Montag, 30. November 2009

Pasta #11 - Zitoni mit Ochsenschwanz


Zitoni
  • Codice 11
  • Cottura 9 minuti
  • Diametro/Larghezza standard in mm 10,50 mm
  • Lunghezza standard in mm 260 mm
  • Spessore standard in mm 1,10 mm

Die Pasta mit den ungewöhnlichen Maßen entdeckte ich vergangene Woche im italienischen Supermarkt. Sofort dachte ich, dass da was Dunkles, Fleischiges dran muss.
Ochsenschwanzragù ist mir in letzter Zeit öfter begegnet (auch als Ragoût, im Elsass, allerdings am Knochen serviert), daher stand das Schicksal der Zitoni unausweichlich fest. An meiner Lieblingsfleischtheke hatte ich mich vergewissert, dass Ochsenschwanz immer vorrätig ist und erstaunlicherweise nicht vorbestellt werden muss. Das beruhigt die Nerven.

Die Zubereitung ist kein Kunststück und eigentlich kaum der Rede wert. Fleisch anrösten und aus dem Topf nehmen, Öl wegschütten. Zwiebeln, Sellerie und Möhren anschmoren, Rotwein und Hühnerbrühe aufgießen. Würzen mit Salz, Thymian, Rosmarin und Lorbeer. Dann einfach schmoren lassen, bis das Fleisch weich ist. Das kann dauern.

Ich habe das Fleisch mit einem halben Liter Merlot aufgegossen und dann aufgrund von Misswirtschaft (kein Merlot mehr da) einen halben Liter Hühnerbrühe hinterher geschüttet. Am Ende der Garzeit war kaum noch Flüssigkeit im Topf. Die wenigen Tropfen, die noch um das Fleisch herum plätscherten, waren köstlich.

Wenn man sich an dem schönen geschmorten Fleisch nicht nur freuen, sondern auch etwas davon essen möchte, dann kommt leider irgendwann der Zeitpunkt, an dem man selbiges vom Knochen lösen muss. Das ist nicht gerade eine meiner Lieblingstätigkeiten, muss ich zugeben. Doch gerade, wenn das Ragù mit Pasta serviert werden soll, dann wäre es wohl undenkbar, das Fleisch am Knochen zu servieren. Das können sich nur Franzosen mit ihrem Ragout erlauben, denn sie essen die "Beilagen" ja nicht zusammen mit dem Fleisch.

Wer zum Schmoren von Ochsenschwanz eine genaue Beschreibung braucht, dem empfehle ich das Rezept von Claudio.

Zum Nachkochen der Zitoni lautet mein Tipp: Sorge für einen ausreichend großen Topf. Die Riesenmakkaroni sind fast so lang wie eine DIN A4 Seite! Und im Gegensatz zu Spaghettini rutschen sie nicht schon nach einem kurzen Moment in das kochende Wasser. Wenn Du dies beherzigst, dann sehen Deine Zitoni nach dem Kochen auch besser aus als meine. Und dann kannst Du es Dir auch erlauben, sie in der Sauce zu wenden, damit sie nicht so nackig unter dem Fleisch liegen müssen.

6 Kommentare:

lamiacucina hat gesagt…

Claudios Ochsenschwanz steht mir auch noch bevor. Da freue ich mich schon riesig drauf.

Claus hat gesagt…

Zitoni - kenn ich nicht, sehen so aus, als ob man sich mit denen beim Essen tierisch versaut...

nata hat gesagt…

@lamiacucina: Die Fummelei mit dem Fleisch lohnt sich, denn es ist wirklich lecker. Das Kochen an sich ist eigentlich kaum erwähnenswert.
@Claus: Ganz oben habe ich die Zigatoni verlinkt. Man versaut sich damit nicht so sehr wie mit normalgroßen Makkaroni, finde ich. Aber das Problem an sich ist mir bekannt :o)

kitchen roach/galley roach hat gesagt…

nach diesem Bild und Rezept gibt es auch bald wieder Ochsenschwanz bei mir, leider ohne Zigatoni.

nata hat gesagt…

Ja, für den Winter ist das ein schönes Gericht. Aber es schmeckt auch ohne diese Riesenmakkaroni. Abgesehen von jeder anderen Pasta finde ich dazu auch Kartoffelpüree oder cremige Polenta klasse.

Anonym hat gesagt…

Interessanter Beitrag

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