Mittwoch, 30. September 2009

Steak frites für den Hausgebrauch


Im Prinzip ist es nicht viel anders als Steak frites, nur dass hier die Kartoffeln aus dem Backofen kommen. Das Fleisch kommt aus Argentinien und wurde freundlicherweise von Block House in meinen Supermarkt gebracht. Soweit ich weiß, zerlegt Block House das Fleisch erst nach dem Transport, im eigenen Betrieb in Hamburg. Deswegen schmeckt es anders als das Fleisch, das in kleinen Stücken in Vakuumpacks nachreift, bis es bei uns ankommt.
Irgendwas müssen sie jedenfalls unheimlich richtig machen.


Was da so grün von oben drüber läuft, ist eine Knoblauchbutter mit viel Petersilie.

Oups! - Für meinen Geschmack ist das Rumpsteak schon zu weit durchgebraten. Da werde ich wohl nochmal üben müssen, so lange das gute Zeug im Sonderangebot ist...

Ja, Salat muss auch immer sein! Heute gab es eine Mischung aus Chicorée, Frühlingszwiebeln, Tomate und Birne. Überraschend lecker.

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Dienstag, 29. September 2009

Millionen Engländer können nicht irren

Nirgendwo gehören Bohnen aus der Dose derart selbstverständlich zur Lebensart wie in Großbritannien, denke ich. Obwohl Dosenfutter allgemein als Schmuddelkram betrachtet wird, gibt es meiner Ansicht nach viel scheußlicheres Convenience als diese Hülsenfrüchte in Weißblech. Wie auch immer, in diesem Punkt bin ich sehr englisch. Dosenbohnen gehören zu meinen favorisierten Grundnahrungsmitteln.

Wie gut, dass die Restekette mir genau eine Portion Reis übrig gelassen hatte. Auch gut, dass nun keine Reste mehr vorhanden sind. - Puh!


Montag, 28. September 2009

Indische Restekette

Das nimmt wahrscheinlich kein Ende. Indisches Hähnchencurry war noch übrig, Reis ebenfalls. - Um nochmal ein richtig schönes Essen daraus zu machen, mussten weitere Beilagen her.

Im indischen Restaurant bekommt man schließlich auch immer so viele kleine Schälchen aufgetischt. Ob die auch jeden Tag Reste verwerten müssen...? Also gab es dazu Dhal, aus roten Linsen, Zwiebeln und Äpfeln. Dazu Joghurt und Chutney.

Das Stück Wirsing aus dem Kühlschrank war der eigentliche Hit. Im Rubbedidup kleingehauen, durch die superheiße Pfanne gewirbelt und mit Knoblauch sowie reichlich Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer gewürzt. Geht so schnell, dass ich mit der Kamera kaum hinterher kam. Die äh, - Röstaromen sind erwünscht. Zusammen mit den knackigen Kohlblättern machen sie den Witz an diesem Gericht aus.


Wirsing vorher.

Kreuzkümmel.

Wirsing nachher.

Sonntag, 27. September 2009

Grün gewählt

Das Wochenende stand ganz im Zeichen der was wohl? - Ja, richtig, der Resteverwertung. Vor allem die wunderschönen Kräuter wollte ich nicht umkommen lassen. Für das Menü hatte ich sie gewaschen, geschleudert und mit Vakuumclips in Beutel gesteckt. So blickten sie knackfrisch ihrer endgültigen Bestimmung entgegen.


Koriander und Kerbel geben optisch ein schönes Paar ab. Im Essen mag ich sie lieber getrennt.

Fein gehackter Kerbel für eine leckere Kräuterbutter.


Koriander begräbt eine Schüssel Thaicurry unter sich.

Das gleiche Verhalten am nächsten Tag, auf einem indischen Curry.

Freitag, 25. September 2009

Aufgeschnitten und abgefüllt

Nicht gerade typisches Essen für meine Donnerstage. Aber es hatte sich lieber Besuch angesagt und die Gelegenheit, endlich mal wieder nach Herzenslust auftischen zu können, war verlockend.

Vorweg gab es einen sensationellen Crémant mit einer wirklich ganz ausgeflippten Erdbeernote: Clos Ste. Appoline von Bollenberg. Dazu nur ein paar kleine Brötchen mit verschiedenen Buttersorten.

Die Vorspeise hatte es im wahrsten Sinne in sich. Eine Loempia mit Gemüsefüllung hatte ihren Auftritt. Sie kam aufgeschnitten und zusätzlich mit einem kleinen Salat gefüllt daher, mit fein geschnittenem Eisberg, Frühlingszwiebeln, Karotten und Koriander. Darauf betteten sich ein paar freundliche Riesengarnelen. Frisches Chili-Limettendressing und scharfe Knoblauchmayo rundeten die ganze Sache ab.

Pinot Gris von Bollenberg gab das Aroma fürs Hauptgericht: Kalbsschnitzelchen in Kerbelrahmsauce und Röschti.

Danach reichte die Kraft gerade noch für Apfeltarte, Käse und Calvadosgelee. - Also, ich würde es wieder so machen.


















Mittwoch, 23. September 2009

Studentenfutter

Heute mal eine Pastaversion aus Studententagen, mit Würstchen und Erbsen. So bleibt mehr Zeit, um das Menü für morgen vorzubereiten.



Dienstag, 22. September 2009

Wer hat denn den ganzen Hefeteig gegssen?



Was passierte eigentlich mit dem Rest vom Pizzateig? Der geneigte Leser kann sich bestimmt vorstellen, dass ich nicht den ganzen Teig, bestehend aus 500 g Mehl, alleine verputzt habe. - Pizzabrötchen sind die Lösung für dieses Problem! Der Schamottstein ist noch heiß und die Brötchen bekommen darauf einen besonderen Geschmack. Ideal ist, wenn ich die Brötchen forme, bevor die Pizza zubereitet wird. Dann können die Teiglinge in den warmen Küche gehen, bis die Pizzaaktion beendet ist. Zunächst lasse ich den Ofen auf Pizzastufe (knackeheiß) und nach zehn Minuten schalte ich auf 190-200° C runter. Insgesamt brauchen die Brötchen etwa 25 Minuten.



Sonntag, 20. September 2009

Die Welt ist eine Pizza

Wie eine richtige Pizza auszusehen hat und wie sie gemacht wird, darüber können Menschen endlos diskutieren. Das richtige Mehl, die beste Salsa, natürlich nur Büffelmozzarella... Oder doch lieber Edamer? Dicker oder dünner Boden? Viel Belag oder wenig?

Obwohl Pizza mir alles andere als egal ist, lassen mich solche Diskussionen kalt. Ich mag nämlich dicke Pizza, dünne Pizza, Holzofenpizza, Kindergeburtstagspizza und sogar TK-Fertigpizza! Ich mag ganz einfach Pizza.

Diese habe ich heute abend auf Schamottstein gebacken. Sie ist mit frischen Tomaten, eingelegten Peperoni, Frühlingszwiebeln, Sardellen, Knoblauch, glatter Petersilie und Mozzarella belegt und mit Olivenöl beträufelt. Bei dem Teig handelt es sich um einen ganz einfachen Hefeteig mit wenig Hefe und etwas Olivenöl. Sobald die Pizza heiß aus dem Ofenkommt, streue ich ein paar Blätter Rucola darüber und gebe noch ein paar Tropfen Olivenöl drauf.



Schräge Vögel




Suppenhühner! - Suppenhühner habe ich schon gesehen, das kann man sich kaum vorstellen! Jedes Mal war ich beim Kauf richtig irritiert. Manche waren riesengroß und wahnsinnig fett. In Hamburg kenne ich einen Geflügelhändler, dessen Suppenhühner nicht einmal in meinen größten Topf passen würden. Andere Vögel sahen bemitleidenswert mager aus. Trotzdem vertraute ich den Händlern und letztlich haben mich alle überrascht. Irgendwie wurde immer eine gute Suppe daraus.

Insofern war die Irritation einkalkuliert, als man mir heute morgen auf dem Geflügelhof mitteilte, Suppenhühner seien gerade nicht vorhanden. Aber, ich solle doch eine schöne Poularde nehmen, das Fleisch sei so zart. Nun gut, ich wollte doch eigentlich... Das Minihuhn landete trotz schwerster Bedenken in meiner Suppe. Leider behielt ich recht, denn die Brühe schmeckte wirklich nach allem möglichen, aber nicht nach Huhn.

Das Fleisch jedoch war so zart, dass es förmlich in meinen Händen zerging. Das war wirklich außergewöhnlich. So musste schnell eine kleine Sauce aus etwas Gemüse, Elbling und Sahne her. Dazu Basmati, - und alles wurde gut.

Die Brühe nenn' ich halt Gemüsebrühe. Dafür reicht der Hühnergeschmack gerade so.

Freitag, 18. September 2009

Freitags Fischnudeln: Spaghetti al Tonno


Wie, schon wieder Spaghetti? Bekanntlich gehen Spaghetti jeden Tag. Und hier ist schließlich Pastasciutta. Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen, Salz dazu, Thunfisch auch. Mit Sahne aufgießen, mit Zitronenpfeffer und Muskat würzen. Zum Schluss TK-Erbsen in der Sauce erwärmen, nicht kochen. Frisch gekochte Spaghetti mit der Sauce vermischen und mit Parmesan servieren. Buon appetito!

Na, endlich!



Endlich Spaghetti im PastasciuttaBlog: Spaghetti in Tomaten-Zwiebelsauce, getoppt von Parmesan, Speck und Rucola. Das wurde ja auch Zeit.

Hollandaise vs. Vanillepudding

Versehentlich zappte ich mich gestern zu später Stunde in die Sendung von Frau Maischberger hinein. Weil Christian Rach und Tim Mälzer gerade vor laufender Kamera Sauce Hollandaise probierten, blieb ich hängen. Ich meine, wer könnte da schon widerstehen?


Es ging darum, eine Sauce aus dem Tetra Pak, wie sie normalerweise in praktisch allen Restaurants serviert wird, von einer selbst gemachten Hollandaise zu unterscheiden. Eigentlich müsste der Unterschied für jeden Menschen festzustellen sein, denn das Fertigprodukt ähnelt dem Original nicht im Geringsten, wie Tim Mälzer vollkommen richtig erklärte. Beide Saucen sind hellgelb und werden heiß serviert, aber dann hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Genauso gut könnte man Hollandaise mit Vanillesoße vergleichen.

Doch was ist Original und was ist Fälschung? Christian Rach warf diese Frage auf, indem er darauf hinwies, dass viele Köche und Esser sich längst an die Fertigsauce gewöhnt hätten. Wenn man Holländische Sauce bisher nur in Restaurants gegessen hat, dann schmeckt die gelbe Pampe eben so, wie sie eben schmeckt, wenn sie aus der Tüte kommt. Es gibt in Restaurants normalerweise nichts anderes. Millionen von Gästen können nicht irren. So lange das Zeug ihnen mundet, werden Schweinefilets und Brokkoliröschen halt darunter begraben. Abgesehen davon kommt ja auch niemand ernsthaft zu Schaden.

Dass zwei Köche mit dem Erfahrungshintergrund von Tim Mälzer und Christian Rach vor so einer Aufgabe nicht scheitern, muss niemanden überraschen. (Erinnerte mich an eine Sendung, in der das Moderationsgenie Olli Geisen Madonna fragte, ob sie mit den Fingern ihre Zehen berühren könne.)

Überrascht haben mich an dieser Sendung ganz andere Dinge. Dass mir zum millionsten Mal erklärt wird, dass Erdbeerjoghurt keine Erdbeeren enthält, nervt mittlerweile sehr. - Na und? Wer hätte das denn ernsthaft erwartet? Wer sowas noch wissen möchte, der ist auch geschockt, wenn zum tausendsten Mal dieser Berg von Würfelzucker neben der Ketchupflasche oder der Cola aufgebaut wird. Ehrlich? Cola enthält Zucker?. Und der lässt sich sogar von Fernsehfuzzies beeindrucken, die erklären, dass man statt einer Tüte Kartoffelchips auch eine LKW-Ladung voll Möhren essen kann. Ja super, das bringt auch unheimlich viel Spaß!

Leider fürchte ich nur, dass es tatsächlich Leute gibt, die mit diesen ollen Kamellen noch hinter der Mikrowelle hervorzulocken sind. Diese Art der Fernsehbelustigung, die als Information getarnt daher kommt, bereitet solche Verbraucher nun gezielt auf das Ampelsystem vor, das kein Mensch brauchen würde, wenn Lebensmittel wirklich anständig gekennzeichnet wären.

Überrascht hat mich übrigens auch, dass sowohl Rach und Mälzer als auch Pollmer so wahnsinnig viel Verständnis für versiffte Restaurantküchen hatten. - Meine Herren, wenn das alles so okay und normal ist wie Sie sagen, dann nehmen sich hoffentlich viele Lebensmittelüberwachungsämter ein Beispiel am Bezirksamt Pankow. Denn dann ist es doch überhaupt kein Problem, wenn die Behörden Bilder von dem verschimmelten Zeug ins Internet stellen. (Mittwoch, 16. September 2009 - 07:59 Uhr)

Kein Mehl, kein Murks, keine Mätzchen


Die besten Reibekuchen der Welt gibt es natürlich bei mir! Das liegt daran, dass ich sie mit Liebe zubereite. Außerdem gebe ich mir ein bisschen Mühe bei der Auswahl der Zutaten. Extra zum Bauernhof fahren, um erstklassige Kartoffeln zu bekommen, muss schon sein. Am liebsten mag ich Selma. Aber auch Belana ist nicht schlecht, und neuerdings zählt auch Annabelle zu meinen Favoritinnen. Wie gut die Kartoffel ist, hängt aber nicht allein von der Sorte ab, sondern auch davon, wo die Knolle auf dem Acker stand. Die Sorte Cilena wächst praktisch überall, aber sie schmeckt auch überall extrem unterschiedlich. Ob die Mädels nun als festkochend, mehlig kochend oder irgendwas dazwischen eingestuft werden, spielt längst nicht so eine große Rolle wie man meinen könnte. Für Reibekuchen muss es jedenfalls am lebenden Objekt getestet werden, sonst weiß man gar nix. Ein richtiges Rezept habe ich jedoch nicht. In jedem Fall verwende ich beste Kartoffeln und hochwertiges Öl, am liebsten Maiskeim oder Erdnuss. Olivenöl geht tatsächlich auch. Dazu kommen fein gehackte Zwiebeln, Knoblauch, ein paar Haferflocken, Salz, Pfeffer, Muskat und Bohnenkraut. Ei kann rein, muss aber nicht. Niemals kommt Mehl in meine Reibekuchen und noch nie habe ich mir die Mühe gemacht, die Stärke aus den Kartoffeln zu pressen oder ähnlichen Murks. Die Flüssigkeit, die in der gerieben Masse entsteht, rühre ich einfach unter. Wenn sich, bei ganz jungen Kartoffeln, größere Mengen sammeln, dann schöpfe ich etwas davon ab. Mehr Mätzchen sind gar nicht nötig. Die Reibekuchen werden schwimmend in heißem Öl ausgebacken. Danach dürfen sie sorgfältig abtropfen. - Ach ja, ich weiß natürlich, dass j e d e r die besten Reibekuchen der Welt macht, der sich ein bisschen Mühe gibt.

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