Mittwoch, 9. Juli 2014

Früher war immer Sommer

Obsttorte wie früher, als es noch Sommer gab


Beim Wetterbericht kann ich unheimlich gut entspannen. Sobald jemand ernsthaft von Hochdruckgebieten und böigem Wind redet, bin ich weg, keine Konzentration mehr möglich. Diese Vorhersagen gehen zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus. So ist mir dann auch der anhaltende Dauerregen in der Kölner Bucht nicht ernsthaft als Gefahr für meine Geburtstagspläne vorgekommen. Am Montag wäre noch alles möglich gewesen, was mir für Dienstag so toll erschien, Freibad, Fahrradtour, draußen sein. Und dann, gesten Morgen, wurde ich vom Sprühregen geweckt, der auf mein Fenster klatschte. Na, herzlichen Glückwunsch! Was machen wir denn jetzt?

Ein ganz schneller Kuchen musste her, der so richtig schön nach Sommer schmeckt. Dass die Optik dabei ein bisschen altmodisch wirkt, wundert nicht. Schließlich ist Sommer in unseren Breiten ja auch so ein Ding von früher. Diese Obsttorte geht wirklich blitzschnell und ich bin sicher, fast jeder hat den Boden schon einmal gebacken und nach Lust und Laune mit Obst belegt.

Tortenboden

Backofen auf 180° C vorheizen.
Tortenbodenform gründlich mit Butter ausfetten und bis zur weiteren Verwendung in den Tiefkühler legen.

100 g weiche Butter mit 100 g Zucker, 1 Prise Salz und 1 TL Vanilleextrakt schaumig schlagen. Zwei Eier hinein schlagen und gründlich verquirlen. 100 g Mehl mit 1 Msp. Backpulver vermischen und in die Masse rühren. Den Teig nicht lange rühren, sondern in die vorbereitete Form füllen, glatt streichen und in den vorgeheizten Ofen schieben. Etwa 20 Minuten backen. Danach 10 Minuten abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form lösen.

Für den Belag das Obst vorbereiten, zum Beispiel 500 g Erdbeeren, 200 g süße Kirschen, 150 g Heidelbeeren. Den abgekühlten Tortenboden mit dem Obst belegen. Tortenguss mit Apfelsaft aufkochen und mit einem Esslöffel ein bisschen davon über das Obst sprenkeln. Hier wurde etwa die Hälfte des fertigen Tortengusses verwendet, gerade so viel, dass die Früchte einer leichten Windböe standhalten.

Kleine Happen aus Tartelettes au Citron


Dazu eine kleine Erinnerung an die Geburtstage meiner Kindheit, die ich fast alle in Südfrankreich verbracht habe. Zu meinen absoluten Lieblingsdesserts zählte dort die Tarte au Citron, die ich mir bei jeder Gelegenheit bestellte. Noch heute erinnert mich dieser Geschmack wie kein anderer an Urlaub, Sommer, Côte d'Azur und vier Wochen sorgloses Leben.

Zum Glück gab es noch vier vorbereitete Tartelettes, die ich roh, in den Förmchen, eingefroren hatte. In diesem Zustand gingen sie (ohne Hülsenfrüchte oder sonstige Lasten) für 15 Minuten in den auf 200° C vorgeheizten Backofen. In dieser Zeit kann man schnell die Zitronencreme zusammenrühren, mit der die Törtchen dann ein zweites Mal in den Ofen gehen. Normalerweise backe ich das Rezept in einer großen 26 cm Tarteform. Das Rezept blogge ich später mal, wenn ich wieder eine richtig große Tarte gebacken habe.


2 Kommentare:

Sandra / from-snuggs-kitchen hat gesagt…

Erstmal HAPPY BIRTHDAY! Und von so einem Wetter lässt man sich den Tag ja nicht verderben :)

Ich kann mich nur an zwei Geburtstage aus der Kindheit erinnern, die im Regen untergingen - nicht schlecht für Ende Mai :) In den letzten Jahren war es eher durchwachsen. Also stimmt Deine Überschrift "Früher war immer Sommer" ! ;)

nata hat gesagt…

Vielen Dank, liebe Sandra! - Für Ende Mai ist die Tendenz also auch eher schlecht? Das macht wenig Hoffnung. Zum Glück kann man sich wenigstens mit Kuchen trösten.

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