Freitag, 29. Mai 2015

Zwei gehören zusammen - Fisch mit Kartoffeln

Lachs, Kartoffeln, Spargel, Knoblauch, Kerbel


Kochen für den eigenen Appetit ist ein bisschen wie Malen nach Zahlen. Man weiß, wo alles hinkommt, wie es zusammengestellt wird und was da rein gehört. Zu Fisch gehören für mich fast immer Kartoffeln. Diese Kombination ist nicht zu toppen, den ich koche ja für mich. Fisch mit Fritten, Räucherlachs mit Reibekuchen, Matjes mit Pellkartoffeln, Rotbarsch mit Kartoffelsalat... davon kriege ich praktisch nie genug.

Viele Leute haben ein ähnliches Gefühl bei Spargel und Holländischer Sauce. Das gehört für die meisten untrennbar zusammen. - Wobei die Vornehmeren unter uns natürlich "Soß Ollondähs" sagen. Wir einfachen Leute müssen uns um sowas gar keine Gedanken machen, denn uns ist heute Mittag die Butter ausgegangen. So ein armseliger Rest reicht niemals für Sauce Hollandaise. Wenn Du gute Soße willst, dann musst Du klotzen und nicht kleckern. Und wenn Du keine Butter hast, hilft Malen nach Zahlen auch nicht weiter.

Also habe ich für meinen auf der Haut gebratenen Lachs nur ein klitzekleines Hollandsößchen gerührt, aus einem Schlückchen Wein, etwas frischem Knoblauch, Salz, Zucker, Eigelb und einem winzigen Stückchen Butter. Vor dem Anrichten habe ich sie kurz aufgewärmt und mit einem Hauch Curry (so dass man es nicht rausschmeckt) und einen Tropfen scharfem Senf abgeschmeckt. Dann eine Hand voll frischer Kräuter (Kerbel, Schnittlauch, Petersilie) und einen dicken Esslöffel geschlagener Sahne hinien gegeben.



Die Sauce läuft ganz genüsslich über den Lachs, der auf einem Bett aus gebratenem Spargel und dicken Scheiben von Pellkartoffeln liegt. Oben drauf liegt ein bisschen Kerbel und Schnittlauch mit einem Scheibchen gebratenem Knoblauch. Konfettimäßig habe ich Gochugaru und zerriebenen, gerösteten Sesam über den Teller gestreut.

Die rote Valerie

Die Kartoffeln hören auf den Namen Valerie, und wenn man ihnen die Pelle abzieht, dann behalten sie einen ganz zarten rosa Schimmer. Sie wachsen glücklicherweise im Nachbardorf.

Dicke, krumme Spargelstangen

Ebenfalls nur einen Steinwurf von hier wächst derzeit der Spargel. Die Temperaturen könnten zwar etwas freundlicher zu dem bleichen Gemüse sein, aber immerhin kommt er jetzt schon in ordentlichen Mengen aus der Erde. Daher wird auch immer ein Teil als "Klasse III" einsortiert. Worum es sich dabei handlet, sieht für mich jedes Mal anders aus, auch wenn klar ist, dass es sich nicht um die Topmodels unter den Spargelstangen handelt. Dieses Mal waren es ganz schön dicke Stangen mit ganz leicht geöffneten Köpfen.

Da ich den Spargel sowieso in Stücke schneiden und braten wollte, war mir das gerade recht. Für meinen Lachs habe ich die Spargelstücke bei mittlerer Hitze mit etwas Salz in Olivenöl gebraten. Kurz vor Schluss kam der in Scheiben geschnittene frische Knoblauch dazu.

4 Kommentare:

Ti saluto Ticino/Bonjour Alsace hat gesagt…

Ein richtiges Festmahl, so würde mir das auch schmecken! Wobei ich beim Fisch gerne die knusprige Haut mitesse, daher müsste das köstliche Sösschen neben dem Fisch angerichtet werden.

nata hat gesagt…

Danke, Du hast ja sowas von recht, Sabine! Wenn man die Haut mitessen möchte, ist es wesentlich klüger, die Sauce neben den Fisch zu gießen. Ich habe jetzt tatsächlich nur die Stellen mitgegessen, die knusprig geblieben sind, weil keine Sauce darauf war.

Miz Threefivesix hat gesagt…

Was für ein elegantes Tellerchen!

nata hat gesagt…

@Ilse, vielen Dank! Ich hab mir auch Mühe gegeben.

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