Samstag, 19. Dezember 2009

Widerstand zwecklos


Ich mag keine Pfannkuchen, - absolut nicht! Dabei ist mir egal, ob sie als Crêpe bezeichnet werden oder Eierkuchen heißen, ob man sie Pannekoek nennt oder, wie bei uns, im Rheinland, Pfannekuchen, mit einem unbehauchten 'e' in der Mitte. Für mich braucht sich keine Oma und keine Schwiegermutter an den Herd zu stellen und ich ignoriere sogar die Kompetenz von bretonischen Spezialisten. Die Sache ist weder durch Füllen noch durch Rollen oder Überbacken zu beschönigen. Es bleiben halt Pfannekuchen und die mag ich einfach nicht.

Es gibt jedoch eine klitzekleine Ausnahme, und das ist die Ausnahme. Schätzungsweise zwei bis fünf  Mal pro Jahr überkommt es mich und ich muss unbedingt sofort welche haben. Dann tun es eigentlich nur selbstgemachte. Diese Crêpesbuden in der Stadt reizen mich überhaupt nicht. Ich will vor allem, dass gute Butter in der Pfanne ist. Hinterher träufel ich meist einen schönen milden Akazienhonig darüber, bevor ich den Pfannkuchen zusammenklappe oder rolle.

Ach ja, heute Morgen wurde ich mit dieser Gier nach frischen Crêpes wach. Jeder Versuch, das zu ignorieren, war zwecklos.

Braucht man dafür wirklich ein Rezept? Ich nehme pro Person 1 Ei, 1 Prise Salz, 2 El. Mehl, 1 El Vanillezucker, 1 El Zucker, 125 ml Milch. - Alles kräftig mit dem Schneebesen verquirlen und mindestens 15 Minuten stehen lassen. Danach nochmals verquirlen und eventuell Milch nachgießen, falls der Teig zu dickflüssig ist.

Butter in einer beschichteten Pfanne zerlassen und mit einem Pinsel gleichmäßig zu einem dünnen Film verteilen. Etwas Teig in die Pfanne geben und so über den Pfannenboden laufen lassen, dass der ganze Boden gleichmäßig mit einer dünnen Schicht bedeckt ist. Sobald der Teig fest genug ist, kann man ihn mit den Händen und einem Messer oder einem Pfannenheber schwungvoll wenden. Dickere Exemplare kann man natürlich auch durch Schwenken der Pfanne in der Luft wenden. Mit richtig dünnen Crêpes geht das normalerweise nicht.

Aus der angegebenen Menge bekomme ich vier Crêpes, von ca. 25 cm Durchmesser. Mit der Menge habe ich aber auch schon Reinfälle erlebt, die stark dafür sprechen, alle Zutaten pro Person zu verdoppeln. Wenn mehrere Leute am Tisch sitzen, empfiehlt es sich, die ersten Crêpes auf Vorrat zu backen und bis zum Servieren im Backofen zu deponieren.


9 Kommentare:

Paule hat gesagt…

Beim Anblick der tollen Fotos bekomme ich auch Lust auf Crêpes. Man kann sie ja schon förmlich riechen!! Danke für den Tipp mit der Mengenberechnung.
LG, Paule

nata hat gesagt…

Vielen Dank für den netten Kommentar :o) Freut mich, wenn es Appetit macht.

Die andere Seite hat gesagt…

Sieht super lecker aus und das Rezept werde ich auf jeden Fall ausprobieren!!

Liebe Gruesse und ein "Frohes Weihnachtsfest"

Maren

lamiacucina hat gesagt…

So dünn und gut kriegt man die nur hin, wenn man sie... hasst.

nata hat gesagt…

@Maren: Vielen Dank, ich wünsche guten Appetit und sende fröhliche Weihnachtsgrüße auf DIE ANDERE SEITE!

@lamiacucina: Gerade musste ich echt lachen, den es könnte sein, dass Du mit Deinem Kommentar den Nagel auf den Kopf getroffen hast :o))

Claus hat gesagt…

manchmal musses eben sein - wieso funktioniert eigentlich der/die Erste nie (bei mir jedenfalls)?

nata hat gesagt…

Du musst ihn nur genug hassen, dann klappt es auch ;o)

Aurinko hat gesagt…

Aww, wie bin ich neidisch! Ich liebe Palatschinken (wie man die Dinger in Österreich nennt) heiß, kriege aber kein zufriedenstellendes Ergebnis hin. Nur dicke, halb verkohlte Lappen, die innen noch teifig sind. :(

Cherry Blossom hat gesagt…

Hammer - wow die sehen toll aus

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