Sonntag, 13. Juli 2014

Fritten, Frikadellen und Fleischfreies am Wochenende

Richtig schöne Wochenenden beginnen schon am Freitag mit einem guten Essen in netter Begleitung. Danach versteht es sich quasi von selbst, dass das Essen am Samstag und Sonntag auch nicht schlechter sein darf. So genehmigte ich mir am Samstag den alljährlichen Frittentest, nur um festzustellen, dass die Agria vom Lieblingsacker so gut wie lange nicht sind, mit einer besonderen Eignung für handgeschnitzte Fritten.

Frikadellen mit handgemachten Fritten


Dazu gab es leckere Metzgerfrikadellen, die den Sonntag nicht mehr erleben durften. Während in Ehrenfeld der Auftakt zum Summer of Supper gefeiert wurde, verputzte ich die letzten kalten Frikadellen. Heute Morgen erschienen dann die ersten Berichte bei Chezuli und Moey's Kitchen. Alles bombig gelaufen, ich freu mich umso mehr auf das Finale, den Abend, den ich mit Jörg Utecht bestreiten werde. - Das wird toll!

Zu Mittag heute mal ein fleischfreies Sonntagsessen. Natürlich nur, um zu sehen, ob die leckeren Kartoffeln auch dafür taugen. Reine Vernunftsache, so ein Kartoffelgratin.

In Wirklichkeit schrecke ich oft davor zurück, weil die Gefahr groß ist, hinterher auf dem Rücken zu liegen und um einen Schnaps zu betteln, weil man glaubt, sonst nie wieder Luft zu bekommen. Ein gutes Gratin ist nämlich kein Kinderkram. Da muss man schon ein paar Kalorien vertragen können. Wichtig finde ich, dass man leckere Kartoffeln nimmt, am liebsten mehlig kochende. Der Geschmack ist aber wichtiger als die Kocheigenschaften. Außerdem mag ich an meinem Gratin, das ich selber zubereite, keinen Käse. Höchstens mal ein bisschen Parmesan, frisch über den angerichteten Teller gerieben. Dass der Knoblauch frisch und wohlschmeckend sein sollte, versteht sich bei diesen Mengen von selbst.

Kartoffelgratin mit Pfannengemüse


Kartoffelgratin
ungefähr für 2 Personen als Beilage (keine Gewähr!)

400 g mehlig kochende Kartoffeln, gewaschen und geschält
4 große Knoblauchzehen (oder mehr)
200 g Bio-Sahne
ca. 200 ml Milch (hängt vom Fassungsvermögen der Auflaufform ab)
ca. 1 TL Salz
geriebene Muskatnuss
(evtl. geriebene Muskatblüte)
schwarzen Pfeffer

Kartoffelnscheiben und Knoblauchstücke


Die Kartoffeln in Scheiben schneiden und dachziegelartig in eine flache Auflaufform legen. Den Knoblauch schälen, hacken und über die Kartoffeln streuen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen, Sahne darüber gießen und mit so viel Milch aufgießen, dass die Kartoffeln gerade eben bedeckt sind. In den kalten Ofen schieben, auf 180°C schalten und nach etwa 1 Stunde wieder rausnehmen. Die Kartoffeln sollten weich sein, die Sahnemischung cremig und die Oberfläche goldbraun.

Fenchelgrün

Dazu passt gebratenes Gemüse aus der Pfanne: Fenchel und Zwiebel in Stücke schneiden und mit etwas Salz in Olivenöl braten. Rote Paprika und Knoblauch in Stücke schneiden und hinzufügen. Zuletzt etwas Wirsing klein schneiden und mit braten. Mit Salz abschmecken. Das Grünzeug vom Fenchel fein schneiden und unter das Gemüse mischen.


4 Kommentare:

Barbara hat gesagt…

Fenchel hilft ja auch beim Verdauen. ;-)

Kartoffelgratin mag ich auch so gerne, scheue mich aber oft davor, weil man danach echt einen Schnaps braucht.

Ich finde es so schade, aber es war zeitlich einfach nicht drin, mit dem Summer of supper. Hätte mich gefreut...

nata hat gesagt…

@Barbara: Hätte mich auch gefreut. Aber ich sehe auch ein, dass man nicht immer mal eben so für ein Abendessen quer durch die Republik jetten kann.

zorra hat gesagt…

Ich koche die Kartoffeln gerne noch schnell in der Milch-Sahne-Mischung auf, so wird der Gratin noch sämiger. Tipp von Giradet.

nata hat gesagt…

@zorra: Das habe ich früher auch schon gemacht. Aber hauptsächlich nur, weil es schneller ging. ;-)

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