Montag, 2. Juni 2014

Tuckern mit Domblick - Das Willygefühl

Die Marina im Rheinauhafen

Modern, weltstädtisch und blitzsauber präsentiert sich Köln im Bereich des Rheinauhafens. Mit der in den letzten Jahren frisch renovierten Toplage kann Köln wirklich angeben. Mitten drin, in diesem größten Stadtentwicklungsprojekt des vergangenen Jahrzehnts, befindet sich seit 1971 ein Sportboothafen. Beim Hafenamt führt eine kleine Treppe hinunter, in eine Welt unterhalb der Kranhäuser, in der gerade alle Urlaub haben und Fremde einander grüßen. 


Bootssteg unterhalb der Kranhäuser

Als ich am Freitag zum ersten Mal über den Steg der Marina laufe, bin ich einigermaßen verwirrt. Wieso erlebe ich das erst jetzt zum ersten Mal? Was würde mich erwarten? Zu meiner großen Überraschung hatte Beatrix Eichbaum mich auf eine Fahrt mit dem Grillkutter Willy eingeladen. Selbst nach dem reflexartigen Blick auf die Homepage hatte ich keine Ahnung, was für ein grandioses Vergnügen das werden sollte.

Malakoffturm

Da wäre ein kleines Schiff mit dem Namen Willy, ehemals im Einsatz auf der Ostsee und absolut hochseetauglich. Und da wäre ein Kapitän, der aus dem ehemaligen Rettungsboot einen Vergnügungsdampfer gemacht hat. Sebastian Morgenstern empfängt mich sehr freundlich, bittet gleich auf das Schiff und offeriert kalte Getränke. Schon bald ist unsere kleine Gruppe vollzählig. Das einzige Kind an Bord wird sogleich in eine Rettungsweste verpackt. Und auch sonst ist alles total sicher, wie uns Kapitän Sebastian erklärt. 

Am Schokoladenmuseum grüßt der hl. Nikolaus

Dann geht es endlich los. Durch den Rheinauhafen tuckern wir gemütlich hinaus und nehmen beim Schokoladenmuseum die Kurve in Richtung Rodenkirchen. Flussaufwärts halten wir uns nahe am rechten Ufer und riechen die Grillwürstchen auf den Poller Rheinwiesen.

Himmel-un-Äd-Bratwürste, Lamm-Aprikose-Bratwürste

Oder sind das unsere eigenen? Auf dem Hochleistungsgrill brutzeln Spezialitäten aus der Südstadt-Metzgerei Hennes: Lamm-Aprikose und Himmel un Äd. Wir können uns wirklich glücklich schätzen. Ach was, wir sind einfach glücklich!

Der Nachwuchs hat das Steuer in der Hand

Das ganze Boot ist voller lachender Menschen. Zwischendurch sehen wir einander an, um uns zu vergewissern, dass die anderen gerade auch begreifen, wie toll das alles ist. Der angenehme Fahrtwind und die leichten Wellen brausen um das Schiff. Das Kind bekommt eine Kapitänsmütze aufgesetzt und darf ans Steuer. Im Hintergrund wird die Stadt von der tief stehenden Sonne angestrahlt und wir kriegen das Grinsen vorerst nicht aus dm Gesicht. Willy, do bes e Jeföhl!

Und leise plätschert der Rhein

Am Südzipfel von Rodenkirchen sieht das Ufer so idyllisch aus, dass man die Millionenstadt im Hintergrund glatt vergessen könnte. Hier kriegen wir die Kurve und nehmen den Dom wieder ins Visier. Auf dem Rückweg vergeht die Zeit viel zu schnell, nicht nur, weil es sich so anfühlt. Flussabwärts schiebt uns der Rhein ein bisschen an und Willy schafft mehr als seine 5 Knoten.

Den Dom stets im Blick

Die Stunden auf dem Rhein klingen noch nach, ganz sicher für eine lange Zeit. Unglaublich bald nach meiner Rückkehr hat Ute Jensen unsere kleine Reise mit rockigen Tönen unterlegt. Unbedingt ansehen!


Vielen Dank, liebe Beatrix Eichbaum und lieber Sebastian Morgenstern, für dieses wunderbare Gefühl, mit Euch über den Rhein zu schippern! Und vielen Dank an alle, die mitgeschippert sind. Es war ein sensationelles Erlebnis!



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