Dienstag, 6. September 2011

Lauter Lieblingsessen

Mit traumhafter Sicherheit kochten Heike und Dorothée sich durch die ersten Runden. Kein Topf war ihnen zu heiß und keine Herausforderung zu groß. Nur eine einzige Frage konnten beide Bloggerinnen nicht so ganz beantworten. Lieblingsessen? Heike wollte das erstmal näher definiert haben und Dorothée umschrieb ihre liebsten Mahlzeiten mit "alles, was frisch gekocht ist".

Eigentlich wäre es seltsam, wenn man wirklich nur ein einziges Lieblingsessen haben würde. Was sollte das auch sein? Eine Speise, die man jeden Tag essen könnte, wieder und wieder? Oder ein Essen, das man sich zum Geburtstag gönnt? Da wären wir also wieder bei der Definition, nach der Heike gefragt hatte.

Normalerweise pflege ich die Frage ganz einfach mit "Fisch und Kartoffeln" zu beantworten. Erstens, weil es tatsächlich stimmt, und zweitens, weil damit so viele verschiedene köstliche Gerichte gemeint sind. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob Hering mit Pellkartoffeln, Fish and chips oder Steinbutt mit Kartoffelgratin, - Hauptsache der Fisch ist frisch und die Kartoffeln sind lecker zubereitet.

Darüber hinaus und nebenbei gibt es noch viele weitere Lieblingsessen, und ich bin froh, dass ich mich nicht für eins davon entscheiden muss. Im Grunde handelt dieser Blog ja von nichts anderem.

Doch auch die liebsten Mahlzeiten anderer Blogger lassen mir keine Ruhe, und so hat mich das chinesische Auberginenrezept von Barbara kürzlich erst um den Schlaf gebracht. Spät am Abend hatte ich es entdeckt und es gab praktisch keine andere Möglichkeit, als bis zum nächsten Tag mit dem Nachkochen zu warten. Inzwischen habe ich den Wok schon zwei Mal für Barbaras Auberginen heiß gemacht, und es steht fest, dass es sich dabei auch um eins meiner Lieblingsessen handelt. Danach könnte ich süchtig werden oder ich bin es bereits. Vielleicht ist das ja die Definition von Lieblingsessen?



Die chinesischen Auberginen heißen im Original "Auberginen mit Fischgeschmack" und Barbara erklärt auch, warum das so ist. Dabei kommen diese Auberginen ganz ohne Fisch, Fischsauce oder sonstigen Fischgeschmack aus. Das Gericht braucht nur wenige Zutaten und ist sehr schnell zubereitet.



Erdnussöl (oder anderes neutrales Öl) im Wok erhitzen.
Auberginen in Würfel schneiden und in Erdnussöl frittieren und danach aus dem Öl nehmen und in einem Sieb abtropfen lassen.

1 - 2 Knoblauchzehen fein hacken
und die gleiche Menge Ingwer fein hacken oder reiben.
1 Bund Frühlingszwiebeln schräg in Streifen schneiden.

Sauce vorbereiten aus: 1 Tl. Sambal oelek, 1-2 Tl. Zucker, 2 El. chinesischer Sojasauce, 1 bis 1 1/2 El. chinesischer schwarzer Essig.

Knoblauch, Ingwer und Frühlingszwiebeln kurz im Wok anschwitzen und dann mit den frittierten Auberginen zusammen durch den Wok rühren. Zum Schluss die Saucenmischung unterziehen und kurz aufkochen lassen. Mit dunklem Sesamöl würzen.

Wenn man alles richtig machen will, serviert man die Auberginen wie Barbara, mit chinesischem Reis ohne Salz. Ich habe dazu allerdings thailändischen Bruchreis gegessen, weil ich den so gerne mag.


Und danach sehen wir uns alle die Topfgeldjäger im ZDF an. Heute werden Heike und Dorothée hoffentlich ein dreigängiges Lieblingsessen kochen. - Ganz bestimmt! Ich bin gespannt, wie sie es machen und ich drücke den beiden die Daumen! FINALE!!!


6 Kommentare:

grain de sel hat gesagt…

Das sieht ja köstlich aus! Ich angle mich gerne mit dem Begriff *Favoritten* ums Lieblingsessen. Es gibt gar so gute Sachen zum Essen :).

Den schwarzen Essig wird man wohl durch nix ersetzen können?

nata hat gesagt…

Wahrscheinlich kannst Du jeden anderen Essig auch nehmen. Ich weiß nichtmal, ob Barbara dafür schwarzen Essig verwendet. Das Zeug ist aber nicht besonders aromatisch.

Barbara hat gesagt…

Wow, allein das Foto macht dermaßen Appetit. :-)

Eines unserer absoluten Lieblingsessen, das gibt's mind. ein mal im Monat. Wirklich.

Ich benutze den dunklen chinesischen Essig, den alle Asienläden haben. Chinkiang Vinegar steht auf englisch drauf. Bevor es den hier zu kaufen gab, hatte ich mal einen englischen Malzessig, dunkel, der ging auch. Aber der dunkle Essig ist schon wichtig, der macht einen Großteil vom Geschmack aus.

Dzoli hat gesagt…

Ja das war auch meine Frage.Ist villeicht beim Schwarzen Essig an Balsamic gedacht?Alles sieht koestlich aus:)

Heike hat gesagt…

Hui, das sieht gut aus.
So bekomme ich vielleicht auch mal Auberginen in den Nachwuchs.
Ein Versuch ist's wert!

*kiss*
Heike

nata hat gesagt…

@Barbara: Das Foto hatte ich mir leider schöner vorgestellt. Aber ich wolte dann auch so schnell wie möglich essen ;o)

@Dzoli: Wie Barbara schon schreibt, heißt das Zeug Chinkiang Vinegar. Hier siehst Du, wie die Flasche aussieht: http://www.google.de/search?hl=de&q=schwarzer+essig&gs_sm=e&gs_upl=2882l5360l0l5690l15l14l0l1l1l0l340l2546l1.7.4.1l13l0&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.&biw=1280&bih=872&um=1&ie=UTF-8&tbm=isch&source=og&sa=N&tab=wi

@Heike: Wie das mit dem Nachwuchs ist, weiß ich nicht. Mir schmecken die Auberginen jedenfalls sehr gut. Aber mir schmecken sie sowieso fast immer.

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