Mittwoch, 30. Dezember 2015

Ewige Vorsätze für das neue Jahr
und ihre aktuelle Bewertung


Gesünder ernähren 

Du solltest Dich fragen, ob es im abgelaufenen Jahr Momente gab, in denen Du wirklich ganz sicher warst, etwas Ungesundes zu essen. Hast Du je bedauert, nicht genug grüne Smoothies oder Chiasamen zu Dir genommen zu haben? – Im Ernst?

Weniger Alkohol trinken? 

Jetzt mal ehrlich, … Und dann?

Endlich abnehmen 

Bloß nicht! Man hört ja so viel über ausgemergelte Gesichter, Falten und schlimme Fettschürzen. Und dann ist da immer die Angst, dass man wieder zunimmt. Wer will schon bis an sein Lebensende nur grüne Blättchen essen?

Nett sein 

Lohnt sich bekanntlich immer. Wir arbeiten daran. Und gelegentlich klappt es auch.

Mehr Vorräte anlegen 

Ganz unbedingt! Jedes Jahr nehme ich mit vor, mein eigenes Zeug im Garten oder auf dem Balkon zu ziehen, mehr Marmelade zu kochen und endlich wieder größere Mengen Fond anzusetzen. Die Sache hat zwei entscheidende Vorteile: 1. Mehr Freude an selbstgemachten Sachen 2. Endlich wieder ein Grund, beim Schwarzmarkt im Marieneck mitzumachen.

Nur noch beschriftete Sachen einfrieren

Nie wieder TK-Bingo!

Mit dem Rauchen aufhören

Aber sofort! Das ist ein kostenloser Tipp von mir. Diesen Mist habe ich schon vor vielen Jahren abgehakt und keinen Tag bereut. Das Beste, was man machen kann, ganz ehrlich!

Mehr Sport machen

Können vor Lachen. Wegen anhaltender Wehwehchen hatte ich in diesem Jahr nicht die leiseste Chance dazu. Aber pünktlich zum Jahreswechsel sieht alles schön aus und ich kann es gar nicht abwarten, die alten Knochen wieder zu bewegen.

Weniger fernsehen
Unbedingt! Gibt ja Netflix.

Mehr bloggen
Jedes Jahr gelobe ich Besserung an dieser Stelle und auch dieses Mal ist es ganz ehrlich gemeint: Ich will wirklich wieder mehr bloggen. Und ich freue mich, wenn möglichst viele es genauso machen. Gehet hin und macht Blogs, schreibt, fotografiert, filmt, sendet!

Ich wünsche Euch allen einen guten Start ins neue Jahr und jede Menge Glück, Liebe, Erfolg für 2016!    

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Frohe Weihnachten 2015


Frohe Weihnachten, Ihr lieben Menschen! Ich wünsche Euch allen ein schönes Fest! 

Dienstag, 22. Dezember 2015

Weihnachtsplätzchen, Versuch und Volltreffer

Ein Herz für Weihnachtsplätzchen!



Endlich gibt es hier leckere Weihnachtsplätzchen! Fleißige Hausfrauen backen sowas ja schon Wochen im Voraus. Ganz anders sieht es dagegen bei mir aus. Die Adventsbäckerei habe ich die ganze Zeit vor mir her geschoben. Dann war ich plötzlich fest entschlossen und bin doch wieder gescheitert. Wer kennt das nicht, - man steht ein bisschen unentschlossen in der Küche rum und ZACK!, einen Moment später hat man die Pfanne aufgesetzt und schält Kartoffeln. Sowas passiert, wenn man ohne Rezept arbeitet!


Zum Glück fielen mir dann die zauberhaften Polvorones von der lieben Evi wieder ein. Vor einiger Zeit  hatte ich sie bereits nachgebacken und ich muss sagen, diese Plätzchen bewegen sich schneller als meine geliebten Papageien vor dem Fenster. Manche Sachen sind echt schwierig zu fotografgieren. Doch wenn man sich auf die Lauer legt und ein bisschen Geduld hat, kriegt man auch mal so einen grünen Schreihals vor die Linse.

Halsbandsittich vor meinem Fenster


So ähnlich ist das mit den Polvorones dann auch. Gestern habe ich nicht nur einen Halsbandsittich erwischt, sondern auch noch mal Polvorones gebacken. Und dann habe ich hinter der Kamera abgewartet, bis heute morgen die Sonne aufging, um die Plätzchen zu fotografieren.

Das Rezept wurde in zwei Stufen ganz heftig abgewandelt, - zunächst von Evi und dann noch einmal von mir. Was bleibt, sind ziemlich schweinöse Plätzchen, die genau wie Polvorones in Mund zu Staub zerspringen, mit einem leichten Schoko-Nussaroma. - Ich bin sehr begeistert! Der Teig schmeckt ungebacken schon unverschämt gut, lässt sich schnell und unkompliziert herstellen und verarbeiten. Meine Schwarzpulverones sind absolut last-minutetauglich, schmecken allerdings noch besser, wenn sie eine Übernachtung in einer geschlossenen Dose hinter sich haben.


Schwarzpulverones - Schoko-Haselnuss-Bomben


Schwarzpulverones

Zutaten:

abgewandelt nach Evis Kyche



100 g Haselnüsse
350 g Butter
225 g Zucker
1 Prise Salz
1 TL Vanilleextrakt
240 g Mehl
2 geh. TL Kakaopulver









































Die Haselnüsse im Mixer fein zerschreddern. 

Die Butter bei sanfter Hitze schmelzen, leicht abkühlen lassen und den Schaum abschöpfen. Das klare Butterfett in eine Schüssel gießen und die milchigen Anteile im Topf zurück halten. Das Butterfett sollte ungefähr 225 g ausmachen. 

Das Butterfett mit dem Zucker, Salz und dem Vanilleextrakt mischen und für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. 

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. 

Den Ofen auf 190°C vorheizen.  
Die Butter-Zuckermischung mit einem Handrührer schaumig schlagen. 

Mehl, Kakao und Haselnüsse untermischen, bis ein leicht krümeliger Teig entsteht. Den Teig in zwei bis drei Portionen jeweils auf 1-1,5 cm Stärke ausrollen. Daraus dicke Plätzchen von 5 cm Durchmesser ausstechen. 

Die Plätzchen mit etwas Abstand (laufen nicht sehr stark auseinander) auf zwei Bleche verteilen (notfalls noch ein drittes). Die Bleche dann nacheinander jeweils 10 bis 12 Minuten (bei mir waren es eher 12) backen. 

Die Schwarzpulverones etwa 5 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen und dann sehr vorsichtig auf einen kühleren Untergrund heben und ganz abkühlen lassen. - Vorsicht! Die Plätzchen sollen erst im Mund und nicht schon vorher zu Staub zerspringen!

Montag, 7. Dezember 2015

Klassisch und experimentell: Bordeaux in Ehrenfeld
#bordeauxlicious

Normalerweise freue ich mich, wenn ich auf ein schönes Essen mit Bordeaux-Wein eingeladen werde. Wenn Bordeaux auf den Tisch kommt, dann darf man erwarten, dass es ein bisschen festlich wird. - Gestern Abend waren es die Bordeaux-Weine, die mich ins Marieneck nach Ehrenfeld einluden. Das Essen sollte ich selber kochen, zusammen mit einigen anderen Bloggern, hieß es in der Einladung. 

Sebastian Bordthäuser, Sommelier mit Germanistikhintergrund, gab uns einen Einblick in die Vielfalt der Bordeaux-Weine, die nicht immer nur schwer und teuer sein müssen. Das riesige Anbaugebiet im Südwesten Frankreichs bringt neben den klassischen, körperreichen Begleitern zu Rindfleisch und Schmorgerichten auch erstaunlich frische und fruchtige Weine hervor, die mühelos die frische und moderne Küche begleiten.

Tippschein


Beim Blindtest der Aromen versage ich auf ganzer Linie. Wo ich Speck rieche, ist eigentlich Kaffee im Glas.

Stevan Paul hat sich zuvor schon für die Kampagne der Bordeaux-Weine acht passende Begleiter ausgedacht. - Nun sind wir diejenigen, die ran müssen! Für die Bloggerrunde ist der Autor/Blogger/Koch/Food-Stylist ausgiebig einkaufen gegangen und hat einen üppigen Warenkorb aus frischer Herbstware zusammengetragen. Die Foodblogger sollen daraus ein viergängiges Menü nach ihrem Geschmack kochen. Unter den Bordeaux-Weinen, die uns zur Verfügung stehen, wählen wir jeweils eine klassische Kombination und eine eher ungewöhnliche Weinbegleitung.

Sofort bricht im Marieneck fröhliche Betriebsamkeit aus. Die meisten der Anwesenden kennen sich in der Ehrenfelder Kochschule ganz gut aus. 

Ich habe Glück und darf mit Maja und Johannes den Nachtisch zubereiten! Die beiden sind sofort auf dem selben Trip und wollen was mit Rote Bete machen, Hauptsache Gemüse im Nachtisch. Der grobe Fahrplan steht also fest: Maja macht einen saftigen Kürbiskuchen mit Schokolade. Johannes bereitet Birnen mit Rote Bete in Weißwein zu, und reicht dazu einen Dill-Zucker. Ich begleite das Ganze mit einer Creme, die möglichst intensiv nach Pastinake schmecken soll. Eigentlich habe ich das große Los gezogen, denn meine Aufgabe ist wirklich nicht die Schwierigste.

Rote Bete, Birne, Dillzucker


Johannes kann aus Birnen Erdbeeren machen. Aus Rote Bete, Birnen und Weißwein zaubert er etwas ganz Frisches und Fruchtiges.

Süße Pastinakencreme
(leider ohne Gewichtsangaben) Pastinaken schälen und grob in Stücke schneiden. Mit einer Prise Salz in reichlich Butter ganz langsam braten, bis die Stücke von allen Seiten goldbraun sind und ein intensives Aroma entwickeln.
Reichlich Sahne aufgießen und bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis die Pastinakenstücke weich sind. Mit einem Pürierstab gründlich mixen und danach durch ein Sieb streichen. Mit Salz und Zucker abschmecken. Vor dem Servieren nochmals erhitzen und mit dem Pürierstab etwas aufschäumen.

Während der Kuchen abkühlt und das Kompott durchzieht, machen wir uns über vier wunderbare Gänge mit jeweils zwei Weinen her:

Saibling, Pastinakenchips, Rosenkohl, Pink Curry

Saiblingstatar auf lauwarmen Rosenkohlblättchen mit Petersilienwurzelchips, gebratenem Saibling und Pink-Curry-Creme von Astrid und Claudia. Klassischer Weintipp: Chartron La Fleur (Bordeaux Blanc), experimentell: Monconseil Gazin (Blaye Côtes de Bordeaux)

Räucherforelle, Graupen, Sauerteigbrot


Forellenterzett von Torsten, Annette und Kerstin: Räucherforelle auf selbstgemachtem Sauerteigbrot, Graupen, Forellenessenz mit Nocken. Klassischer Weintipp: Château Penin (Clairet), experimentell: Château Monconseil Gazin (Blaye Côtes de Bordeaux).

Kaninchenleber mit Brombeere, Nierchen und Bauchlappen

Schon öfter versucht, aber zum ersten Mal wirklich Spaß dabei gehabt: Kaninchen schmeckt mir überraschenderweise doch! Die beiden Kaninchengänge kamen von Sophia Christian und Michael: Leber mit Brombeere, Feldsalat, Nierchen und Bauchlappen. Klassischer Weintipp: Château Mémoires (Cadillac). Experimenteller Weintipp: Château Rauzan Despagne (Rosé).

Lapin au Vin | pastasciutta


Nicht, dass hier Missverständnisse aufkommen, ich hatte extra um das kleinere Kaninchenbein gebeten! Es stellte sich heraus, dass das ein Fehler war, aber na gut, es war wirklich allein meine Schuld. Das butterzarte Fleisch wurde von einer kräftigen Sauce aus Wein und Sternanis begleitet. Mit der dunklen Sauce hat sich Michael wohl den Titel "Saucen-King" eingefangen. Klassischer Weintipp: Château de la Rivière (Fronsac), experimenteller Weintipp: Château Puybarbe (Côtes de Bourg).

Rote Bete, Birne, Kürbis, Pastinake, Dill | pastasciutta


Ebenfalls sehr überraschend fand ich unseren eigenen Gang. Wenn man sich so ad hoc darauf einigt, zu dritt etwas aus vorhandenen Zutaten zusammenzustellen, dann gibt es keine Möglichkeit für Testläufe. Mit dem Konzept Gemüse zum Dessert beschritten wir auch nicht gerade den ausgelatschten Rotweinwanderweg. Umso erstaunlicher war es für mich, wie harmonisch sich das alles auf dem kleinen Tellerchen zusammenfügte. Klassischer Weintipp: Reserve Mouton Cadet (Sauternes), experimentell: Château Penin (Clairet).

Herzlichen Dank an Bordeaux-Wein für die Einladung, es war ein großartiger Abend! Vielen Dank auch an alle, die dabei waren, es hat großen Spaß gemacht!


Eine wunderschöne Beschreibung des Abends gibt es auf Nachschlag bei Johannes J. Arens. Er verrät auch, wie aus Rote Bete und Birne so ein knallroter Knaller wird. 

Der Küchenjunge Christian Lersch hatte zu Beginn des Abends seine Kamera unter der Decke festgeschraubt. Das Video zeigt einen großen Teil des Abends im Zeitraffer. - Was geschah, nachdem die Batterien leer waren, wird nie jemand erfahren!




Mittwoch, 2. Dezember 2015

Pastasciutta in New York City - Teil 2

Der erste Kontakt - Die perfekte Show!


Manhattan Skyline | pastasciutta.de


Am Morgen liegt Manhattan vor mir wie eine Theaterkulisse. Wir nähern uns der weltberühmten Skyline zu Fuß.

Seit unsere Pläne konkreter geworden waren, stand für mich fest, dass ich in Brooklyn wohnen wollte. Ich war zuvor noch nie in den USA gewesen und wollte in der kurzen Zeit möglichst viele Eindrücke sammeln. Es stellt sich heraus, dass Manhattan aus dieser Perspektive geradezu unwirklich schön erscheint. Der blaue Himmel und die Sonne verstärken den Eindruck, in einer Film- oder Fernsehkulisse herumzulaufen. - Ein Gefühl, das ich auch in den kommenden Tagen nicht ganz loswerde. Auch nicht, als wir über die Brooklyn Bridge hinüber laufen.

Zu Fuß nach Manhattan über die Brooklyn Bridge | pastasciutta.de


Das Ziel die ganze Zeit im Blick, bewegen wir uns auf das One World Trade Center zu, das höchste Gebäude der westlichen Welt.

One World Trade Center | pastasciutta.de

Für ein einfaches Besucherticket muss man sich auf einen Timeslot von 15 Minuten festlegen und pünktlich am Eingang stehen. Jeder Meter bis zum Aufzug ist mit Personal gesäumt, das amerikanisch-freundlich Anweisungen erteilt, wie man einen Schritt vor den anderen setzt.

Der Aufzug an sich ist eine solche Sensation, dass ich sicher bin, etwas Ähnliches würde auch ganz ohne 541,3 m-Wolkenkratzer zum Kassenschlager. In einer Art vierseitigem HD-Monitor wird ein kleines Grüppchen von Besuchern in weniger als einer Minute auf die untere der drei Observatoryebenen geschossen. In dieser kurzen Zeit läuft auf dem High-Tech-Screen, in dem man sich gerade befindet, die Baugeschichte von Lower Manhattan ab.

Ziemlich beeindruckt tritt man aus dem Sky-Pod in einen dunklen Raum und folgt der freundlichen Anweisung des Personals, sich in einer Reihe aufzustellen. Es folgt eine kurze Ansprache, deren Inhalt ich in dem Moment vergessen habe, als sich zu feierlicher Musik die Vorhänge heben und der Blick auf die Stadt im gleißenden Sonnenlicht frei wird. - Holla! Ganz kurz habe ich Tränen in den Augen, aber das kommt sicherlich nur vom Licht.

Dann darf man sich auf den Observatory-Ebenen amüsieren, raus kucken, Vorträgen lauschen, Sachen kaufen, essen, trinken... Entertainment ist eine amerikanische Erfindung. Selbst, wenn Manhattan Dir zu Füßen liegt, heißt das ja nicht, dass man nicht noch einen Burger essen oder einen Latte trinken kann.

Manhattan, Hudson River, New Jersey | pastasciutta.de


Manhattan von oben ist viel mehr, als ich eigentlich verarbeiten kann. 

Manhattan, East River, Brooklyn | pastasciutta.de


Aaah, Brooklyn, das kenne ich! Da habe ich übernachtet, bevor ich am Morgen nach Manhattan kam.


Weil der Ritt mit dem Aufzug wirklich eine Sensation ist, gibt es hier einen kleinen Einblick. Man muss sich dabei nur vorstellen, nicht vor einem Bildschirm zu stehen, sondern von HD-Monitoren umschlossen zu sein. Die Rückfahrt ins Erdgeschoss ist übrigens nicht weniger beeindruckend!


Bald erzähle ich, was ich noch in New York erlebt habe und was es zu Essen gab.

Mehr über den Grund meiner Reise gibt es in Pastasciutta in New York City - Teil 1

Und in Teil 3 gibt's dann endlich was zu Futtern.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Pastasciutta in New York City - Teil 1

Warum ich nach New York flog - Billy Joel im Madison Square Garden


Die Versuchung ist groß, dieses Blogpost mit New York State of Mind zu überschreiben. Aber Pop Songs zu zitieren ist billig. Sogar, wenn es sich um Klassiker handelt, die von einer lebenden Legende geschrieben wurden. Doch tatsächlich war es genau diese Legende, die mich in die USA gezogen hat. Billy Joel ist so sehr New York wie die Bläck Fööss Kölle sind. Und ich finde Billy Joel schon großartig, seit ich ihn erstmals auf meinem Radiowecker hörte, - damals, als man noch vom Radiowecker für die Schule geweckt wurde.

In der Kölner Sporthalle habe ich ihn dann 1990 gesehen (mit Rainald hingefahren, der das Auto von seinen Eltern ausgeliehen hatte) und in der Dortmunder Westfalenhalle 1994. Irgendwann hieß es, er ginge nicht mehr auf Tour, spiele nur noch im Madison Square Garden (was inzwischen nicht mehr stimmt, er tourt wieder!). Seit 2013 spielt Billy Joel dort jeden Monat ein Konzert vor ausverkauftem Haus und ich stelle mir vor, wie bewegend es sein muss, dieses New Yorker Urgestein auf seinem ureigenen Spielplatz zu erleben.

Der Lieblingsmann machte die Reise möglich, indem er mich einlud und die Tickets noch vor dem offiziellen Vorverkauf bei einem deutschsprachigen Portal erwarb, nicht über das offizielle Ticketportal. Mutig, oder? Na ja, wir kauften früh, und so hatte ich reichlich Zeit mir Sorgen zu machen. Die Tickets kamen und kamen nicht. Man hört ja so viel über Sachen, die man im Internet kauft... Wir flogen in die USA und am Ende erreichten uns die Tickets einen Tag vor dem Konzert. Wir ließen sie an der Rezeption des Hotels ausdrucken. Da stand dann sogar der Schriftzug von Ticketmaster drauf. - Ganz ehrlich, so richtig erleichtert war ich erst, als wir den Madison Square Garden von innen sahen!

Wie vom Veranstalter dringend empfohlen, stiegen wir mehr als eine Stunde vor Konzertbeginn an der Pennsylvania Station aus der U-Bahn und stellten uns vor der legendären Arena in die Schlange. Die Türen öffneten sich pünktlich und das New Yorker Publikum bewegte sich geschmeidig, ohne jede Drängelei in die Lobby und durch den Sicherheitscheck. Kurzes Durchatmen, wir sind drin! Und dann ging es ähnlich zivilisiert und locker über zehn Stockwerke mit Rolltreppen auf die Galerie. Ein freundlicher Opa empfing uns, als wären wir seine persönlichen Gäste. Er zeigte uns die Plätze in einer der Lounges, erzählte von den Billy Joel Konzerten, ermunterte uns, Essen und Trinken an den Platz zu holen, uns in der Lounge frei zu bewegen und das Konzert zu genießen. Platz hatten wir wirklich genug, denn das Abteil auf der Galerie war nicht einmal annähernd voll. Doch die Halle wollte sich ebenfalls nicht füllen. Noch, als es wirklich unmittelbar losgehen sollte, herrschte zu unseren Füßen gähnende Leere.

Geht's bald los? Madison Square Garden kurz vor dem Konzert


Wir hatten uns inzwischen mit Bier und Snacks versorgt. Der Lieblingsmann zog später noch mal los, um weiteres Zeug zu kaufen, während ich versuchte, lieber jeden Moment von der Arena und der Atmosphäre einzusaugen. Es stellte sich heraus, dass der ganze Madison Square Garden voll von Futterkrippen und Imbissbuden ist und das einheimische Publikum sich wohl, bis es wirklich los geht, mit Essen und Trinken vergnügt. In der Halle selber geht der Spaß dann weiter.

Snacks im Madison Square Garden | pastasciutta.de


Erlaubt sind außerdem Handys und kleine Fotoapparate, nur keine Stative oder Profi-Ausrüstung. Der Sicherheitscheck am Eingang ist zwar sehr schnell und unaufdringlich, aber aufwändige Elektronik würde wahrscheinlich doch auffallen. Freundlicherweise stellt der Madison Square Garden sogar kosenloses Wifi zur Verfügung. So postete ich noch während der Veranstaltung ein Foto, auf dem absolut nichts zu erkennen war. Man stelle sich einfach vor, da unten singt Billy Joel und ich sehe durch meine Freudentränen hindurch ungefähr dieses Bild.

Billy Joel, irgendwo da unten | pastasciutta.de


Etwas mehr über das Konzert am 19. November 2015 gibt es auf der offiziellen Seite von Billy Joel zu sehen.

Und einen ziemlich umfassenden Überblick bekommt man inzwischen auch bei Youtube über Billy Joel, live im Madison Square Garden, 19. November 2015.


Noch mehr über New York, in Teil 2 meines Reiseberichts.

In Teil 3 geht es vorwiegend ums Essen in New York City

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