Freitag, 11. April 2014

Karierter Topfen heißt trotzdem Quark
Der Topfengitterkuchen

Quark-Riemchen


5 gute Gründe einen Kuchen zu backen, wenn Du schlecht gelaunt und müde bist:

1. Kuchen backen ist keine intellektuelle Herausforderung.
2. Die Wohnung riecht toll.
3. Du kannst den Kuchen essen.
4. Das Hirn will Zucker und es gibt keinen Grund, dem Hirn etwas zu verweigern.
5. Ist der Gedanke an Kuchen erst mal da, wird er erst wieder weg gehen, wenn der Kuchen gebacken und gegessen ist.

Superfluffiger Quark-Biskuit-Traum


Dieser superfluffileichte Traum von einem Quarkschnittchen spukte mir bei Facebook entgegen und verschwand danach nicht mehr aus meinen hungrigen Gedanken. In Österreich nennt man sowas Topfengitterkuchen und mit diesem Vokabelwissen kann man das Backwerk auch googeln. Dabei stellt sich heraus, dass die Schnitten nirgendwo so luftig und imposant aussehen wie bei Bine kocht, die uns ja überhaupt erst auf den Geschmack brachte. Also nix wie zurück zum Originalrezept.

Für meine 20x20cm Form musste ich die Mengen anpassen. Weil ich keine Präzisionsmessinstrumente besitze, wurde alles auf runde Zahlen gebracht. Macht also 2/5 der Originalmenge beim Biskuit und die Hälfte bei der TopfenQuarkmasse.

Das Ergebnis ist nicht nur optisch eine Ballerina, sondern tanzt auch nährwertmäßig ganz federleicht auf den Teller, mit nicht einmal 10% Fett insgesamt. Man möge mich korrigieren, falls ich mich grob verrechnet habe, ich bin Geisteswissenschaftlerin.

Der Topfengitterkuchen ist außerdem wahnsinnig schnell gemacht. Wenn man sich ein bisschen organisiert und alles parat stellt, ist der Teig im Handumdrehen im Ofen.

Topfengitter Kuchen


Topfengitterkuchen
für eine 20 x 20 cm Form

für den Biskuit:
2 Eigelb
130 g Puderzucker
50 ml Öl
50 ml Wasser
130 g Mehl
1 gestr. TL Backpulver
2 Eiweiß
1 Msp. Salz

für die Quarkmasse:
250 g Quark, 20%
1 Eigelb
35 g Puderzucker
1 TL Vanilleextrakt
1 Eiweiß

Außerdem:
2 Rührschüsseln für Eischnee
2 Rührschüsseln für Teig und Quarkmasse
1 Gefrierbeutel (oder einen Spritzbeutel)
1 großes Glas
1 Schere
Backpapier
Backform, 20x20 cm

Das Backpapier gründlich zerknüllen und wieder glatt streichen. Die Backform damit auslegen und den überstehenden Rand abschneiden.

Die Zutaten auf die Schüsseln verteilen:

  • 2 Eiweiß in eine Rührschüssel, 1 Eiweiß in die andere Schüssel.
  • 2 Eigelb mit Puderzucker, Öl und Wasser in eine Rührschüssel
  • Mehl abwiegen und mit Backpulver vermischen
  • Quark mit Eigelb, Puderzucker und Vanilleextrakt in eine Schüssel geben.


Dann die Eiweiße zu steifem Schnee schlagen, beim Schlagen das Salz hinzufügen.
Die Eigelbe mit Öl und Wasser schaumig schlagen und das Mehl untermischen.
Den Quark mit dem Eigelb zu einer glatten Creme rühren.
Den Schnee aus 2 Eiweiß unter den Teig ziehen.
Das einzelne Eiweiß unter die Quarkmasse ziehen.
Den Teig in die vorbereitete Form gießen.

Einen Gefrierbeutel in ein hohes Glas stülpen und mit der Quarkmasse füllen. Den Beutel schließen. Die äußerste Spitze des Beutels abschneiden und die Masse gitterartig in den Teig spritzen.

Bei 180° C Umluft etwa 35 Minuten backen. Bei mir war es nötig die Temperatur nach 20 Minuten auf 160 °C zu senken, weil die Oberfläche dunkel wurde.



4 Kommentare:

Turbohausfrau hat gesagt…

Was mir im Kopf herumspukt, seit ich bei Bine dieses Rezept gesehen habe: In die Teigstücke hinein ein bissl Marillenmarmelade spritzen! Ich habe sie nach der Veröffentlichung dieses Rezepts getroffen und sie sagte, ihr Mann hatte dieselbe Idee. Irgendwann mach ich das, weil kaum ist mir diese Idee wieder entschwunden, kommst du und fixt mich erst wieder an. :D

nata hat gesagt…

@Turbohausfrau: Ja! Der kann definitiv noch was vertragen. Meinetwegen auch Erdbeermarmelade und Sahne. :o)

Miz Threefivesix hat gesagt…

Mein Hirn hat schon zugeschlagen! Sieht fabelhaft und gschmackig aus.

nata hat gesagt…

@Ilse: Gib ihm Zucker!!!

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