Mittwoch, 28. Dezember 2011

Versuch der Versuchung



Noch so eine Sache, auf die ich schon lange neugierig war. Wie das wohl schmeckt? Wirkliche Bedenken hatte ich allerdings nicht. Es handelt sich immerhin um einen schwedischen Weihnachtsklassiker. Jedes Essen, das so gründlich erprobt wurde, dass es eine ganze Nation zu Weihnachten auf den Tisch bringt, muss gewisse Qualitäten aufweisen, da bin ich mir sicher. Und außerdem: Janssons Versuchung besteht im Wesentlichen aus Kartoffeln, Sahne und Fisch. Das sind doch gleich drei Lieblingsleckerli auf einmal! Ähnlich wie beim Eggnog fehlte mir auch hier die Idee, wie es schmecken muss. Daher habe ich mich dem Wesen dieses Auflaufs mal auf Verdacht hin angenähert.


Janssons frestelse
Zwiebeln schälen und in Streifen schneiden und langsam in der Pfanne anbräunen.
Mehligkochende Kartoffeln schälen und in Stifte schneiden. In eine flache Auflaufform geben und mit Pfeffer, Salz und Muskat würzen. Eine Mischung aus Sahne und Milch darüber gießen.



Die gebratenen Zwiebeln und die schwedischen Anchovisfilets (eingelegte Sprotten) auf die Kartoffeln schichten.
Eine Schicht Kartoffelstifte darauf betten. Milch und Sahne mit Salz und Pfeffer würzen und darüber gießen. Paniermehl darüber streuen und das Ganze mit Butterflöckchen krönen.
Bei 180° C etwa eine Stunde in den Ofen schieben.


Sonntag, 25. Dezember 2011

FROHE WEIHNACHTEN!



Wie schmeckt das Zeug? Diese Frage bewegt mich schon lange und sie macht mich fast wahnsinnig.

Seit vielen Jahren ertrage ich im Fernsehen kaum etwas anderes als amerikanische Comedyserien. Und da begegnet einem immer wieder dieser kalte Eierpunsch, den die Amerikaner zu Weihnachten trinken. Eggnog wird offenbar fertig im Supermarkt erworben und zu Hause aus Pappschachteln in eine Schüssel gegossen. In den Weihnachts-Specials schöpft sich dann jeder etwas mit der Suppenkelle in seine Tasse. Daher dachte ich viele Jahre, Eggnog sei ein heißes Getränk und mit Eiergrog oder Eierpunsch vergleichbar.

Heute habe ich zum ersten Mal nach einem Rezept gefahndet und dabei gelesen, dass Eggnog am besten eiskalt schmeckt. Eierpunsch und Eiergrog versuche ich dann mal im nächsten Jahr.

Eggnog
1 Eigelb mit 2 El. Zucker verrühren
200 ml Milch
1 El. Sahne
1 Tl. Vanilleextrakt hinzufügen und mit den Schneebesen über einem heißen Wasserbad schaumig schlagen. Durch das Wasserbad dickt das Eigelb die Flüssigkeit kaum merklich an. Das Getränk wir dadurch sehr schaumig und cremig. Wer es noch ein bisschen dicker und schaumiger mag, nimmt einfach das ganze Ei.

Das Getränk im Wasserbad runterkühlen und danach für 30 Minuten in den Tiefkühler setzen. Einen Schuss Rum (ich habe Havana Club genommen) oder Whisky hinein geben und ein bisschen Muskat darüber reiben.


Und wie schmeckt es? - Also, wenn man Vanillepudding mit Sprit nicht grundsätzlich ablehnt, kann das Zeug die Familienfeier ganz schön aufmischen, würde ich sagen... Frohe Weihnachten!

Samstag, 17. Dezember 2011

Wir bauen was mit Bratkartoffeln


Die Gruppe von vier Türmen erstreckt sich beinahe über das gesamte nutzbare Gelände und schließt im Westen mit Lammfleisch ab. Als Materialien wurden Kreuzkümmel, Rotwein, Zimt, Zwiebeln und Möhren verwendet. Die ausführenden Firmen waren dabei nicht an Rezepte gebunden. Nach Abschluss des letzten Bauabschnitts begrenzt nun eine Anlage aus Wirsinggemüse die Fläche zur Straße hin. Weitere Begrünung, wie urspünglich vorgesehen, findet in Abstimmung mit dem Flächennutzungsplan voraussichtlich nicht statt.
Für die Türme wurde weitgehend einheitliches Material verwendet. So besteht die Boden- und Deckenkonstruktion aus schwimmend ausgebackenen Kartoffelscheiben. Dazwischen befindet sich Kartoffelmasse mit gebratenen Zwiebeln und ausgelassenem Speck. Die unterschiedliche Höhe der Türme kommt durch unterschiedliche Geschosshöhe zustande, wobei die Anzahl der Geschosse gleich bleibt.

Heikes Blog Event hat mich ein bisschen ins Grübeln gebracht. Immerhin mache ich die besten Bratkartoffen der Welt. Das darf ich in aller Bescheidenheit sagen, denn ich schreibe den Verdienst nicht mir selbst zu. Meiner Meinung nach liegt es nur an den Kartoffeln. Richtig leckere Bratkartoffeln bestehen aus richtig leckeren Kartoffeln. So einfach ist das. Dazu braucht man dann noch gutes Fett (Erdnussöl, Olivenöl, Butter, Schmalz), guten Speck und  gute Zwiebeln. Ach ja, und Zeit braucht man, denn Bratkartoffeln müssen unbedingt laaaaangsam gebraten werden. Alles andere ist eigentlich Nebensache.

Das Problem an den weltbesten Bratkartoffeln ist jedoch, dass sie nicht besser aussehen als andere Bratkartoffeln.- Klar, die Heike könnte auch stinknormale Bratkartoffeln so fotografieren, dass sie aussehen wie Supermodels. Aber ich kann das leider nicht.



Daher habe ich einfach alle Bestandteile neu zusammengesetzt und einen Turm aus Bratkartoffeln gebaut. Also, eigentlich eher eine Siedlung aus Bratkartoffeltürmen. Sie sind ein bisschen crunchy und dazwischen schön soft und mehlig. Sie schmecken intensiv nach Röstaromen, Kartoffeln, Zwiebeln und Speck. Mit anderen Worten, sie schmecken wie perfekte Bratkartoffeln, sehen aber lustiger aus. Zum geschmorten Lammfleisch mit Wirsinggemüse fand ich sie perfekt.

Bratkartoffeltürmchen

Für die Füllung:
Mehligkochende Kartoffeln kochen und dann stampfen oder durch eine Presse drücken. In der Zwischenzeit Zwiebeln und durchwachsenen Speck so fein wie möglich schneiden. Zwiebeln in Olivenöl langsam anbraten und später den Speck hinzufügen. Kartoffeln, Speck und Zwiebeln mischen, eventuell salzen und mit Butter und Crème fraîche verfeinern.

Für die Scheiben:
Große mehligkochende Kartoffeln schälen und in sehr dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben mit einem Ausstecher in die selbe Form und Größe bringen. In einer Pfanne in Olivenöl (oder Erdnussöl) schwimmend ausbacken und danach auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Türmchen zusammensetzen aus jeweils 5 Scheiben und etwas Püree. Bis zum Servieren im Ofen warm halten.




Damit nehme ich an diesem wunderbaren Blog Event teil:

Bratkartoffeln für Heike

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Babystress und Gewinnerglück

Bald muss das Baby ein Gewerbe anmelden. Langsam geht dieser Job als Glücksfee schon als ernsthafte Arbeit durch. Andererseits springt aber auch keine Kohle für das Baby raus. Gelohnt hat es sich nur für die heute gezogenen Losnummern. Sie haben Glück gehabt, denn sie gewinnen ein Auslandsabo der Zeitschrift Marmite. Ich kann mich ebenfalls glücklich schätzen, denn ich behalte ein Abo für mich selbst.



HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!! Gewonnen haben folgende Teilnehmer:

Peter
Marqueee
prjanik
Gourmet-Büdchen

Bitte meldet Euch (mail) und sendet mir eine Adresse, an die der Verlag die Zeitschrift senden kann.

Vorerst war das die letzte Verlosung. Wir wollen ja nicht dass die Glücksfee irgendwie in Stress gerät.



Dienstag, 13. Dezember 2011

Glücksfee verlost Zauberstab



Die Glücksfee hat ihren Job gemacht. Sie war so gut, als hätte sie nie in ihrem Leben etwas anderes getan.


Nachdem Ihr freundlicherweise Eure wunderbaren Plätzchenrezepte aufgeschrieben und verlinkt habt, habe ich jedem Rezepteschreiber (auch dem, der keine Haselnüsse im Teig hatte) eine Nummer zugewiesen, und zwar ganz einfach in der Reihenfolge der Kommentare. Ausgenommen davon waren nur die Kommentatoren, die ausdrücklich nicht an der Verlosung teilnehmen wollten.


Die Losnummern habe ich auf kleine Zettelchen geschrieben. Dann habe ich eine Glücksfee gesucht.


Unterdessen hat der Kater die Lose sehr gut bewacht.


Die Lostrommel: Ein großes Bonbonglas mit Lichterkette.


Die Glücksfee bei der Arbeit.



Es ist Nummer 7.



Frau Kochschlampe hat einen Braun Multiquick 7 mit Sahnebesen gewonnen. Herzlichen Glückwunsch, liebe Kochschlampe!!! Bitte schick mir Deine Adresse, damit ich sie weiterleiten kann.


Losbude geschlossen!

Vielen Dank für die vielen Kommentare zu den beiden Verlosungen. Die Kommentarfelder wurden bereits geschlossen und weitere Kommentare sollten jetzt nicht möglich sein. Ich weise jedem Teilehmer eine Nummer zu und dann begebe ich mich auf die Suche nach einer Glücksfee. 

Im Laufe des Tages steht der Gewinner des Stabmixers fest. Die Abos werde ich morgen verlosen. - Viel Glück!

Samstag, 10. Dezember 2011

Schokobrot ist Liebesbrot



Es gibt Ideen, bei denen fragt man sich, wieso das jetzt neu ist. Warum ist nur vorher keiner darauf gekommen? Schokobrot ist zum Beispiel so eine Sache. - Hey, das hätten wir doch schon immer machen können!

Die Sache ist so unwahrscheinlich genial, dass sie natürlich nicht von mir stammen kann. Vor ein paar Tagen durfte ich ein paar Häppchen Schokobrot mit meinem Patenkind teilen. Das Backwerk stammte von einem französischen Bäcker in Köln-Lindenthal. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich es niemals probiert hätte, wenn ich selbst den Laden besucht hätte. Aber so, in kindertaugliche Stücke geschnitten, kam der Appetit halt beim Essen.

Das Brot des Meisters war ein bisschen brotiger. Das soll heißen, die Konsistenz glich eher einem einfachen Weißbrot. Mein unschuldiger Nachbackversuch ist hingegen eher wie Blatz/Stuten oder wie man es nennen mag. Vermutlich greift der Profi nicht ganz so beherzt zur Butter.

Das Ergebnis schmeckt extrem gut und ich könnte es mir wunderbar zu einem Sonntagsfrühstück zu zweit vorstellen. Die kleinen Brote sind gerade groß genug, dass sie für zwei Personen reichen. Und man muss sich gegenseitig schon relativ lieb haben, um sowas zu teilen.





Schokobrot / Liebesbrot

150 g Mehl, Type 550
150 ml Wasser
10 g Hefe
miteinander verrühren und 30 Minuten stehen lassen.

Dann 350 g Mehl
1 Tl. Salz
70 g Zucker
50 g Kakao
70 weiche Butter
ca. 175 m Wasser
und 100 g gehackte Zartbitterschokolade (50% Kakao)
mit dem Vorteig verkneten.

Den Teig eine halbe Stunde zugedeckt stehen lassen. Dann in vier Laibe teilen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und eine Stunde gehen lassen. Vor dem Backen die Oberfläche der Brote mit Wasser einpinseln.
Im vorgeheizten Backofen bei 200° C etwa 25 Minuten backen. Unter einem Tuch abkühlen lassen.


Vielleicht können sich Frau Kaoskoch und Martin Schönleben auch so ein Brot teilen. Denn damit nehme ich auch an ihrem Blog Event Schokoladenrezepte für Martin Schönleben teil. Eine wirklich schöne Idee!


Montag, 5. Dezember 2011

Über den Tellerrand

Verlosung - Auslandsabos von Marmite



Die Schweizer speisen mit Niveau. Nicht nur, wenn sie sich in die Alpen zurückziehen, die immerhin 48 Prozent der Landesfläche ausmachen. Auch in den Niederungen wissen die Eidgenossen, wie es geht. Was mittags in Basel auf dem Tisch steht, ist meistens erstklassig und die ganze Welt kriegt es mit.

Wer noch ein bisschen mehr im kulinarischen Universum der Nachbarn schwelgen möchte, dem sei die Marmite ans Herz gelegt. "Die älteste Zeitschrift für Ess- und Trinkkultur" wird seit 1959 verlegt und erscheint alle zwei Monate in Zürich. Das Blatt erzählt Geschichten über Genussmenschen und berichtet von Entdeckungen in der Food-Welt. Schöne Rezepte finden sich nicht nur im Heft, sondern auch in einem Rezeptbüchlein, das außen, auf den Titel geklebt ist. Insgesamt ist das alles sehr sympathisch und ansprechend gemacht.

Freundlicherweise verschenkt der Verlag nun fünf Auslandsabos, von denen ich vier Abos verlosen werde. Das fünfte behalte ich mit großem Vergnügen für mich selbst. Wer also eins von vier Abos gewinnen möchte, ist herzlich eingeladen, hier zu kommentieren. Jeder Kommentar, der bis zum 12. Dezember unter diesem Beitrag hinterlassen wird, nimmt an der Verlosung teil. Der Teilnehmer muss mir im Fall eines Gewinns seine Postanschrift übermitteln, die ich dann an den Verlag weiterleiten werde.

Viel Glück!

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Meine Eimer und ich


In dieser besinnlichen Zeit möchte ich an einen Gegenstand erinnern, der sonst ein Dasein im Schatten fristet. Wer (abgesehen vom unvergessenen Ulrich Roski) weiß einen guten Eimer schon zu schätzen? In kulinarischer Hinsicht erfährt der Plastikbehälter erst recht kaum Anerkennung. Was kommt schon in einen Eimer? Billige Industrie-Mayonnaise, Kartoffelsalat, Sangria...

Für meine ganz persönliche Fressgeschichte spielt der Eimer jedoch eine, sagen wir, ständige Nebenrolle. Als kleines Kind verbrachte ich Sommer- wie Winterurlaub mit meinen Eltern (und manchmal auch Großeltern und Freunden meiner Eltern oder meiner Großeltern) in Belgien, an der Kanalküste. Nach gut drei Stunden Fahrt über beleuchtete Autobahnen erreichten wir einen traumhaften Strand, der auf brutalste Weise mit Hochhäusern zugebaut war. Wenn man sich in diesen Hochhäusern, möglichst in den oberen Stockwerken, oder direkt am Strand, aufhielt, war es wirklich ein Traum.

Die wichtigste und erste Handlung in jedem Urlaub bestand im Erwerb eines kleinen gelben Eimers, der für die nächsten Tage als Strandspielzeug herhalten sollte. Das Eimerchen hatte einen roten Henkel und es enthielt eine ziemlich zähe Pampe aus Schokolade, der man nur mit körperlicher Gewalt beikommen konnte. Es handelte sich um einen Brotaufstrich namens Kwatta, den wir beharrlich auf das fusselige belgische Brot zu schmieren versuchten. Das Zeug war fast schwarz und hatte damals eine ähnliche Konsistenz wie Kaugummi. Ich kann mir nicht erklären, wie wir diese Eimer so schnell leer bekommen haben, aber ich hatte immer reichlich Kwatta-Eimer, um damit am Strand zu spielen. Wenn die Krabbenfischer mit ihren Pferden die Netze durchs Wasser zogen, ging ich mit meinem kleinen Kwatta-Eimer hin, und holte mir frisch gefangene Krabben, die wir in der Ferienwohnung kochten. Nach so vielen Jahren immer noch eine tolle Erinnerung!

Doch irgendwann war Schluss mit den Ferien am Kanal, mit den Krabben und den Eimern. Die Spielverderber von der Firma Kwatta haben ihren Schokoaufstrich gepimpt und frisiert. Heute ist das Zeug streichfähig und wird auch noch in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten. Und natürlich ist das gute Kwatta jetzt viel zu vornehm für den Plastikeimer.



Doch wer braucht schon Schokolade? Mittlerweile begleiten mich ständig kleine grüne Eimer durch mein Leben. Wieviele davon in meiner Wohnung rumfliegen, weiß ich gar nicht. Gelegentlich begleiten sie mich sogar in den Urlaub, zum Beispiel zum Krabbenfischen an der Nordsee, wie ganz oben, im ersten Bild, zu sehen.

Schuld daran sind mal wieder meine Eltern, die mir zum Glück immer wieder Sauerkraut aus dem Elsass mitbringen. Damit habe ich für längere Zeit einen schönen Vorrat im Kühlschrank, brauche nicht einzukaufen und esse tagelang nur Sauerkraut...


Sauerkraut mit weißen Bohnen, Schweinerippchen und Kartoffelpüree.



Sauerkraut mit weißen Bohnen, Schweinebraten und Raclettekartoffeln.

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