Mittwoch, 27. Oktober 2010

Sonntagswirsing



Das ist die feine Version eines rheinischen Klassikers. Die Sache mit dem Untereinander hatte ich schon einmal erklärt. Es ist die typische Zuhauseküche, wie Familien sie gerne essen. Kartoffeln, meist grob gestampft, werden mit irgendwas vermengt. Wirsing eignet sich sehr gut dafür. Das Wintergemüse lässt sich einfach in einem Arbeitsgang mit Kartoffeln in einem Topf zubereiten, herzhaft und deftig.

Ein bisschen ansprechender wird das Ganze, wenn man getrennte Töpfe bemüht. Den Wirsing kochen wir in Salzwasser gar, schrecken ihn ab und geben ihn nach dem Abtropfen in den Blender. In einem zweiten Topf bereiten wir ein schönes flauschiges Kartoffelpüree aus mehlig kochenden Kartoffeln und viel Knoblauch, mit Butter und Crème fraîche, abgeschmeckt mit viel Muskat. Dazu lassen wir reichlich mageren Speck, in kleinen Stückchen, in einer Pfanne aus, mit Zwiebeln und gemörsertem Kümmel. Zum Schluss kommt dann doch alles untereinander, wird noch einmal zusammen erhitzt und abgeschmeckt. Kassler passt gut dazu. Oder gekochte Mettwurst.

Kann man übrigens auch mittwochs essen, so wie wir es heute getan haben.

15 Kommentare:

Anikó hat gesagt…

Erinnert mich an Colcannon, diesen irischen Kartoffelbrei mit Frühlingszwiebeln/Wirsing/Grünkohl untergemischt ... will ich immer mal machen, aber verpeile es irgendwie immer :-/ Hätte sehr gerne davon heute Abend eine Portion gegessen, auch so pur ;-)

nata hat gesagt…

Bei mir gab es das auch pur. Die anderen haben sich Bratwurst dazu gemacht. - Beim nächsten Mal sage ich früher bescheid ;o)

Killefitt und Kinkerlitzchen hat gesagt…

Das ist so ein Gericht - da bekomme ich sofort Heißhunger. Bei uns heißt es aber nicht "Untereinander" sondern "Durcheinander" ;o). Dein Gericht in der Weißkohlvariante hieße dann bei uns auf gut Ruhrdeutsch: "Kappes durcheinander". ;o)
Liebe Grüße Petra

nata hat gesagt…

@Petra: Kappes ungerenander war das Lieblingsessen von meinem Opa. Ist alles sich so weit von einander entfernt.

rike hat gesagt…

Wirsing ist überhaupt lecker, habe neulich ein französisches Rezept bemüht - ein Desaster, hätte ich mich mal an den Klassiker gehalten, Deines wäre sicher besser gewesen.

Die andere Seite hat gesagt…

Mhhh.....hoert sich superlecker an und sieht auch so aus und Kasseler liebe ich ja sowieso!!!! Freu mich schon auf unseren Weihnachtsurlaub in Deutschland, dann gibt es wieder solche Sachen zu essen.... yummie!
GLG Maren

bioblog-weissig hat gesagt…

Erinnert mich an meine alte Heimat NRW.

Liebe Grüße

Karin

lamiacucina hat gesagt…

Diese K-pü-mischungen schient es überall zu geben, wo Kartoffeln gerne gegessen werden.

sammelhamster hat gesagt…

Fein! So mag ich Wirsing.

Frau Nilsson hat gesagt…

Oh, das probier ich mal. Nur ohne Speck! Lecker!

Paule hat gesagt…

Da läuft mir aber jetzt dermassen das Wasser im Munde zusammen!! Lecker!!

Arthurs Tochter hat gesagt…

Das geht an allen 7 Tagen der Woche!!! Ginge auch an 9, wenn die Woche so viele hätte! ;)

ORsi hat gesagt…

eine art "laubskaus auf rheinisch" sozusagen;)

es hört sich lecker an, auch wenn sicher nicht das fotogenste gericht;)

Jasper hat gesagt…

..das gib`s ja nicht - ich suche für morgen mittag ein wirsing rezept und dacht...na ob nata eins im programm hat...siehe da..
vielen dank werde berichten
gruß claudia

Lilian hat gesagt…

Mmmm, das sieht lecker aus. Gestern gab's bei mir auch Wirsing. Allerdings in der Pfanne gedünstet mit ein wenig Speck und Kartoffelpü.

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