Donnerstag, 10. Dezember 2009

Haselnüsse, Nougatmasse und ein Rest Teig


Für diese Doppelkdecker gibt es kein richtiges Rezept. Eigentlich kommt es nur darauf an, extrem hochwertige Zutaten zu verwenden.

Meine persönliche Süßwaren-Expertin Ulrike hatte phantastische frische Nougatmasse, Haselnüsse und Kuvertüre besorgt. Besonders an den Haselnüssen hatte ich großes Interesse, weil ich nirgends mehr zufriedenstellende Qualität bekam. Was Ulrike dann mitbrachte, war dermaßen frisch und aromatisch, dass ich echt ins Grübeln kam. Wie sollte ich das gute Zeug nun verwenden? Ich meine, man will ja, dass der Geschmack durch die Verarbeitung nicht untergeht, sondern eher besser herauskommt.

Von meinem Cranberry-Pie war noch Teig übrig, weil ich viel zu viel hergestellt hatte. Wir erinnern uns: Ganz simpler Mürbeteig ohne Ei, mit selbstgemachtem Vanillezucker. Die Reste lagen, in Klarsichtfolie gewickelt, im Kühlschrank. Nun nahm ich Ulrikes Haselnüsse und zerkleierte sie im Blitzhacker. Schon dabei entwickelten sie einen unbeschreiblichen Duft. Das Haselnussmehl habe ich einfach nach Gutdünken unter den Teig geknetet. Den Teig musste ich dann nur noch ausrollen, um Taler auszustechen. Die Taler gingen bei 170° C für 14 Minuten in den Ofen.

Zum Füllen der abgekühlten Taler habe ich Nougatmasse ganz behutsam geschmolzen. In diesem Fall handelte es sich um sehr dunkles Nougat, das intensiv nach Haselnüssen schmeckt. Mit dem Wasserbad sollte man sehr vorsichtig sein, weil Nougat schon bei sehr niedrigen Temperaturen schmilzt und bei höheren Temperaturen seinen Geschmack verändert.

Nach dem Füllen und Zusammensetzen müssen die Doppeldecker nochmal eine kleine Pause zum Abkühlen einlegen. Danach können sie in, ebenfalls sehr vorsichtig erhitzte, Kuvertüre getaucht werden.

Das Ergebnis ist eine echte Aroma-Bombe. Die Qualität der Zutaten ist nicht untergegangen, sondern die verschiedenen Bestandteile heben sich gegenseitig.

2 Kommentare:

lamiacucina hat gesagt…

Hübsch sehen die aus ! bleibt der Nougat in der Füllung flüssig ? In einem Haushalt, in welchem kaum süss gegessen wird, gibt es leider keine persönliche Süsswarenexpertin :-)

nata hat gesagt…

Vielen Dank für den freundlichen Kommentar. Der Nougat soll nicht flüssig bleiben, sondern wieder fest werden. Das geschieht in der Pause zum Abkühlen und ist so ähnlich wie bei der Kuvertüre. Meine persönliche Süßwaren-Expertin gehört hier auch nicht zum Haushalt, sondern sie hat eine weite Reise auf sich genommen, um Nüsse, Mandeln, Pistazien, Kuvertüre und Marzipan zu bringen. - Nein, sie ist nicht der Nikolaus.

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