Dienstag, 17. April 2012

Anfängerknödel



Höchstwahrscheinlich stehe ich kurz vor der Erlangung des Knödel-Diploms. Oder des kleinen Latinums für Knödelkunde. Mit meinem heutigen Mittagessen habe ich jedenfalls wieder eine Etappe hinter mich gebracht.

Allgemein gelten Semmelknödel nicht als schwierig, und das kann ich nun auch bestätigen. Die Klöße aus massakrierten Brötchen könnten sogar als ausgesprochene Anfängerknödel durchgehen. In meiner persönlichen Knödelgeschichte kamen sie trotzdem erst nach den Halbseidenen, nach den gekochten Kartoffelklößen, nach den Serviettenklößen, nach den Püreegnocchi, nach den klassischen Gnocchi und nach den Spinatknödeln dran. Der Grund dafür ist ganz einfach zu erklären: Anders als in Süddeutschland, gibt es hier nicht an jeder Ecke Knödelbrot zu kaufen. Und in meinem Haushalt bleibt so gut wie nie Brot übrig. - Außer manchmal, also heute. In den vergangenen Tagen hatte ich immerhin 200 g trockene Brötchen gesammelt und zum Trocknen in Stücke geschnitten. Leider habe ich erst hinterher gelesen, dass dünne Scheiben besser sind.

Semmelknödel 

200 ml. Milch aufkochen und mit Salz, Pfeffer, Muskat kräftig würzen.
Die Milch etwas abkühlen lassen und 1 Ei hineinrühen.
200 g trockene Brötchen in Stücken (oder besser: in dünnen Scheiben) in eine Schüssel geben und mit der Eiermilch übergießen. Mit einem Teller oder Folie abdecken und 20 Minuten stehen lassen.


Die Masse ganz leicht durchmengen und zu 5 Knödeln formen. Jeden Knödel einzeln in Klarsichtfolie wickeln und fest verschließen. Die Folienpäckchen in ganz leicht siedendes Wasser geben. Die Hitze auf kleinste Stufe reduzieren und einen Deckel auflegen. 20 Minuten ziehen lassen. Die Knödel sofort aus der Folie befreien.



Heute Mittag gab es dazu Sauerkraut à la Crème mit Möhren. Weil ich der Ansicht war, das Foto seit nicht besonders schön, versuchte ich es nach dem Mittagessen mit einer kalten Portion auf einem neuen Foto, sogar mit Dekorationsschnittlauch. Leider hatte sich der Knödel beim Abkühlen ungleichmäßig zusammengezogen und sah reichlich verbeult aus. Beim Abendessen war dann alles wieder schön: In Scheiben geschnitten und in Butter gebraten, - mehr muss ich nicht sagen, oder?

4 Kommentare:

Wilde Henne hat gesagt…

Menno, ich sollte nicht kurz vor dem Ins-Bett-Gehen noch solche Sachen lesen... Jetzt knurrt mein Magen wieder.

Heike hat gesagt…

Herzlich willkommen!

Wolke-Siebe hat gesagt…

Deine Knödel sehen ganz lecker aus,
doch ich finde das "Machen" recht
kompliziert. Wieso in Folie packen und spezielles Knödelbrot?
Bei uns gibts (wegen meiner Männer) jede Woche einmal Semmelknödel: Ich kaufe am Vortag Semmeln - am nächsten Tag werden sie geschnitten und mit Eiermilch übergossen nach ca. 1 Std. gebe ich ca. 3 EL Mehl und etwas Petersilie dazu , vermenge alles und forme die Knödel die sogleich ins leicht kochende Wasser kommen -nach 20 min. sind sie fertig!!! Die Folie lässt die Knödel ja gar nicht richtig aufgehen!
Pobiers doch mal so!
Ganz herzliche Grüße aus dem Niederbayerischen Knödelland schickt dir,
Doris

nata hat gesagt…

@Wilde Henne: So ist das halt mit Food Blogs. Aber dankeschön!

@Heike: Danke!

@Wolke-Siebe: Ja, eigentlich sollten die Klopse vollkommen nackig zu Wasser. Aber die Brötchen waren ja nicht fachmännisch geschnitten. Daher war die ganze Angelegenheit ein bisschen heterogen. War also nur ne Notlösung, wenn auch nicht die schlechteste.

Knödelbrot würde ich vielleicht schon kaufen, wenn es hier welches gäbe. - Brötchen bleiben ja nie übrig ;o)

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