Samstag, 28. März 2015

Bloggerplauderei, Pizza mit Lizenz zum Trinken und Bourbon-Karamell-Äpfel mit Pfannekuchen

Bourbon-Karamell-Äpfel mit Pfannekuchen


Wenn es etwas gibt, was praktisch alle Blogger mögen, dann sind es Treffen mit anderen Bloggern. Ein gemeinsames Hobby verbindet und man hat sich immer was zu erzählen. Das ist bei Briefmarkensammlern sicherlich nicht anders. Besonders schön ist es, wenn eine der Lieblingsbloggerinnen in der Stadt ist und Hunger auf die beste Pizza von Kölle hat.

Barbara vor einer Spielwiese aus Pizza


Klar, dass ich mit Barbara im 485 Grad das Frühlingserwachen, eine letzte Rosa (die bald von der Speisekarte verschwinden wird) und eine schon gut erprobte Rocky Balboa zu mir nahm. Dass Sebastian Georgi neuerdings auch die behördliche Genehmigung hat, nicht allein mit Kohlehydraten aus dem neapolitanischen Steinofen die Stimmung aufzuhellen, trifft sich gut. Mit unserer Lust auf ein Schlücken Sekt und einen schönen Rotwein  waren wir bei dem ausgezeichneten Wein-Experten genau an der richtigen Adresse und es wurde ein feiner Abend.

Als später Überraschungsgast stieß auch noch Bella mit Begleitung zu uns, und ich freute mich, sie kennen zu lernen. So eine kleine Plauderei unter Bloggerinnen führt dann auch dazu, dass ich hier an dieser Stelle mal wieder was Essbares zeige. Irgendwie kriegt man ja doch ein schlechtes Gewissen, den Foodblog so verhungern zu lassen. Heute Nachmittag also, ganz schnell aus großer Lust auf Süßkram entstanden, ganz sicher auch nicht verkehrt zu einer Kugel Eis, denke ich...




Bourbon-Karamell-Äpfel

1 Apfel
1 EL Butter
2 EL Zucker
1 TL Vanilleextrakt
1 Fläschchen Kentucky Bourbon, 50 ml
1 Prise Zimt
1 TL brauner Zucker, Cassonade (Vollrohrzucker geht aber auch)


Einen schönen aromatischen Apfel in feine Spalten schneiden. Butter in einem Topf aufschäumen und die Apfelspalten hinein legen. Bei schwacher Hitze braten, bis die Spalten anfangen ganz leicht zu bräunen. Herausnehmen und beiseite stellen. Zucker in die Butter streuen, bei mittlerer Hitze kurz aufschäumen. Vanilleextrakt und Bourbon hineingießen und ohne zu rühren den Zucker darin schmelzen lassen. Das dauert nicht lange. Mit etwas Zimt und braunem Zucker aromatisieren und umrühren. Die Apfelspalten wieder hinein geben.

Die Apfelspalten in kleine Pfannekuchen füllen und etwas Karamell darüber träufeln.




Montag, 23. März 2015

Foodcamp Franken, wie in Echt





Wer schon die ganze Zeit wissen wollte, wie sich das Foodcamp Franken anfühlt, Simon Ruschmeyer hat es in wunderschönen Bildern festgehalten. Genau so war das nämlich. Ich bin begeistert über diese schöne Erinnerung und dass ich sie hier teilen kann. - Danke, lieber Simon, das ist viel großartiger, als ich es sagen kann.


Freitag, 20. März 2015

Geistreiche Fragen

Man sollte schon stutzig werden, wenn die Leute einen nach den Trinkgewohnheiten fragen. Aber mich hat ja keiner gefragt. Deswegen antworte ich ganz unbefangen. – Interessiert das jemanden?

Mehr zu den nachfolgenden Fragen und noch mehr Antworten gibt es bei Paul Huizing.

Was ist dein liebster Drink?

Den Lieblingsdrink habe ich nicht. Aber ich mag trockene Martinis, klassische Gimlets, nahezu jede Spirituose, die mit Zitronensaft gemixt wurde, Frozen Margarita (straight, nicht Strawberry), Negroni… Für Kräuterliköre habe ich eine Schwäche, aber ich trinke sie nur ausnahmsweise gemixt, meist eher pur oder auf Eis. (Bier und Wein lasse ich mal außen vor, das würde den Rahmen sprengen.)

Man könnte vielleicht einfach sagen, ich mag Drinks.

Wann hast du das erste mal Alkohol getrunken?

Das dürfte sehr früh gewesen sein. Meine Eltern ließen mich immer alles in winzigen Mengen probieren. Die Hausbar war damals gut gefüllt und mir schmeckte absolut alles. Sogar die Pralinen in der rosa Glitzerverpackung, die alle anderen Kinder iiiiigitt! fanden, schmeckten mir. Wir besuchten Winzer und verbrachten unsere Urlaube in Frankreich, hauptsächlich mit Essen und Wein trinken. Sowas bleibt irgendwie hängen. – Allerdings dachte ich nie daran, mehr als das erlaubte Schlückchen zu mir zu nehmen. Wahrscheinlich, weil meine Eltern und auch meine Großeltern keine große Sache daraus machten. Das Zeug war lecker, aber ich hatte bis zum Beginn meines Studiums keine Vorstellung davon, wie es ist, betrunken zu sein.

Welchen Drink hast du am meisten bereut?

Immer den letzten. Ich vertrage nicht viel und ich feiere gern. Die Sache mit der Dosierung ist also schwierig.

Bar oder Kneipe?

In Kneipen habe ich mehr Zeit verbracht, als mir in diesem Leben zusteht. Irgendwann in meiner Jugend habe ich mal einen Kerl aus einer Kneipe mitgebracht, mit dem trinke ich heute noch. Aber wir gehen inzwischen beide lieber in Bars.

Champagner oder Schaumwein?

Winzersekt ist toll, Cava macht irre viel Spaß, Cremant schmeckt nach Luxemburg und nach Elsass… - Manche Cremants schmecken mir sogar besser als Champagner.. Aber das Original aus Frankreich ist halt doch das Original und ein Vollrausch kleiner Schwips mit richtigem Schampus fühlt sich unvergleichlich an.

Mit wem würdest du gerne trinken?

Am liebsten trinke ich mit meinen besten Freunden. So lange sie noch mit mir trinken, bin ich ein glücklicher Mensch.

Bei wem würdest du gerne trinken?

Klar das Übliche, berühmte Bars und so. Aber ganz wahnsinnig würde ich mich freuen, wenn ich noch einmal auf einen Myrtenschnaps zu Giovanna Voria könnte.



Wie sieht deine Home Bar aus?

Ich hab keine, weil ich selten und wenig zu Hause trinke. Bei mir stehen ein paar Flaschen in der Vorratskammer. Für das Foto habe ich sie extra hervorgekramt und entstaubt. Ein guter Calvados, den ich immer mit der ollen K. trinke, wenn sie mal hier vorbei schaut und ein Selbstgebrannter aus dem Hunsrück, in einer alten Becherowkaflasche, sind wahrscheinlich die einzigen Besonderheiten.
Hellen Rum, Schwedischen Wodka, Sherry und guten Wermut brauche ich ebenso in der Küche wie zum Trinken. Kräuterliköre, Tequila und Gin, - eher Grundversorgung als Hausbar.



Beschreib deine Eiswürfel.

Kürzlich habe ich neue Silikonformen für relativ kleine Eiswürfel gekauft, zirka 2,5 cm x 2,5 cm. Davor habe ich jahrelang diese Plastikbeutel zum Selberfüllen benutzt, fand die aber nie richtig toll. Generell mag ich kleine Eiswürfel, weil sie schneller den Alkoholgehalt von Drinks runtersetzen. Manche sagen auch „verwässern“.

Das mit den Silikonformen ist allerdings recht anstrengend für die Daumen.

Was ist deine Gin-&-Tonic-Empfehlung?

Bevor das mit dem Gin-Hype losging, vor etwa zehn Jahren, habe ich mal bei einer Freundin Bombay Sapphire getrunken und fand den seitdem immer toll. Dann habe ich einige bekannte Ginsorten probiert und fand die auch alle toll. Doch Bombay Sapphire in der blauen Flasche schmeckte mir immer noch am besten. Bis heute liebe ich das fein komponierte Aroma, bei dem man nicht nur Wachholder im Mund hat.

Doch beim G&T hat sich neuerdings ein Produkt aus Köln-Kalk auf meiner persönlichen Hitliste durchgesetzt. Obwohl der Sünner Gin pur recht rustikal rüberkommt, macht er sich im Longdrink überraschend gut. Derzeit mein absoluter Liebling, zusammen mit Fevertree Indian Tonic.

Wie bekämpfst du deinen Hangover?




Eier und Speck und Fachinger. Nichts schlägt Eier und Speck und Fachinger.

Ach so, und bei mir heißt das immer noch Kater. Wer je von einem Kraftpaket wie diesem per Steptanz auf dem Kopfkissen geweckt wurde, der weiß, woher dieser Ausdruck stammt.

Montag, 9. März 2015

Dachschaden

Roggenbrot, 100% rheinisch


Mein Sauerteig hat sich nach nur wenigen Wochen zu einem verlässlichen Partner entwickelt. Die meiste Zeit schläft er vollkommen unauffällig im Kühlschrank. Aber wenn er mit dem guten rheinischen Mehl gefüttert wird, dann darf er auch auf die Heizung, und da blubbert er dann so richtig temperamentvoll vor sich hin.

Gestern sollte der Rest des Roggenmehls endlich verbraucht werden. Weizenbrote oder Mischbrote mit höherem Weizenanteil sind mir eigentlich lieber. Deshalb blieb von der ersten Bestellung bei der Mühle reichlich Roggenmehl übrig. Das Mehl habe ich ungefähr so verarbeitet wie immer, mit dem Unterschied, dass Roggenmehl nicht lange geknetet werden muss. Um es mir möglichst einfach zu machen, habe ich den Teig eher feucht gehalten und dann in einer Kasten-Brotform gebacken, - mit einer Lage Haferflocken auf dem Boden, weil ich noch kein rechtes Vertrauen in die Antihaftwirkung der Form hatte. Beim Gehen im Backofen zeigte der Teig dann gleich eine solche Dynamik, dass ich fürchtete, er könnte über den Rand steigen und aus der Form tropfen. Daher verzichtete ich auf das Einstreichen mit Wasser.

Und so kam es zu diesem wunderschönen Dachschaden. Die Oberfläche trocknete zu einem festen Deckel, unter dem sich die aufsteigenden Gase sammelten und einen Hohlraum bildeten. - Dachschaden eben! Beim nächsten Mal also wieder schön mit Wasser einpinseln.

Das Brot schmeckt trotzdem sehr gut. Mir gefällt, dass es so schöne große Poren hat, obwohl es nur aus Roggenmehl, Wasser und Salz besteht.

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