Montag, 26. September 2011

Neues von der Lebensabschnittskartoffel


Eine großartige Kartoffel geht zuende. Man kann sagen, dass ich viel Freude mit ihr hatte. Heute nun also das furiose Finale in Form von Gratin. Die Reste vom gestrigen Püree wurden mit Sahne und Crème fraîche geschmeidig gerührt und mit geriebenem Kümmel, Salz, Paprika und Cayenne gewürzt. Außerdem ist noch eine große, fein gewürfelte Zwiebel sowie eine gehörige Menge Comté und Parmesan im Spiel. Diese leicht dekadente Mixtur blubbert bei 180° C so lange im Ofen vor sich hin, bis sie schön golden gebräunt ist.



Dazu gab es heute mittag einen Rest Fleischwurst (montags...), etwas Krautsalat und Tomaten. Und weil das nun doch nicht so ganz das Ende der Kartoffel war, bleibt für morgen immer noch ein Rest.

Das gestrige Kartoffelpüree wurde übrigens von einem wunderbaren Stück Schweinebauch begleitet, der zufällig auch in Süddeutschland auf dem Tisch stand. Wer gerne sehen möchte, wie Schweinebauch mal in Schön aussieht, der findet erstklassige Fotos von wunderschönem Essen bei Heike.

Sonntag, 25. September 2011

Kleine Schweinerei zum Bier

Ich bin ein Fan bayerischer Braukunst. - Habe ich das schon mal erwähnt? Ja, trotz aller Liebe zur Heimat und zum Kölsch, muss ich zugeben, dass die Bayern wirklich was vom Bier verstehen. Daher freue ich mich jedes Jahr auf die Oktoberfestzeit, wenn in fast allen Supermärkten Oktoberfestbier angeboten wird. Ganz unabhängig von der Wiesn bekommt man ganzjährig beim Getränkehändler eine schöne Auswahl an bayerischen Bieren. Auch solche, die ich ohne Zögern als meine Lieblingsbiere bezeichnen würde, wenn dann die anderen Biere nicht alle wieder beleidigt wären. Ebenfalls das ganze Jahr über beliefern uns die Bayern mit ihrem Weißbier, das ich allerdings nur in der alkoholfreien Variante schätze.



Das passende Fleisch dazu beziehe ich aus dem Oberbergischen, denn von dort bringt es der freundliche Uwe Söntgerath zum hiesigen Wochenmarkt. Das Fleisch schmeckt so gut, dass ich liebend gerne auch die fetten Teile verspeise und nichts wegschneide. Als ich den Landwirt kürzlich fragte, weshalb das Fleisch von seinem Hof so gut schmeckt, meinte er, es läge am Futter. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung von Schweinehaltung, denke aber, dass es ganz ähnlich ist wie beim Kochen. Wenn Du nur gute Sachen reingibst, kommt auch was Gutes raus. 

Und so wurde aus einem wunderschönen Stück Bauchspeck (weder geräuchert noch gepökelt) ein kleines Festessen. Das Fleisch habe ich etwa eine Stunde in sanft siedendem Salzwasser ziehen lassen. Danach habe ich die Schwarte eingeritzt und das gute Stück bei 180° C in den Backofen gegeben, bis die Kruste schön knackig war. Zwischendurch streute ich ein wenig grobes Meersalz und Kümmel auf die Kruste. Natürlich hätte man alles noch mehr würzen und marinieren können. Aber bei derart gutem Fleisch freue ich mich eher über den unverfälschten Geschmack.

Zu meinem großen Glück fand sich in der hintersten Ecke des Tiefkühlers noch ein kleines Portiönchen Kalbsfond. Daraus habe ich mit braungebratenen Zwiebelwürfeln und braunem Zucker eine kleine Sauce gekocht.
Dazu gab es Kappessalat, den ich ungeschickterweise ein bisschen zu süß und ebenfalls mit Kümmel abgeschmeckt hatte. Und natürlich ein Püree aus einer einzigen Kartoffel. So viel dazu, was bisher aus diesem Kartoffeltier wurde. Der Rest vom Püree wird morgen verarbeitet.

Samstag, 24. September 2011

Pasta # 47 Wie es eigentlich nicht gemacht wird


Da habe ich wohl alles ganz falsch gemacht. Gestern komme ich vormittags mit frischen Sardinen nach Hause und beginne gleich damit, Kochbücher zu wälzen. Mir ist so nach Pasta mit Sardinen und ich bin ganz sicher, dass das ganz einfach geht. Denkste! Die klassische Zuebeitungsart ist nämlich bei den Italienern in Stein gemeißelt. Man nennt es Pasta con le Sarde und das kann nicht jeder so machen wie er will, wo kämen wir denn da hin? Alle Kochbücher, die ich zurate ziehe, teilen mir mit, dass ich neben frischen Sardinen besser auch noch eine Staude Fenchel und ein paar Pinienkerne gekauft hätte. Wenigstens Rosinen wären ja im Haus, aber das nutzt mir jetzt auch nichts mehr, denn ich habe Hunger.


Ich kehre also zu meinem urspünglichen Plan zurück und bereite das Gericht so einfach wie möglich zu.
Während ich die Sardinen filettiere, blubbert die Pasta im Kochwasser, dicke Spaghetti No.12 von De Cecco. Die Filets wandern zum heißen Olivenöl in die Pfanne. Ich brate sie auf der Hautseite an und wende sie auch später nicht. Dann kommt etwas Knoblauch hinzu, grob zerstoßener Fenchelsamen (aus dem Teebeutel) und Salz. Mit gerade so viel Tomatenpüree auffüllen, dass die Sardinen knapp bedeckt sind und ganz kurz aufkochen lassen. Glatte Petersilie grob zupfen und zur Sauce geben. Spaghetti tropfnass in die Sauce geben.

So schnell steht ein Teller voll Urlaub auf dem Tisch. Fischstäbchen gehen vermutlich auch nicht schneller. Und die ganz simple Version von Sardinenpasta schmeckt wirklich gut.

Inzwischen meldet sich auch meine persönliche Expertin für Fragen der Italienischen Küche, weil ich sie um Rat gebeten hatte. Die Freundin des guten Geschmacks schlägt ein Rezept mit Fenchel, Pinienkernen und Rosinen vor. Sie weiß halt wie's geht.

Mittwoch, 21. September 2011

Bei welchem Bauern kaufen Sie denn Ihre Kartoffeln?


Fragen über Fragen... Seit zwei Tagen frage ich mich zum Beispiel, was ich mit diesem Kartoffelmonster anfangen soll. Die mehligkochende Agria lag mit ihren Freundinnen zusammen im Netz und es war mir beim Kauf gar nicht aufgefallen, dass ich mir fast schon einen Untermieter mit nach Hause nehme.

Noch mehr Fragen gibt es bei 356 Days. Die Ilse weiß schon gar nicht mehr, woher sie die Fragen hat und sucht noch nach dem Urheber.  Ich mache so lange schonmal mit den Antworten weiter.

1. Welche Art von Fertiggerichten isst du oder schmecken dir?
Obwohl ich so gut wie gar keine Fertiggerichte verwende, bin ich nicht grundsätzlich dagegen. Meiner Meinung nach soll jeder essen, was ihm schmeckt. Ich mag zum Beispiel Hering in Tomatensauce und andere Fischkonserven ganz gerne. Ich kaufe auch Ajvar als Fertigprodukt, weil ich hier nie gute, frische Paprika kriege.Im Bild sieht man die Ausnahme. Eine kleine Gärtnerei im Ortsteil Königsdorf zieht Paprika.



2. Verwendest Du beim Kochen Hilfsprodukte wie z.B. ***Ze-Fix oder Soßenpulver?
Normalerweise koche ich meine Fonds selber. Allerdings habe ich null Probleme damit, auch gekörnte Brühe zu verwenden, wenn gerade nichts anderes im Vorrat ist. Hingegen würde ich niemals fertige Fonds aus dem Glas verwenden, denn die finde ich scheußlich.


3. Verwendest Du “Convenience”-Produkte wie z.B. vorgeschnippelte Salate aus der Tüte oder Tiefkühl-Gemüsemischungen?
Tiefkühlerbsen und Spinat aus dem Froster sind okay, auch wenn Frischware, gerade beim Spinat, wesentlich besser schmeckt.


4. Läßt Du Dich durch Werbung beim Einkaufen “inspirieren”?
Hehe, eigentlich denke ich nein, aber wenn ich ehrlich bin, dann schon. Neulich habe ich mich wie ein Kind gefreut, als ich eine Packung Plätzchen im Supermarktregal fand, die ich zuvor in der Fernsehwerbung gesehen hatte. Die Plätzchen waren tatsächlich sehr lecker.

5. Bist Du einzelnen Marken treu oder eher experimentierfreudig?
Wahnsinnig viel Markenware kaufe ich eigentlich nicht. Ich esse viel Gemüse vom Wochenmarkt, backe mein Brot häufig selbst, da spielen Marken keine übermäßig große Rolle. Für Pastasciutta-Gerichte nehme ich Buitoni oder De Cecco.




6. Welchen Stellenwert haben Bio-Produkte für Dich?
Bio allein ist kein Grund. Regional und frisch geht eindeutig vor Bio. Trotzdem bekomme ich das hochwertigste und schmackhafteste Obst und Gemüse sowie den feinsten Käse auf einem Demeter Hof.


7. Was ist dein wichtigstes Grundnahrungsmittel?
Pasta, Kartoffeln, Brot, - die Reihenfolge ist nicht festgelegt. Am liebsten sind mir jedoch die Kartoffeln, denn die wachsen quasi vor meiner Tür in bester Qualität.


Dienstag, 20. September 2011

Der Film

Das wär doch gar nicht nötig gewesen... Den wunderbaren Tag mit Staatl. Fachingen hätte ich sowieso auf ewig in guter Erinnerung behalten. Aber nun kommt auch noch der Film! Das heißt, eigentlich ist er schon da, nämlich bei Youtube.

Wir sind alle darin verewigt, die Blogger Barbara, Juliane, Zorra, Marie und Peter. Aber auch Frank Buchholz, der mit uns gekocht hat, sowie Sabine und Nadine von der Agentur Ketchum Pleon. Überhaupt nicht zu sehen ist Stefan Riesberg, denn der hat den Film gemacht. - Mir gefällt das Werk sehr gut, auch wenn ich mir selber darin nicht so wahnsinnig gut gefalle. Ich habe mir jedenfalls fest vorgenommen, in meinem nächsten Film wieder nüchtern aufzutreten.

Bei der wunderschönen Kulisse handelt es sich übrigens um die Kölner Malzfabrik.



Montag, 19. September 2011

Ausgefallen

Zwei Jahre pastasciutta, und beinahe hätte es keiner gemerkt. Ich muss zugeben, dass mir das Datum gestern kurz mal in den Sinn kam, aber dann habe ich nicht weiter darüber nachgedacht. Zur Zeit stehen einfach andere Dinge im Vordergrund. Dieser putzige schwarze Kerl



ist seit einiger Zeit krank und macht mir große Sorgen. Nachdem es zunächst hieß, der Kater sei halt alt, da könne man nicht viel machen, ging es ihm immer schlechter. Die Blutwerte sahen übel aus. Dann fanden wir neue Tierärztinnen, bekamen neue Laborergebnisse, und jetzt schöpfen wir wieder Hoffnung. Bis vor ein paar Tagen dachte ich, dass ich mich von meinem kleinen Freund bald verabschieden müsste. Seit heute Morgen sieht die Welt wieder anders aus. Wenn wir Glück haben, wird der Kater gesund. Daran kann ich jetzt zumindest wieder glauben.

Über den Bloggeburtstag mache ich mir dann im nächsten Jahr wieder Gedanken. Im Grunde hat sich die Tendenz seit dem letzten Jubeltag nicht geändert. Bloggen macht mein Leben schön und ich bin sehr glücklich, dass ich so viele nette Menschen durch das Bloggen kennen gelernt habe.

Für den kranken Kater bringen wir in den letzten Tagen öfter mal ein Fleischopfer. Rohes Rindfleisch findet der Rekonvaleszent nämlich total heilsam, sagt er. Na gut, ich meine, wenn es hilft, dann esse ich eben ein Häppchen mit...

Aus Tatar lässt sich aber auch ein feines warmes Abendessen machen. Das geht blitzartig und macht echt was her.



Steak Tatar auf lauwarmem Kappessalat

Eine kleine Portion Weißkohl in feine Streifen schneiden und mit etwas Öl in einer beschichteten Pfanne bei hoher Temperatur ganz kurz anbraten. Das Kraut aus der Pfanne nehmen, bevor es ganz weich wird, und mit japanischer Sojasauce würzen. Etwas Zucker und japanischen Reisessig hinzufügen und etwas frischen Ingwer darüber reiben. Alles miteinander vermischen.

Tatar zu einem Steak formen und mit einem Tropfen Öl in einer gusseisernen Pfanne von beiden Seiten anbraten. Das Fleisch soll in der Mitte roh bleiben.
Mit Salz und Pfeffer würzen und das Steak auf ein Bett aus Weißkohlsalat setzen.
Mit gesalzenen Kartoffelchips servieren.



Donnerstag, 15. September 2011

Natas Nan [नान] mit Nektarinencurry



Da wollte uns die Frau Tochter wohl ein bisschen an der Nase herum führen. - Als ob man Gerichte mit N erst suchen müsste. Davon gibt es doch soooooo viele! - Na ja, gut, die ersten Kochbücher, die ich zur Hand nahm, um für das Blog Event nachzuschlagen, sagten etwas ganz anderes. Zwei Einträge unter N bei Lafer, einer bei Schuhbeck... Und dann war da noch dieses Kochbuch, bei dem mir erstmals auffiel, dass das Register gar nicht alphabetisch angelegt ist... Lassen wir die Kochbücher also weg und gehen rasch ans Telefon.

Die olle K. entschied sofort, ich müsse Nan backen, indisches Fladenbrot also. Das fängt in der lateinischen Transkription wenigstens mit N an. In der indischen Schrift sieht das so aus: नान  - und es gibt keine richtige Entsprechung zu unserem N, aber wahrscheinlich klingt das gesprochene Wort so, als würde es mit N geschrieben. Rezepte schickte die olle K. noch im selben Moment per Mail. Dazu sollte es ein Curry geben, natürlich vegetarisch, denn richtig gutes Hähnchen vom Bauern bekomme ich nur freitags, auf dem Wochenmarkt. Wenn ich nicht vorgesorgt habe, dann ist auch kein Hähnchenfleisch mehr im Tiefkühler und ich esse eben vegetarisch. Was meiner Meinung nach nicht schlimm ist.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieses Essen war eigentlich nur eine Notlösung, weil ich keine Zeit hatte und einige Zutaten fehlten, die ich gerne dazu gehabt hätte. - Trotzdem hat es sehr gut geschmeckt und das Nan habe ich sicherlich nicht zum letzten Mal gemacht.


Natas Nan mit Nektarinencurry

Nan (frei nach Vincent Klink)

125 g Butter bei kleiner Hitze zerlassen und das Butterfett abschöpfen.
50 ml Milch mit 1 Tl. Trockenhefe und 1 Tl. Zucker mischen und etwas stehen lassen, bis sich Blasen zeigen.
200 g Mehl mit 1 Prise Salz, 1/2 Tl. Backpulver, 1 El. neutralem Öl, 50 g Joghurt (evtl. mehr), und 1 Eigelb mischen und die Milch-Hefe Mischung einarbeiten. Den Teig kneten und zu einer Kogel formen, mit etwas neutralem Öl einpinseln und an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen.


Die Kugel danach in 4 Stücke teilen und zu flachen Fladen auswalzen.Die Fladen nochmal kurz gehen lassen und dann in einer beschichteten Pfanne backen, zunächst bei starker Hitze, dann bei mittlerer Temperatur. Während des Backens die Fladen mit Butterfett bestreichen.



Dazu gibt es ein schnelles kleines Nektarinencurry. Zwiebeln und Kartoffelnwürfel in Butterfett bei mittlerer Temperatur anschwitzen. Sobald die Zwiebeln anfangen, Farbe zu nehmen, kleine Blumenkohlröschen, fein geschnittenen Ingwer und Knoblauch hinzufügen. Zum Schluss die klein geschnittenen Nektarinen zu der Mischung geben.Alles salzen und reichlich Madras Curry darüber streuen. Für einen Moment alles zusammen schwitzen lassen und dann etwas Gemüsebrühe und Kokosmilch aufgießen. Das Curry kochen lassen, bis die Kartoffeln weich sind.

Als besondere Zugabe kommt obendrauf noch eine Mischung aus Ingo Hollands Purple Curry und flüssiger Butter. Das geile Pulver duftet paradiesisch und schmeckt vorzüglich. Leider verliert es seine schöne Farbe, sobald es in wässrigen Flüssigkeiten erhitzt wird. In der Butter bleibt es wenigstens für eine Weile farbig. 



Lecker dazu: ein Mango Lassi aus Magosaft und cremigem Joghurt. Wenn man die Flasche schüttelt, sieht es aus wie Lassi.

Damit hätten wir also die olle K., die das Gericht ausgesucht hat, wir hätten L und M vom Mango Lassi und wir hätten Natas Nan mit Nektarinencurry... KLMNNN! Das ist bestimmt sowas wie ein Royal Flush oder ein Full House, oder nicht?


Es freut mich jedenfalls, dass Arthurs Tochter dieses schöne Blog Event ersonnen hat und dass es mal wieder eine Heimat bei Zorras Kochtopf / 1x umrühren bitte fand. Herzlichen Dank und viele Grüße an Astrid und Zorra!!!


Blog-Event LXXI - Rezepte mit N (Einsendeschluss 15. September 2011)

Montag, 12. September 2011

Arme Retter


Hunger bis unter die Arme? Du musst dringend gerettet werden? - Dann kannst Du Dir nur selber helfen. Was Du jetzt brauchst, ist ein Armer Retter!

Einfach ein bisschen Feta zerkrümeln, mit Ajvar mischen und zwischen zwei Scheiben Vollkorntoast spachteln. Ein Ei mit Milch, Salz und Paprika verkleppern, und den Doppeldecker darin wenden.Das Brot ruhig ein bisschen drücken, damit es sich vollsaugen kann.

In einer beschichteten Pfanne Butter und Olivenöl erhitzen, und das Brot darin langsam goldbraun braten.

Dazu gibt es ein paar Kartoffelscheiben, Petersilie und Knoblauch, alles schön in Olivenöl frittiert und hinterher auf Küchenkrepp abgetropft.


Der kleine Beilagenteller: Tomaten, Joghurt, Petersilie, Hummus, Auberginenpüree.

Mittwoch, 7. September 2011

Fast wie im Fernsehen



Nicht, dass wir es geahnt hätten... Sieger der Topfgeldjäger am 6. September 2011 wurden Heike und Dorothée. Herzlichen Glückwunsch, Ihr Lieben! Das war absolut verdient und haushoch überlegen.

Wie Ihr das hingekriegt habt, ein Männerteam nach dem anderen zu verschleißen, verdient Respekt! Dabei bewundere ich nicht nur den Instinkt, mit dem Ihr Euch für die richtigen Rezepte entschieden habt. Ihr hattet auch die Nervenstärke, das alles richtig umzusetzen. Am meisten bewundere ich jedoch Eure Organisation, denn daran würde es bei mir am meisten mangeln, wenn ich dort stünde. Dass man sich nicht verzettelt, nicht mehr Herdplatten beansprucht, als vorhanden sind, und vor allem sich nicht gegenseitig ins Gehege kommt, das setzt schon eine Menge voraus.

Die ganze Chose beeindruckt mich nicht nur, sondern sie inspiriert mich sogar. Auf der Fensterbank steht noch ein Teller mit Äpfeln, die ich nicht mehr pur essen mag. Ein Apfelkuchen wäre schön, und so versuche ich es auf die Heike-Art, nämlich umgedreht, mit extra wenig Teig. Mit solchen Tartes konnte das "Blinddate" zweimal punkten.

Von der Vorstellung, dass ich den Kuchen so schön hinkriege wie Heike, verabschiede ich mich gleich mal. Und ganz so klein wie Heikes Siegertörtchen muss mein Apfelkuchen auch nicht sein, denn mein Backofen hat ja Zeit.



Umgedrehter Apfelkuchen
Backofen auf 180° C vorheizen.
Los geht's mit einer unbestimmten Menge Äpfel, die ich wasche und in Achtel schneide. Damit lege ich den Boden einer runden Silikonform (26cm) ganz dicht aus. - So viele Äpfel braucht man also.Die Form wurde vorher großzügig mit weicher Butter eingestrichen.
Auf die Äpfel gebe ich eine dünne Schicht Rührteig aus 125 g Butter, 125 g Zucker, 1 Prise Salz, 3 Eiern und 125 g Mehl.
Dann geht die flache Tarte für 50 Minuten in den heißen Ofen. Hinterher kurz in der Form etwas abkühlen lassen und dann auf eine Platte stürzen.

Für die Topfgeldjäger hätte das Rezept zu lange gedauert. Aber für zu Hause ist das noch immer eine ganz schnelle Angelegenheit.



Dienstag, 6. September 2011

Lauter Lieblingsessen

Mit traumhafter Sicherheit kochten Heike und Dorothée sich durch die ersten Runden. Kein Topf war ihnen zu heiß und keine Herausforderung zu groß. Nur eine einzige Frage konnten beide Bloggerinnen nicht so ganz beantworten. Lieblingsessen? Heike wollte das erstmal näher definiert haben und Dorothée umschrieb ihre liebsten Mahlzeiten mit "alles, was frisch gekocht ist".

Eigentlich wäre es seltsam, wenn man wirklich nur ein einziges Lieblingsessen haben würde. Was sollte das auch sein? Eine Speise, die man jeden Tag essen könnte, wieder und wieder? Oder ein Essen, das man sich zum Geburtstag gönnt? Da wären wir also wieder bei der Definition, nach der Heike gefragt hatte.

Normalerweise pflege ich die Frage ganz einfach mit "Fisch und Kartoffeln" zu beantworten. Erstens, weil es tatsächlich stimmt, und zweitens, weil damit so viele verschiedene köstliche Gerichte gemeint sind. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob Hering mit Pellkartoffeln, Fish and chips oder Steinbutt mit Kartoffelgratin, - Hauptsache der Fisch ist frisch und die Kartoffeln sind lecker zubereitet.

Darüber hinaus und nebenbei gibt es noch viele weitere Lieblingsessen, und ich bin froh, dass ich mich nicht für eins davon entscheiden muss. Im Grunde handelt dieser Blog ja von nichts anderem.

Doch auch die liebsten Mahlzeiten anderer Blogger lassen mir keine Ruhe, und so hat mich das chinesische Auberginenrezept von Barbara kürzlich erst um den Schlaf gebracht. Spät am Abend hatte ich es entdeckt und es gab praktisch keine andere Möglichkeit, als bis zum nächsten Tag mit dem Nachkochen zu warten. Inzwischen habe ich den Wok schon zwei Mal für Barbaras Auberginen heiß gemacht, und es steht fest, dass es sich dabei auch um eins meiner Lieblingsessen handelt. Danach könnte ich süchtig werden oder ich bin es bereits. Vielleicht ist das ja die Definition von Lieblingsessen?



Die chinesischen Auberginen heißen im Original "Auberginen mit Fischgeschmack" und Barbara erklärt auch, warum das so ist. Dabei kommen diese Auberginen ganz ohne Fisch, Fischsauce oder sonstigen Fischgeschmack aus. Das Gericht braucht nur wenige Zutaten und ist sehr schnell zubereitet.



Erdnussöl (oder anderes neutrales Öl) im Wok erhitzen.
Auberginen in Würfel schneiden und in Erdnussöl frittieren und danach aus dem Öl nehmen und in einem Sieb abtropfen lassen.

1 - 2 Knoblauchzehen fein hacken
und die gleiche Menge Ingwer fein hacken oder reiben.
1 Bund Frühlingszwiebeln schräg in Streifen schneiden.

Sauce vorbereiten aus: 1 Tl. Sambal oelek, 1-2 Tl. Zucker, 2 El. chinesischer Sojasauce, 1 bis 1 1/2 El. chinesischer schwarzer Essig.

Knoblauch, Ingwer und Frühlingszwiebeln kurz im Wok anschwitzen und dann mit den frittierten Auberginen zusammen durch den Wok rühren. Zum Schluss die Saucenmischung unterziehen und kurz aufkochen lassen. Mit dunklem Sesamöl würzen.

Wenn man alles richtig machen will, serviert man die Auberginen wie Barbara, mit chinesischem Reis ohne Salz. Ich habe dazu allerdings thailändischen Bruchreis gegessen, weil ich den so gerne mag.


Und danach sehen wir uns alle die Topfgeldjäger im ZDF an. Heute werden Heike und Dorothée hoffentlich ein dreigängiges Lieblingsessen kochen. - Ganz bestimmt! Ich bin gespannt, wie sie es machen und ich drücke den beiden die Daumen! FINALE!!!


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