Donnerstag, 1. Januar 2015

Neujahrs-Pastetchen - Hier und Jetzt

Hätte ich einen Rückblick auf das vergangene Jahr schreiben sollen? Ich gebe zu, die Fragebögen, die zum Jahreswechsel wieder in allen Blogs auftauchen, reizen mich. Der folgenreichste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? 3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? - Dazu hätte ich wirklich eine Menge zu sagen, denn 2014 war ein aufregendes Jahr für mich. Aber sind wir mal ehrlich, das geht Euch alles nix an. Das ist schließlich nur ein Foodblog!

Deshalb fasse ich mal kurz das Wichtigste zusammen, was nichts mit Essen zu tun hat: Verdammtes Glück gehabt, die besten Freunde aller Zeiten, ein gutes Jahr. Mehr muss man nicht wissen. Das neue Jahr hat bereits begonnen und meine Pläne für die Zukunft sind hier und jetzt wichtiger als ein Blick in den Rückspiegel. Aber am allerwichtigsten ist meiner Ansicht nach immer das Mittagessen:

Thunfisch-Pastetchen mit Erbsen


Es sieht ganz danach aus, als wäre es üblich, Blätterteigpastetchen zu Neujahr zu essen. In den Bäckereien der Region stehen sie kurz vor dem Jahreswechsel immer auf der Theke und danach gibt es sie nicht mehr. Ich habe sowieso den Eindruck, sie sind ein bisschen aus der Mode gekommen. Früher bekam man in jedem Café, das Kaffee und Kuchen servierte, auch Königin Pastetchen. Wenn ich als Kind schon gewusst hätte, dass sie irgendwann mal so gut wie ausgestorben sind, dann hätte ich sicherlich eins probiert. Aber so sind sie mir irgendwie durchgegangen, auch in Belgien. Dort habe ich als Kind mit meinen Eltern viel Zeit verbracht, und dort wurden die Bouchées à la reine wahlweise mit Kalbsragout oder mit Nordseekrabben und Fisch serviert, stets begleitet von einer großen Portion Fritten.

Blätterteig in Ringen auf einen Boden türmen


Zu Hause gab es manchmal Pastetchen mit Thunfisch und ich mochte das sehr gerne. Meine Mutter hatte das Rezept aus der Sammlung Menü und es war so ziemlich das erste Rezept, das ich schon als Kind nachgekocht habe. Angesichts der angespannten Vorratslage nach dem Feiermarathon, ein praktisches Essen zu Neujahr.

Pastetchen, frisch aus dem Ofen


Die Pastetchen habe ich aus ganz hervorragendem Butterblätterteig gebastelt. Dabei handelt es sich um ein Fertigprodukt, das nichts außer Mehl, Butter, Wasser und Salz enthält, und auch entsprechend gut schmeckt.

Für das Ragout brate ich Zwiebeln ganz langsam in Olivenöl mit etwas Butter und Salz an. Dazu kommt etwas Porree und Knoblauch. Wen alles weich ist, kommt der abgetropfte Dosenthunfisch und ein paar Kapern hinein. Sahne aufgießen, mit ganz, ganz wenig Curry (nur als Geschmacksverstärker) und viel schwarzem Pfeffer abschmecken und kurz aufkochen. TK-Erbsen in die heiße Sauce geben und darin nur erwärmen, nicht mehr mitkochen lassen. - Fertig!

Ich wünsche allen Lesern ein frohes und gesegnetes Jahr 2015! 


Neujahrspastetchen mit Thunfisch und Erbsen



12 Kommentare:

sammelhamster hat gesagt…

Nun, ich stimme dir in fast allen Punkten zu. Geht keinen was an. Hauptsache, das Jahr war gut :-D
Allerdings muss ich anmerken, dass auch das Frühstück eine wichtige Rolle spielt!
Und das Stück Kuchen am Nachmittag.
Ach, und natürlich das Abendessen;-)
Aber sonst.....
Gutes 2015 wünsche ich dir.

nata hat gesagt…

Du hast ja so recht, liebe Noémi, vielen Dank! Ich werde das in diesem Jahr alles nicht vernachlässigen.

sammelhamster hat gesagt…

:-D

Miz Threefivesix hat gesagt…

Geht mich vielleicht nix an, aber jetzt hast du mich erst recht neugierig gemacht. Aber mei - die Pastete sieht jedenfalls göttlich aus, man kriegt richtig Lust, diesen Klassiker mal nachzubauen. Königin!Pastete! Ein gutes Neues wünsche ich dir!

nata hat gesagt…

Vielen herzlichen dank, liebe Ilse!

Claus Schlemmer hat gesagt…

Perfekt! Bei mir gehen die Drecksdinger immer ungleichmäßig auf...

nata hat gesagt…

Das ist pure Magie, @Claus. Die werden nur an Neujahr so schön.

Petra Hildebrandt hat gesagt…

Bei meiner Mutter gab es die traditionell zu Weihnachten, mit Ragout fin gefüllt, deine Thunfischversion find eich aber sehr verlockend, wird nachgemacht,

germanabendbrot hat gesagt…

Was für ein hübsches Pastetchen. Ich bin ja nicht so der Blätterteig-Fan. Aber diese Pasteten aus meiner Kindheit würde ich glatt mal wieder essen. Mit Ragout Fin. Oder mit Boeuf Stroganoff. Hach, eine herrliche Retrowelle rollt 2015 über's Land. Und Du hast sie losgetreten :) HAppy new Year!

nata hat gesagt…

@Petra: Freut mich, wenn ich Dich mit Thunfisch-Pastetchen anstecken konnte. Man kann auch Lauch und Kapern weglassen, war in der Originalversion damals auch nicht drin. So ist es aber leckerer.

@Vielen Dank! Bei uns zu Hause gab es eine kleine Fraktion von Blätterteig-Nicht-so-gern-Essern. Für die gab es das Thunfisch-Ragout auch mit Reis.

TraumTheater hat gesagt…

Oh, ich bin ja ein Riesen Fan von Königinpastetchen! Das werde ich bestimmt mal nachmachen :) Sieht wirklich lecker aus. Übrigens: Kompliment an deine Essensfotografierfähigkeiten! Bei mir sieht das immer nicht gaaaaaanz so lecker aus ^^

LG Emma TraumTheater

nata hat gesagt…

@Traum-Theater: Sorry, dass der Kommentar so lange in der Warteschleife hing. Ich hatte ihn nicht gesehen. Und danke für das freundliche Kompliment!

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