Dienstag, 1. Dezember 2015

Pastasciutta in New York City - Teil 1

Warum ich nach New York flog - Billy Joel im Madison Square Garden


Die Versuchung ist groß, dieses Blogpost mit New York State of Mind zu überschreiben. Aber Pop Songs zu zitieren ist billig. Sogar, wenn es sich um Klassiker handelt, die von einer lebenden Legende geschrieben wurden. Doch tatsächlich war es genau diese Legende, die mich in die USA gezogen hat. Billy Joel ist so sehr New York wie die Bläck Fööss Kölle sind. Und ich finde Billy Joel schon großartig, seit ich ihn erstmals auf meinem Radiowecker hörte, - damals, als man noch vom Radiowecker für die Schule geweckt wurde.

In der Kölner Sporthalle habe ich ihn dann 1990 gesehen (mit Rainald hingefahren, der das Auto von seinen Eltern ausgeliehen hatte) und in der Dortmunder Westfalenhalle 1994. Irgendwann hieß es, er ginge nicht mehr auf Tour, spiele nur noch im Madison Square Garden (was inzwischen nicht mehr stimmt, er tourt wieder!). Seit 2013 spielt Billy Joel dort jeden Monat ein Konzert vor ausverkauftem Haus und ich stelle mir vor, wie bewegend es sein muss, dieses New Yorker Urgestein auf seinem ureigenen Spielplatz zu erleben.

Der Lieblingsmann machte die Reise möglich, indem er mich einlud und die Tickets noch vor dem offiziellen Vorverkauf bei einem deutschsprachigen Portal erwarb, nicht über das offizielle Ticketportal. Mutig, oder? Na ja, wir kauften früh, und so hatte ich reichlich Zeit mir Sorgen zu machen. Die Tickets kamen und kamen nicht. Man hört ja so viel über Sachen, die man im Internet kauft... Wir flogen in die USA und am Ende erreichten uns die Tickets einen Tag vor dem Konzert. Wir ließen sie an der Rezeption des Hotels ausdrucken. Da stand dann sogar der Schriftzug von Ticketmaster drauf. - Ganz ehrlich, so richtig erleichtert war ich erst, als wir den Madison Square Garden von innen sahen!

Wie vom Veranstalter dringend empfohlen, stiegen wir mehr als eine Stunde vor Konzertbeginn an der Pennsylvania Station aus der U-Bahn und stellten uns vor der legendären Arena in die Schlange. Die Türen öffneten sich pünktlich und das New Yorker Publikum bewegte sich geschmeidig, ohne jede Drängelei in die Lobby und durch den Sicherheitscheck. Kurzes Durchatmen, wir sind drin! Und dann ging es ähnlich zivilisiert und locker über zehn Stockwerke mit Rolltreppen auf die Galerie. Ein freundlicher Opa empfing uns, als wären wir seine persönlichen Gäste. Er zeigte uns die Plätze in einer der Lounges, erzählte von den Billy Joel Konzerten, ermunterte uns, Essen und Trinken an den Platz zu holen, uns in der Lounge frei zu bewegen und das Konzert zu genießen. Platz hatten wir wirklich genug, denn das Abteil auf der Galerie war nicht einmal annähernd voll. Doch die Halle wollte sich ebenfalls nicht füllen. Noch, als es wirklich unmittelbar losgehen sollte, herrschte zu unseren Füßen gähnende Leere.

Geht's bald los? Madison Square Garden kurz vor dem Konzert


Wir hatten uns inzwischen mit Bier und Snacks versorgt. Der Lieblingsmann zog später noch mal los, um weiteres Zeug zu kaufen, während ich versuchte, lieber jeden Moment von der Arena und der Atmosphäre einzusaugen. Es stellte sich heraus, dass der ganze Madison Square Garden voll von Futterkrippen und Imbissbuden ist und das einheimische Publikum sich wohl, bis es wirklich los geht, mit Essen und Trinken vergnügt. In der Halle selber geht der Spaß dann weiter.

Snacks im Madison Square Garden | pastasciutta.de


Erlaubt sind außerdem Handys und kleine Fotoapparate, nur keine Stative oder Profi-Ausrüstung. Der Sicherheitscheck am Eingang ist zwar sehr schnell und unaufdringlich, aber aufwändige Elektronik würde wahrscheinlich doch auffallen. Freundlicherweise stellt der Madison Square Garden sogar kosenloses Wifi zur Verfügung. So postete ich noch während der Veranstaltung ein Foto, auf dem absolut nichts zu erkennen war. Man stelle sich einfach vor, da unten singt Billy Joel und ich sehe durch meine Freudentränen hindurch ungefähr dieses Bild.

Billy Joel, irgendwo da unten | pastasciutta.de


Etwas mehr über das Konzert am 19. November 2015 gibt es auf der offiziellen Seite von Billy Joel zu sehen.

Und einen ziemlich umfassenden Überblick bekommt man inzwischen auch bei Youtube über Billy Joel, live im Madison Square Garden, 19. November 2015.


Noch mehr über New York, in Teil 2 meines Reiseberichts.

In Teil 3 geht es vorwiegend ums Essen in New York City

2 Kommentare:

Claus Schlemmer hat gesagt…

Geil!!!

nata hat gesagt…

Haste recht, Claus. Eigentlich ist es nur geil. :))

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