Montag, 21. Februar 2011

Verspätetes Weihnachtsessen


Oh, das war gut! Ente gibt es hier viel zu selten. Dabei mag ich das Federvieh so gerne. Und hinterher riecht das Heim wie auch das Gewand so appetitlich fein. Einfach köstlich, ich bin ganz begeistert!

Die Entenbrust war eigentlich als Notfallessen für die Weihnachtszeit gedacht. Falls ich an einem der Feiertage alleine gewesen wäre und ein richtig gutes Essen gebraucht hätte. Man weiß, ja nie... Seit Dezember schlummerte die Brust im Gefrierschrank. Zum Auftauen ging sie gestern Mittag für ein halbes Stündchen in den Ofen (Auftaustufe ohne Temperatur).

Die Haut mit der Fettschicht habe ich rautenförmig eingeritzt. Danach gab es eine schöne Kurpackung mit Sternanis, Szechuanpfeffer, Knoblauch, Ingwer, Honig und Sojasauce. Nach ein oder zwei Stunden macht man die Hautseite, so gut es geht, mit einem Löffel sauber, damit keine Stückchen von der Marinade obenauf liegen, die in der Hitze des Ofens zu leicht verbrennen würden. Dann darf die Entenbrust bei 180° C für etwa 45 Minuten in den Ofen, Hautseite nach oben.

Die Zeit reicht mehr als locker für die Begleitung. Zunächst rühre ich eine Sauce zusammen: Reisessig, Sojasauce, Öl, fein geschnittene Frühlingszwiebeln, Ingwer, fein geschnittene rote und grüne Chili.
Ein paar Gemüse putzen und klein schneiden, und kurz mit etwas neutralem Öl und Salz durch die Pfanne wirbeln. Eine viertel Stunde vor dem Servieren den Basmati Reis kochen.
Sobald die Entenbrust gar ist, sollte sie ruhig noch ein bisschen bei Zimmertemperatur ruhen. Danach kann das Fleisch in Streifen geschnitten werden.
Die Flüssigkeit, in der das Fleisch gelegen hat, etwas entfetten und zum Essen servieren.
Wenn man Glück hat, befindet sich im Kühlschrank jetzt noch etwas selbstgemachte Teriyaki Sauce und frischer Koriander. Dann ist alles so, wie es sein sollte.

Auch wenn von der Entenbrust verständlicherweise keine Reste blieben, habe ich für die neue Woche vorgesorgt: Die Sauce mit Frühlingszwiebeln schmeckt sehr gut zu Reis und Gemüse.

 Dazu: Basmati, Sauce mit Frühlingszwiebeln, Bratensaft.

Sonntag, 20. Februar 2011

Himmlisch erdige Suppe


Was macht man nur mit so einem winzigen Rest Blutwurst? Eigentlich lohnt es sich kaum, das kleine Bisschen in die Pfanne zu werfen. Auf dem Herd steht eine kleine Menge von der leckeren Hühnerbrühe. Dazu kommen gekochte Kartoffeln und ein paar Gemüseschnipsel (Sellerie, Möhre, Lauch) aus dem Tiefkühler. Ordentlich Sahne ran und einmal mit dem Kartoffelstampfer durch den Topf, - schon haben wir ein leckeres, sahniges Kartoffelsüppchen. Gebratene Apfelspalten, goldbraune Zwiebeln und die Blutwurst aus der Pfanne machen daraus eine Himmel un Äd Suppe, für mein gestriges Abendessen.

Samstag, 19. Februar 2011

Computer werden immer wichtiger - Torte aber auch!

Meine Oma war 62 Jahre alt, als der erste Computer in unser Haus einzog.

Zu meinem 15. Geburtstag hatte ich mir einen Commodore 64 gewünscht und tatsächlich von meinen Eltern geschenkt bekommen. Möglich ist, dass meine Oma damals auch noch etwas dazu gegeben hat. Das Gerät wurde an einen alten Fernseher angeschlossen und die Datasette musste nach ein paar Tagen auch noch angeschafft werden. Die Älteren unter uns erinnern sich an die damals revolutionäre Technik.

Wer zu dieser Zeit schon erwachsen war, sagte entweder den sozialen Weltuntergang voraus, weil die Computer alle Arbeitsplätze wegrationalisieren würden. Oder man äußerte eine vage Zuversicht mit den Worten "jaja, das mit den Computern, das wird jetzt immer wichtiger". Woraus sich diese Weissagungen ableiteten, habe ich damals nicht verstanden. Die Sache war einfach viel zu umständlich, denn meinen Computer musste ich mit Befehlen füttern. Stundenlang gab ich Zahlen aus einem Koordinatensystem in die Tastatur ein, nur um kleine Bildchen oder verpixelte Schriftzüge über den Bildschirm fliegen zu sehen.

In den ersten Jahren kannte ich genau einen Menschen, der ein Modem besaß, ein klobiges Teil, das durch Auflegen des Telefonhörers mit der Leitung verbunden wurde. Obwohl mir nicht klar war, wen mein Computer eigentlich anrufen sollte, hätte ich auch gerne so ein Modem besessen. Ich träumte von der Vorstellung, dass alle Computer meiner Schulfreunde miteinander vernetzt sein würden. Ein sagenhaftes Netz von vielleicht zwölf Computern!

Leute wie meine Eltern waren damals etwas jünger als ich es heute bin. Niemand aus dieser Generation hat sich in unserem Umfeld damals für Computer interessiert. Die kleinen Commodores und Ataris waren Kinderspielzeuge. Erst nach ein paar Jahren stellten sich Kleinunternehmer etwas bessere IBM Rechner ins Büro.

Nun wurde meine Oma in dieser Woche 90 Jahre alt und mein Vater feierte in diesen Tagen seinen 67. Geburtstag. Die letzten 28 Jahre sind an der Oma vorbeigezogen, ohne jeden Kontakt zu neumodischem Kram und Internet. Gleiches gilt für meine Mutter und einen großen Teil der Freunde und Bekannten meiner Eltern. - "Computer? Brauchen wir nicht." Mein Vater nutzt den Rechner hingegen in ähnlichem Umfang wie ich es tue.

Ich bin sehr gespannt, auf welche Entwicklung wir zurückblicken, wenn meine Eltern mal 90 werden!


Angesichts zweier Geburtstage gab es doch sicherlich etwas zu Essen, oder?
Klar, das war die erste Tortenschlacht in dieser Woche:
Schokosahne und Eierlikörsahne von Cafe und Konditorei VICTORIA, Alte Str. 37, 50226 Frechen, 0 22 34 - 92 39 48, - richtig klasse!



Zur netten Runde bei meinen Eltern habe ich den Nachtisch mitgebracht: Apfeltarte nach dem Rezept von Dr. Oetker.


Und ein paar kleine Profiteroles, weil das Geburtstagskind sie so gerne mag, gefüllt mit Vanillecreme (Milch, Sahne, Stärke, Vanille, Zucker) und angepinselt mit Schokolade (Dunkle Kuvertüre, Butter und Puderzucker). Der Rohling ist aus ganz gewöhnlichem Brandteig, am Vortag gebacken.

Donnerstag, 17. Februar 2011

Pasta #39 - Kulinarische Entdeckungen einer Achtjährigen

Ein kleines Mädchen streift durch eine Grünanlage. Nach ein paar Schritten liest die Kleine etwas vom Boden auf, wieder und wieder. Dann trägt sie ihre Beute zu einem Mäuerchen und klopft mit einem Stein, den sie ebenfalls vom Boden aufgehoben hat, darauf herum. Was ist das? Etwa etwas zu Essen?

Ich war acht Jahre alt, als ich diese Szene vom Fenster aus beobachtete. Wir verbrachten zum ersten Mal unsere Sommerferien in Südfrankreich und ich hielt Ausschau nach Unterhaltung. Eine Freundin zum Spielen, wäre klasse! Aber eine sachkundige Gleichaltrige, die essbares Zeug vor der Haustür findet, wäre ein Haupgewinn!

Meine Eltern fanden es okay, dass ich vor dem Haus in der Grünanlage spielen wollte, und so zog ich los. Den Blick heftete ich gleich auf den Boden, denn schließlich mußte dort irgendwas Tolles liegen. Was nur? Ich hatte keine Ahnung, wonach ich suchen sollte. Abgesehen von langen Kiefernnadeln lagen überall nur Segmente aus den Zapfen herum. Was hatte es damit auf sich? Dass man diese Zapfenschuppen nicht essen kann, dachte ich mir gleich. Na ja, Probieren kostet nix. Erst mal eine schöne Stelle auf dem Mäuerchen zum Draufrumhauen suchen und dann ausprobieren.

Was ich auch versuchte, die Klopperei brachte kein Ergebnis. Erst als Sophie auftauchte, kam Licht in den Pinienhain. Das Mädchen aus der Grünanlage hatte mich ebenfalls beobachtet und zeigte mir nun den Schatz vor meinen Füßen: Unglaubliche Mengen von Pinienkernen lagen überall unter den Bäumen. Man musste nur sehr genau hinsehen, weil die kleinen Nüsschen gut getarnt waren. Eine schwarze puderige Schicht umhüllte die harte Schale. Sophie zeigte mir, wie man die Pinienkerne mit Hilfe eines Steins öffnete.

Für diesen Urlaub hatte ich eine Freundin gefunden. Dass wir nicht die gleiche Sprache sprachen, war eher aufregend als problematisch. Nur am Tag vor unserer Abreise ließ ich mir von meiner Mutter etwas auf einen Zettel schreiben, um mich von Sophie zu verabschieden. Leider kam es dabei zum ersten Mal zu Schwierigkeiten in der Verständigung. Ich glaube, meine Mutter musste das später aufklären.

Pinienkerne erinnern mich immer an diesen Urlaub, an Sophie und daran, dass es Orte gibt, an denen Pinienkerne kostenlos und massenhaft auf der Erde herumliegen. - Einfach so!

Die andere Sophie hat mir gestern mit ihrer Schwärmerei gehörig Appetit gemacht. Und so kam es zu diesem Mittagessen: Pasta mit Brokkoli, eingelegten Tomaten und Pinienkernen. Das Gemüse habe ich knapp gar gekocht und dann in einer Mischung aus Butter und Sahne geschwenkt, mit etwas Knoblauch, Salz, Pfeffer und Muskat. Danach wurde es mit der heißen Pasta und den in Streifen geschnittenen Tomaten gemischt. Ein paar geröstete Pinienkerne und Parmesanspäne darüber, - und fertig!

Montag, 14. Februar 2011

The Versatile Blogger


Ein neuer Blog Award erreicht mich zum richtigen Zeitpunkt. Fotos von meinem Essen habe ich gerade nicht zu bieten, viel Zeit zum Einkaufen und Kochen auch nicht. Lilly aus der Mini-Küche hat mich mit diesem Preis bedacht und ich freue mich sehr darüber. - Vielen Dank, liebe Lilly!

Obwohl ich die Idee solcher Awards klasse finde, weil dadurch auch weniger bekannte und neue Blogs eine Chance bekommen, kann ich mich nicht so ganz an die Spielregeln halten. Das Reglement sieht nämlich vor, dass ich 15 Blogs benenne, die ich erst in jüngster Zeit entdeckt habe. - Tut mir leid, das kriege ich echt nicht hin. Es ist wohl eher so, dass ich nicht so schnell etwas Neues entdecke, sondern vielmehr der Masse hinterherlaufe. Daher lese ich im Prinzip die Blogs, die sowieso gut vernetzt sind. Normalerweise finden sich diese auch in meiner Blogroll wieder.

Trotzdem bin ich gerne bereit, sieben streng geheime Geheimsachen über mich zu verraten:
  1. Morgens brauche ich dringend etwas Heißes zu trinken, am besten Darjeeling.
  2. Nach meinem Magen kann man die Uhr stellen.
  3. Mäkelige Esser gehen mir unwahrscheinlich auf die Nerven.
  4. Zu süß gibt es nicht.
  5. Ich könnte jeden Tag Pastasciutta essen.
  6. Manchmal finde ich den Heimweg nicht, dafür aber immer etwas Gutes zu essen.
  7. Ich mag Menschen, die einen gesunden Appetit haben.
The Versatile Blogger - Die Regeln:
Danke der Person, die dir den Award gegeben hat und verlinke sie in deinem Post.
Erzähle uns 7 Dinge über dich.
Gib' den Award an 15 kürzlich entdeckte, neue Blogger.
Kontaktiere diese Blogger und lass' sie wissen,
dass sie den Award bekommen haben.

Freitag, 11. Februar 2011

Zum Einweichen und Abhaken



Im Winter gibt es keine grünen Bohnen. Bei mir ist das einfach so, weil das schon immer so war. Bei uns zu Hause gab es das Gemüse, wenn es gerade Saison hatte. Ware aus der Dose oder dem Tiefkühler war nicht sonderlich beliebt.

Einige wenige Male bekam ich es bei meiner Oma mit sauer eingelegten Bohnen zu tun. Die klein geschnippelten "Fitschbunne" werden hier, im Rheinland, milchsauer vergoren und erstaunlicherweise in nicht unerheblichen Mengen in Plastiktüten verkauft. - Meine Begeisterung ist kaum noch zu zügeln, wenn ich dieses Zeug nicht essen muss.

Natürlich liegen auch im Februar frische grüne Bohnen in den Geschäften, und ich will das auch niemandem madig machen. Trotzdem schweift mein Blick gleich weiter, wenn sowas in Reichweite kommt. Meist nehme ich gar nicht wahr, dass Hülsenfrüchte im Winter irgendwo rumliegen.

Volle Aufmerksamkeit bekamen hingegen die Dörrbohnen, die ich immer wieder in schweizer Supermärkten liegen sah. Unattraktive schwarze Späne, in durchsichtigen Plastiktüten zu 100 g abgepackt. - Wie die wohl schmecken? Robert präsentierte sie schon ein paarmal bei lamiacucina und sie sahen dort gar nicht schlecht aus. Robert ist allerdings schlauer als ich und nimmt kein chinesisches Supermarktzeug, sondern eidgenössische Bioware.

Aus den Winterferien habe ich nun ein Tütchen mitgebracht und ausprobiert. Die Bohnen werden einfach über Nacht in kaltem Wasser eingeweicht und am nächsten Tag in Gemüsebrühe gekocht. Ich habe die Brühe hinterher abgegossen und die Bohnen in Knoblauch und Butter geschwenkt. Dazu gab es Emmentaler-Frikadellen und Kartoffelpüree.

Nun warte ich auf August oder September, bevor ich wieder grüne Bohnen esse.

Bohnen, in Wasser eingeweicht.

Und abgetropft. Vor dem Einweichen sind die Bohnen dunkelbraun, fast schwarz.

Mittwoch, 9. Februar 2011

Rühren ohne Römer


 Jaja, ich weiß, erst die Peitsche und dann in den See... Bei keiner Fonduerunde bleibt einem das erspart. Irgendein Scherzkeks muss immer die verkommenen Römer zitieren, wie sie die Käsemahlzeit in eine Art Flaschendrehen für Besatzungsmächte verwandeln.

Während meine Lust am Käseschmelzen erst in den letzten Jahren so richtig erwacht ist, bleibt meine Abneigung gegen kulinarische Gesellschaftsspiele ungebrochen. Gleiches gilt übrigens auch für Karten- oder Brettspiele, aber das gehört nicht hierher, denn dies ist ein Food Blog. 

Während ich mich noch frage, was andere Menschen daran finden, ihren geschmolzenen Käse mit irgendwelchen Witzbolden zu teilen, beobachte ich das Angebot in den Geschäften. Offensichtlich wächst der Bedarf an Fondueportionen für Singles, denn bei meinen gelegentlichen Ausflügen in die Schweiz sehe ich seit einigen Jahren immer häufiger diese kleinen Fertigfondues im Minitöpfchen für die Mikrowelle.

Diese Idee ist gar nicht schlecht, denn Fondue macht auch Spaß, wenn man gerade nicht von Römern belagert wird. Eigentlich ist es sogar ein sehr schönes und praktisches Singleessen. Der Aufwand ist denkbar gering.

Etwa 150 g Brot in mundgerechte Stücke schneiden. Günstig ist, wenn alle Stücke etwas Rinde haben.
150 g Käse grob raffeln. Klassisch ist eine Mischung aus Greyerzer und Freiburger Vacherin. Bei mir war es gestern abend Greyerzer mit Emmentaler.
75 ml Weißwein mit 1/2 Tl. Speisetärke verrühren und zusammen mit dem Käse in einen kleinen Topf geben. Eine Knoblauchzehe schälen, mit der Messerklinke platt schlagen und hinzufügen. Alles zusammen bei geringer Hitze unter Rühren aufkochen.
Würzen mit 1 Tl. Kirsch, etwas Chili und Muskat.
(Rezept nach Betty Bossi, geteilt durch vier. In meiner gedruckten Ausgabe waren die Mengen ein bisschen anders.)

Und dann kann es losgehen. Einfach die Brotstücke auf eine Gabel spießen und immer schön in der geschmolzenen Masse rühren. Dabei jedes Mal über den Topfboden fahren, damit nichts ansetzt.

Noch besser schmeckt es, wenn zunächst das Brot ins Kirschwasser und dann in den Käse getaucht wird. Ich muss allerdings zugeben, dass diese Variante weniger zu einem Singleessen passt. Mit dem Kirsch warte ich also, bis die Römer zurück sind.

Dienstag, 8. Februar 2011

Die Wundertüte unter den Brotrezepten



Was ist das denn? Ein Rezept und gleich so viele verschiedene Brote? Bei Zorra gibt es ein Basisrezept, aus dem jede Menge Lieblingsbrote entstehen. Nach immer dem selben Prinzip backt die Schweizerin Toastbrot und Brötchen, Haferflockenbrot und Kartoffelbrot. Auch Backwerke mit putzigen Namen, wie Schlumbergerli und Tessinerli, kommen dabei heraus.

Das vielseitige Backrezept stellt Zorra seit Dezember unter dem Titel 1 Basisrezept - 12 verschiedene Brote als appetitliches Onlinebuch zur Verfügung. Weitere zwölf Rezepte sind derzeit in Arbeit.

Mein erstes Zorrabrot war das Country Bread, das unter meinen Händen zum Mockturtlebrot geriet. Es entsprach zwar nicht den Schönheitskriterien für Brote, doch es traf genau meinen Geschmack. Daher stand für mich gleich fest, dass ich das Wunderrezept noch öfter verwenden würde. Dieses Mal kam ein dunkles Weizenbrot aus der Wundertüte. Es wurde mit 1050er Mehl nach dem Basisrezept gebacken. So leicht kommt man also an leckeres, frisches Brot.

Sonntag, 6. Februar 2011

Pasta #38 - Gut vorgesorgt


Ich esse dann mal Lasagne. In nächster Zeit gibt es wohl nichts anderes mehr. Irgendwie ist der Drang zur Vorratshaltung mit mir durchgegangen und ich stand auf einmal mit einer Mannschaftsportion da. Mittlerweile verteilt sich das ganze Nudelgericht in verschiedene Plastikbehälter und später wandert ein großer Teil in den Tiefkühler.

Lasagne al Forno stelle ich immer noch aus Fertigpasta her, abwechselnd mit einer sehr tomatenfruchtigen Hackfleischsauce und dicker Béchamel geschichtet. Die rote Sauce enthält einen gehörigen Anteil Möhren, Sellerie, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch sowie glatte Petersilie, Oregano, Rosmarin und Thymian. Die weiße Sauce ist kräftig mit Muskat abgeschmeckt.

Am besten schmeckt mir Lasagne, wenn kein Käse darin verarbeitet ist. Die Béchamelsauce soll bitte ganz leicht braun werden. An manchen Stellen vermischt sie sich ein wenig mit der Tomatensauce. Über die fertige Portion reibe ich ein klitzekleines bisschen Parmesan. So mag ich das.


Kleine Schnippelei mit Breitlauch.
 

Dienstag, 1. Februar 2011

Was Warmes


In einem Moment läufst Du durch diese Schweinekälte und denkst über geeignete Maßnahmen nach. Protest? Streik? Drohungen? - Nutzt alles nichts, die Finger bleiben klamm. Jeder Kontakt mit Türgriffen, Schlüsseln oder sonstigem Metall, senkt die Temperatur spürbar. Ich will nach Hause, an den warmen Herd.

Im nächsten Moment zischt das Gemüse in der Pfanne. Zwiebeln und Möhren braten in Olivenöl. Hähnchenbruststücke gesellen sich ebenso dazu wie Knoblauch und Porree. Ein winziger Hauch Curry verbreitet Aroma, zuerst in der Pfanne und dann in der Küche. Gemüsebrühe und Weißwein  löschen das ganze Spektakel ab, bevor ein dicker Löffel Crème fraîche alles in sanftes Wohlgefallen einhüllt. Zum Schluss kommen die Erbsen, denn denen ist auch bloß kalt. Aber jetzt ist alles wieder schön.

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