Samstag, 15. März 2014

Kimchi Jjigae - Heißes Zeug!

Kimchi Jjigae


Endlich! Darauf habe ich mich gefreut, seit ich den Entschluss gefasst habe, mein eigenes Kimchi herzustellen. Jetzt endlich konnte ich daraus Kimchi Jjigae kochen, den leckeren Eintopf.

Nachdem der frische Chinakohl mit Salz und Gewürzen drei Wochen gereift war, hatte ich mir das Rezept bereits vorgenommen. Doch leider hatte das Kraut noch nicht die ausgeprägte Säure entwickelt, die für Kimchi Jjigae notwendig ist. Den Schweinebauch, den ich extra gekauft hatte, musste ich auf andere Art verarbeiten.

Kimchi


Inzwischen war ich ein bisschen verunsichert, ob mit meinem Kimchi alles seine Ordnung hatte. Wenn die Säure fehlt oder nur schwach vorhanden ist, dann sind die Milchsäurebakterien wohl nicht ganz fit. Zu befürchten ist dann, dass andere Mikroorganismen die Oberhand gewinnen, - aber wer will das schon? Gestern öffnete ich also nach Wochen mal wieder die Verpackung, die ich mittlerweile doppelt gesichert hatte, weil die Milchprodukte in meinem Kühlschrank durch den Kimchigeruch ungenießbar geworden waren. Doch unter der doppelten Plastikverpackung duftete alles ganz köstlich. Offenbar war das Kimchi weiter gereift und noch immer nicht verdorben. Und auch die Säure hatte sich inzwischen kräftig entwickelt. - Puh!

Schweinebauch in Scheiben


Natürlich diente als Vorlage das Rezept von missboulette, an dem ich nur ein paar winzige Änderungen vornahm, die mir aber erlaubt scheinen. Wie missboulette, brate ich den Schweinebauch in dünnen Scheiben an. Danach wandert das abgetropfte, geschnittene Kimchi in die Pfanne. Spätestens ab diesem Zeitpunkt steht fest, dass mit dem Kraut alles in Ordnung ist, denn es duftet ganz wunderbar, wenn es angebraten wird!

Wie missboulette gieße ich mit Wasser auf und lasse den kleinen, unkomplizierten Eintopf 20-30 Minuten köcheln. In dieser Zeit soll sich das Aroma entwickeln. Weil mein Kimchi nicht so würzig geraten ist, wie ich es mir vorgestellt hatte, helfe ich ihm an dieser Stelle ein bisschen auf die Sprünge.

Vom Porree schneide ich die dunkelgrünen Teile in feine Streifen und koche sie mit. Ganz zum Schluss gebe ich auch noch reichlich gehackten Knoblauch und Ingwer dazu, und lasse ihn nur ein paar Sekunden mitkochen. Mit Zucker schmecke ich nur sehr vorsichtig ab.

Das Gericht ist köstlich! Wie erwartet, ist dies meine bisherige Lieblingsanwendung für Kimchi. Beim nächsten Mal werde ich wahrscheinlich auch noch etwas Gochujang hinzufügen.


3 Kommentare:

missboulette hat gesagt…

hehe...milchprodukte (offene packungen) und kimchi passen wirklich nicht zusammen. deine minimalen änderungen sind gemäß des selbsternannten kimchi-jjigae- dogma erlaubt. wenn ein kimchi nicht scharf genug ist, nehme ich auch sowohl gochugaru als auch gochujang. und lauch und knobi sind selbstredend überall erlaubt.
nata, ich wage zu behaupten, dass du dich in korea sehr wohl fühlen wüdest. kimchi jjigae sehe ich aufgrund der "extremen" aromen eher nicht als mainstream geeignet. dass dir diese art der kimchiverwertung am meisten zusagt erstaunt (und erfreut) mich. bist halt 'ne fortgeschrittene. hast du schon kimchi pancakes probiert? sollte dir auch schmecken.

Ti saluto Ticino/Bonjour Alsace hat gesagt…

bei mir gärt... bzw. gärt hoffentlich eine kimtschi Variante nach der Art von missboulette im Kühlschrank. Ich bin gespannt, wie das Thema ausgeht und werde berichten....

nata hat gesagt…

Liebe missboulette, das Essen würde mir in Korea ganz sicher schmecken, da habe ich gar keinen Zweifel! Aber, da ich nicht sehr reisefreudig bin, danke ich Dir umso mehr für Deine wunderbaren Rezepte, Fotos und Beschreibungen. :))

Liebe Sabine, auf Dein Kimchi bin ich schon sehr gespannt. Bitte vergiss dabei nicht die Kimchi-Herausforderung von Foodfreak.

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