Samstag, 11. Juli 2015

Flotter Wolfsbarsch für zwei oder drei Blogger

Blog-Event CX - Flotter Dreier (Einsendeschluss 15. Juli 2015)

Es wird mal wieder Zeit, etwas Sinnvolles mit diesem Blog zu machen. Genau genommen wird es sogar Zeit, überhaupt irgendetwas damit zu machen. So richtig sinnvoll finde ich Sachen, die mit anderen Bloggern zu tun haben und Blogs mit einander verbinden. Zorra ist ja das Mutterschiff dieser Verbundenheit, da sie unermüdlich Events veranstaltet, durch die Blogger sich zumindest virtuell kennen lernen.

Wer das Internet wirklich nutzt und nicht nur gelegentlich "einschaltet", der weiß, dass dieses Virtuell vom Real Life gar nicht so weit entfernt ist. Zorra ist nicht nur meine Freundin, sondern durch sie habe ich auch Isabel getroffen (kuckstu hier, hier und hier), die mir inzwischen ebenfalls ans Herz gewachsen ist. 

Die Gastgeberin des aktuellen Events in Zorras Kochtopf ist Dorothée, die in München Bushcooks Kitchen betreibt. Sie hält den inoffiziellen Rekord im Besuchen kulinarischer Veranstaltungen und neben ihrer atemberaubenden Kochbuchsammlung gilt ihr Interesse besonders der feinen Küche und den Menüs. Weil Bushi vermutlich jeden Foodblogger auf diesem Planeten schon einmal persönlich getroffen hat, dachte sie gleich an ein gemeinsames Kochen, also wieder etwas ganz Verbindendes. - Was der eigentliche Sinn des Bloggens ist.

Ich war in letzter Zeit mit vielen anderen Dingen sehr beschäftigt. Daher musste Isabel mich ein wenig anstubsen, damit ich auf diese Idee mit dem Menü aufspringe. Die Suche nach einer dritten Partnerin hat sie auch gleich übernommen und so ist das Sommermenü gemeinsam mit Christiane entstanden, die sich in ihrer Schabakery auf Süßes spezialisiert hat.

Vorspeise von Ko(ch)lloquium


Isabel hat mit ihrer Ajo Blanco eine samtig-kühle Vorspeise in frischen Farben vorgelegt. - Was wirklich toll ist, wenn man an einem heißen Sommertag in einem Garten unter Bäumen sitzt. Ich habe mir also überlegt, was ich gerne danach essen würde und war gleich bei gegrilltem Lammfleisch mit grünen Bohnen und Kartoffelgratin. Weil die nette Frau Blatzheim vom Wochenmarkt aber gerade in den wohlverdienten Urlaub entschwunden ist, kam die Sache mit dem einzig wahren Lammfleisch nicht in Frage, und anderes möchte ich irgendwie nicht. Ich probierte ein superleckeres Sommergericht mit Rumpsteak, Büffelmozzarella und gebratenem Gemüse, doch der Teller sah eher aus wie ein Sommergewitter.

Sommergewitter mit Gemüse | pastasciutta 2015


Dann gibt es kein Zurück mehr. Es ist Freitag, letzte Gelegenheit für ein Foto! Ein Fisch muss in die Grillpfanne und das Hauptgericht steht fest. Es schmeckt nach Urlaub und nach Mittelmeer, und es passt gut hinter die samtige Suppe von Isabel. Ihre Farben, Grün und Weiß tauchen auch auf meinem Teller wieder auf. So kann man kaum glauben, dass unsere Küchen gute 120 km von einander entfernt liegen.

Wolfsbarsch mit Basilikummayo | pastasciutta 2015



Gegrillter Wolfsbarsch mit Basilikummayo, Gemüsesalat und Röstkartoffeln

für 2 Personen

für die Kartoffeln:

2 Portionen Kartoffeln - die können höchst unterschiedlich ausfallen, wie ich weiß, 250 g pro Person sind aber realistisch
Erdnuss öl oder Olivenöl
Salz

für den Gemüsesalat:

ca. 250 g Blumenkohl
ca. 300 g grüne Bohnen
ca. 3 Frühlingszwiebeln
3 EL Sherryessig
4 EL Olivenöl
Salz

für den Fisch:

2 Wolfsbarsche (je etwa 500g)
1 Zitrone
Maldon Sea Salt
Gochugaru (koreanisches Chili)

für die Mayo:

100 ml Sonnenblumenöl
eine handvoll Basilikumblätter und etwas Petersilie
1 kleine oder halbe Knoblauchzehe
1 Eigelb
Salz
Saft einer halben Zitrone



Zuerst die Kartoffeln vorbereiten. Die Kartoffeln waschen, schälen und in Spalten schneiden, mit etwas Erdnuss- oder Olivenöl auf ein Blech in den kalten Ofen geben. Auf 180°C schalten und backen, bis die Kartoffeln goldbraun sind. Gelegentlich wenden, damit alle Seiten mit Öl überzogen sind. Vor dem Servieren salzen.

Kartoffelspalten aus dem Ofen | pastasciutta 2015


Für den Gemüsesalat den Blumenkohl waschen, in Röschen teilen und blanchieren. Die Bohnen putzen, kochen und abschrecken. Das lauwarme Gemüse mit Essig, Öl und Salz vermischen. Frühlingszwiebeln putzen, in feine Ringe schneiden und untermischen.

Die Wolfsbarsche ausnehmen und schuppen. Eine gusseiserne Grillpfanne aufheizen und die Fische darauf legen. Sobald das Fleisch an dem geöffneten Bauch beginnt, weiß zu werden, die Fische vorsichtig wenden. Nach etwa 2 Minuten die Pfanne vom Herd nehmen und in den noch heißen Ofen stellen. Bei etwa 160° C noch zehn Minuten im Ofen lassen. Danach probieren, ob der Fisch gar ist, ansonsten weiter im Ofen gar ziehen lassen.

Zu dem Fisch zwei halbe Zitronen in die Pfanne geben. Sie werden dabei leicht bräunen und später einen leckeren Saft abgeben, wenn man sie über den Fisch träufelt.

Während der Wolfsbarsch im Ofen ist, eine Basilikummayo anrühren. Dazu zunächst ein Basilikumöl mixen. Das Öl in einen Mixbecher geben, Basilikum, Knoblauch und Petersilie hinzufügen und mit dem Mixstab pürieren. Dann in einer großen Schüssel ein Eigelb mit etwas Salz verrühren. Das Basilikumöl zunächst tropfenweise und dann im dünnen Strahl unterrühren. Mit Zitronensaft und Salz abschmecken.

Wolfsbarsch mit Röstkartoffeln, Gemüsesalat, Zitrone  und Mayo servieren. Mit Maldon Sea Salt und Gochugaru (Chiliflocken) bestreuen.

Und danach von Gewürztraminer-Cherry-Macarons träumen, denn die gibt es jetzt bei Schabakery!





4 Kommentare:

Bella hat gesagt…

Liebe Nata, ein Traum!
Ich krieg gerade richtig Hunger...
Sonnige Grüße aus 120 km Entfernung :)

bushcook hat gesagt…

Liebe Nata,

Du hast es verstanden. Für mich gehören zum Bloggen auch soziale Kontakte, gemeinsamer Spaß und gegenseitige Unterstützung. Mich freut es sehr, dass Du dabei bist und gegrillter Fisch ist auch für mich der Inbegriff von Sommer. Vielen Dank dafür.

zorra hat gesagt…

Meine liebste Freundin, das ist aber eine kleine Portion Kartoffeln für dich, oder? ;-)

Das Gewitter darfst du aber auch gerne mal zeigen....

nata hat gesagt…

Huch, da war doch glatt die Zorra in der Warteschleife hängen geblieben! Tatsächlich war der Fisch so riesig, dass einfach nicht mehr Kartoffeln auf den Teller passten. Ob ich mir danach noch einen zweiten teller mit Kartoffeln gegönnt habe, bleibt natürlich mein Geheimnis! ;-)

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