Donnerstag, 27. August 2015

So sieht Social Media aus: Blogger für Flüchtlinge

Eigentlich wollte ich zu dem Thema gar nichts schreiben, aus vielerlei Gründen. Ich fühle mich dazu nicht berufen und es wird schon zu viel dummes Zeug geschrieben und gesagt. Im Gegensatz zu vielen aus meiner Bubble komme ich nicht mit Asylgegnern in Kontakt, was vielleicht Zufall ist. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich diesen Kontakt nicht suche.
Dass diese virtuellen Schulhofschlägereien weder sinnvoll noch klug sind, beschreibt hier Robin Mesarosch sehr schön. Sich für einen kurzen Moment sehr überlegen fühlen, weil man glaubt, für eine gute Sache zu pöbeln, reißt nur noch tiefere Gräben auf.
Es gibt bei diesem Thema auch nichts Grundsätzliches zu diskutieren. Wer seine Heimat verloren hat oder dort nicht mehr leben kann, den kann man nicht am Grenzzaun sterben oder auf dem Mittelmeer ertrinken lassen. Dass wir in solchen Fällen Schutz gewähren, gehört zu unserer Kultur und zum Menschsein, denke ich.

Dass die Notleidenden dieser Welt seit einiger Zeit massenhaft Einlass begehren, mag manch einen überfordern. Gerade die Bilder der jüngsten Zeit vermitteln den Eindruck, die Flüchtlingsboote kämen über den nächsten Baggersee und die Flüchtlingstrecks endeten unmittelbar vor der eigenen Haustür. Wenn man mit diesen Bildern alleine vor dem Fernseher sitzt, kann man leicht dem Glauben erliegen, dass das alles zu viel wird. Wer hingegen den Hass und die Gewalt sieht, die sich gegen das Lindern von bitterster Not richten, verliert den Glauben an die Menschheit. Doch tatsächlich muss niemand alleine die Probleme der Welt lösen. Das ist es vielleicht, was unbedingt noch gesagt werden müsste.
Über die Balkanroute landen täglich hunderte Flüchtlinge in Passau. Die Zeit beschreibt, wie die Bewohner damit umgehen.
Wahnsinnig viele Menschen bringen sich ein, opfern Zeit, spenden Geld, geben Essen, Kleider, Spielzeug; lindern Not. Eine Welle der Hilfsbereitschaft geht durch Europa. Selbst in den echten Brennpunkten, wie Süditalien, der Türkei oder Griechenland sind die Hilfsbereiten in der Überzahl.
Aus diesem Grund gibt es hier und jetzt doch einen Eintrag zu diesem Thema. Menschen, die helfen, sind der Grund. Den Helfern mehr Beachtung zu schenken als den Zerstörern, ist dringend notwendig. Und den Anlass liefert eine Initiative von Bloggern, die bereits in den ersten Tagen wahnsinnig viel bewegt hat.

Das Logo taucht derzeit in sehr vielen Blogs auf. Buchstäblich über Nacht entstanden und genauso schnell mit einer Riesenspendensumme am Start. Innerhalb von drei Tagen wurden über 22.000 € gesammelt, und es geht noch weiter. So sieht nämlich Social Media aus.


Schon seit geraumer Zeit hat Jörg eine kleine Gruppe von Flüchtlingen unter seine Fittiche genommen. Die Männer aus unterschiedlichen Ländern warten darauf, dass über ihr Schicksal entschieden wird. Bis dahin lernen sie mit Jörgs Hilfe, sich am Niederrhein zurecht zu finden.

Wie Sachspenden an die richtige Adresse kommen, weiß der Stern: Versandkostenfrei Spenden an Flüchtlinge schicken

Noch mehr Menschen, die Gutes tun, im Stern: So unterstützen Deutsche Flüchtlinge

Mit einer beispiellosen Infrastruktur an Hilfsangeboten ist das Erzbistum Köln in unserer Region automatisch vor Ort, praktisch überall. Über das Netzwerk der Kirche kommt Hilfe schnell an die richtige Stelle: Aktion neue Nachbarn.

Dazu auch das Domradio: Flüchtlingshilfe

Der Spiegel: Welcome to Germany. Locals Step In to Help Refugees in Need
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Die Zeit: Wie kann ich Flüchtlingen helfen?

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