste ist, man muss keine riesige Schüssel davon herstellen, sondern ein bis zwei Portionen von diesem Salat sind eigentlich ideal. - Insofern ist dieser Nudelsalat jetzt doch ganz schön anders, oder? 

Nudelsalat auf die Schnelle, als Tellerportion, kalt und warm


Nudelsalat "Halb und halb"

Zutaten:

pro Person

Marinade:

1-2 EL Zitronensaft
2-3 EL Olivenöl
Salz
Gochugaru
Kreuzkümmel

1 rote Paprikaschote
1 rote Zwiebel
3-4 Stängel glatte Petersilie
1 kl Hand voll Rucola

ca. 1 Tasse kleine Blumenkohlröschen
Olivenöl zum Abraten
2 Knoblauchzehen
ca. 100 g Hackfleisch, halb und halb
1 Portion Nudeln, am besten eine schnelle Sorte

Die Marinade vorbereiten: Zitronensaft mit Olivenöl, Salz und Gochugaru verrühren. Kreuzkümmel mörsern und hinzufügen.

Paprikaschote waschen, putzen und in Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Petersilie und Rucola waschen und trocken tupfen. Rucola klein rupfen, Petersilie fein schneiden. Alles mit einander vermischen.

Blumenkohl mit etwas Salz in Olivenöl anbraten, aus der Pfanne nehmen und etwas abkühlen lassen.

Knoblauch schälen und in Würfel schneiden. Hackfleisch mit Salz und Knoblauch bei mittlerer Hitze anbraten.

Die Nudeln kochen und abgießen. Alles miteinander mischen.









Mittwoch, 11. Mai 2016

Der Straßenjunge mit dem heißen Ofen

Scugnizzo heißt Straßenjunge auf Neapolitanisch

Die Italiener sind bekannt dafür, an ihren traditionellen Rezepten eisern festzuhalten. Laut schimpfend und wild gestikulierend verteidigen sie, was sie von ihrer Mamma schon serviert bekamen. Das ist nicht nur ein Klischee, sondern mitunter auch todernste Realität. Manche Rezepte sind ein bisschen heiliger als andere und interssanterweise werden für ganz bestimmte sogar Stellvertreterkriege ausgefochten. Spaghetti Carbonara ruft praktisch jeden zum verbalen Kampf auf, der schon einmal einem Italiener die Hand geschüttelt hat. Ein Nudelgericht voller Tretminen, kann man sagen. 

Der heiße Ofen vom Severinswall | pastasciutta.de


Ähnlich heikel ist "die richtige" Pizza. - Neapel gilt zumindest als die Geburtsstätte des Grundkonzepts "Pizza Margherita". Aus diesem Modell entstand die Pizza Napoletana, die sich von den anderen Pizzatypen in Italien deutlich unterscheidet. Der dicke Rand ist wichtig und, man ahnt es schon, ein schöner Streit gehört mit zum Spektakel, welcher Belag denn nun erlaubt sei und ab wann es keine "echte" neapolitanische Pizza mehr ist. Jeder, der schon einmal einen italienischen Schlager im Radio gehört hat, darf gerne mitdiskutieren. 

Pizza Rot & Böse (scharf) | pastasciutta.de


Die anderen, die lieber essen und nett plaudern, gehen nach Köln**. Dort kann man bekanntlich auch beim Essen schwaden, zum Beispiel mit Torsten Schöneich. Torstens Herz schlägt für richtig gutes Essen und tolle Aromen. Die Zutaten und einen höllisch heißen Ofen hat er aus Kampanien in die Südstadt gebracht. In seinem neuen Laden Pizzeria Scugnizzo am Severinswall, hat der kölsche Pizzaiolo ein kleines Wunder ausgetüftelt. 

Pizza Lungo Tonno mit confiertem Thunfisch | pastasciutta.de


Als ich vor zwei Jahren meine erste Pizza bei Torsten Schöneich unter anderer Adresse aß, war sie ziemlich klasse und ziemlich neapolitanisch, sehr ähnlich der Pizza, die ich aus der Altstadt von Neapel kannte. Inzwischen hat Torsten das Konzept auf ein anderes Niveau gehoben. Ich empfehle jedem, beim Anschneiden auf den Sound zu achten. Das Messer rutscht durch hauchdünne, knusprige Teigschichten mit genau der richtigen Menge Luft dazwischen. Den Belag hat der Straßenjunge* im besten Sinne modernisiert. Confierten Thunfisch muss man probiert haben, auch wenn die Reminiszenz an eine Kölner Rotlichtgröße nicht eben mein Geschmack ist. Was soll's, Namen sind Schall und Rauch, spätestens wenn sie aus dem 500 Grad heißen Ofen kommen. Der Geschmack der Pizza ist nur ein Grund, wieder hinzugehen und mehr Pizza zu essen.

Ich entschuldige mich hiermit in aller Form für die beknackten Fotos, die dem Laden in keinster Weise gerecht werden. Ich war durch Pizza und das nette Geplauder abgelenkt. Fotos holen wir dann ein anderes Mal nach.

*Es stand schon überall geschrieben. Scugnizzo heißt im neapolitanischen Dialekt Straßenjunge.
** Genau genommen kann man die Scugnizzo-Pizza auch in Bonn essen. Dort gibt es eine Filiale.

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