Mittwoch, 4. Januar 2017

Mittags im Museum

Pilgern zur heißen Suppe


Phở bò, Vietnamesische Suppe, im Café 1980, Köln


Spätestens wenn die Mittagszeit herannaht, werde ich mich nach dem gestrigen Tag zurück sehnen. Genau genommen geht es dabei um mein Mittagessen. Da es aktuell so schweinekalt geworden ist, möchte ich sagen, die vietnamesische Suppe sei bei diesem Wetter genau richtig. Aber im Grunde stimmt das so nicht. Phở bò schmeckt natürlich auch bei jedem anderen Wetter. Vor allem, wenn sie so ausgezeichnet zubereitet und liebevoll serviert wird, wie im 1980 in der Kölner Bobstraße. Oder wie sagt der Foodblogger so schön, "Phở geht einfach immer". 

Völkerkunde im Kulturquartier an der Cäcilienstraße


Die Kultur trieb mich in die große Stadt, denn ich wollte das Rautenstrauch-Joest-Museum besuchen. Das ethnologische Museum ist seit 2010 in dem imposanten Bau an der Cäcilienstraße beherbergt. Zuvor war das RJM, das im Kern auf den Sammlungen des Völkerkundlers Wilhelm Joest und des reisenden Bankierssohnes Max von Oppenheim basiert, am Ubierring beheimatet. Ohne den Gründerzeitbau in der Südstadt je betreten zu haben, begeistert mich der Neubau über alle Maßen. Sicherlich wäre es vor dem Umzug nicht möglich gewesen, einen solchen Eyecatcher wie den indonesischen Reisspeicher im Foyer unterzubringen. Die Atmosphäre des Gebäudes und das auffallend freundliche Personal (darf ruhig als Vergleich mit anderen Kölner Museen herhalten!) nehmen mich sehr für das Rautenstrauch-Joest-Museum ein.


Pilgern - Sehnsucht nach Glück?


Noch bis zum 9. April 2017 ist im Kulturquartier zu sehen, wie Menschen in aller Welt pilgern. Gerade aus Kölner Sicht ist das ein erbaulicher Perspektivwechsel. Die Sonderausstellung beginnt daher mit dem heimischen Dom, der ja auch von Alters her ein Pilgerziel ist, und dem wohlbekannten Santiago de Compostela, um von dort aus die Reise in alle Welt anzutreten. Ausgesprochen gut gefällt mir dabei die Weltkarte mit berühmten Pilgerorten, zu denen auch Graceland in Memphis und Wacken in Schleswig-Holstein gehören. Leider scheint der Hinweis, dass Pilgern nicht nur zum Programm der Religionen gehört, nur augenzwinkernd gemeint zu sein, denn er wird in der Ausstellung nicht weiter aufgegriffen. Falls mir da etwas entgangen sein sollte, bitte ich freundlich um einen Hinweis.

Zum Ticket für die Sonderausstellung erhält man an der Kasse einen kostenlosen Audioguide, ein kleines Gerät, das Kommentare zu den Ausstellungsgegenständen abgibt. Es lässt sich problemlos auch auf Englisch einstellen. Wir befanden das Gerät aber als überflüssig, da alles sehr gut beschriftet ist, sowohl auf Englisch als auch Deutsch. Andere Leute nutzten die Audiobeschreibung aber sehr eifrig.


Vietnamesischer Kaffee im Café 1980, Köln

Wohin zum Essen nahe dem Rautenstrauch-Joest-Museum?


Kommen wir also zurück zu meinem ganz persönlichen Pilgerziel, dem Lunch. Mittags brauche ich unbedingt was zu Essen, und das sollte hochwertig und möglichst nicht zu schwer sein. Rund um den Neumarkt bietet die Stadt wirklich zahllose Möglichkeiten. Selbst in der Südostecke, in der sich das Kulturquartier befindet, wären mehrere Anlaufstellen zu nennen. Drei davon habe ich ausgewählt:

1. Erste Wahl für mich persönlich: 1980 in der Bobstraße. Hier gibt es hochwertige vietnamesische Imbissküche. Ausnahmslos alles, was ich dort bisher gegessen habe, war hervorragend, frisch und lecker. Der Service ist immer herzlich und freundlich.

2. Ein Kölner Klassiker, den ich schon lange nicht mehr besucht habe: Die Puszta Hütte serviert ausschließlich ein einziges Gericht, ein scharfes, aber sehr aromatisches Gulasch. Das ist seit 1948 so, und nach allem, was man so hört, hat sich in letzter Zeit daran nichts geändert.

3. Viele Kölner Museen beherbergen eine Cafeteria, die ganz ungemein von der schönen Atmosphäre der jeweiligen Gebäude profitiert. Das ist im RJM nicht anders. Aus diesem Grund empfehle ich auch das Bistro Kolbs, das sich im Foyer des Hauses befindet, ohne das Angebot getestet zu haben.

Dienstag, 3. Januar 2017

Frohes Neues Jahr!

Glück, Gesundheit & Moneten


Offenbar habe ich eine kleine Auszeit gebraucht. Über den Jahreswechsel war hier vollkommene Ruhe angesagt, weil einfach die Luft raus war. Nicht, dass dieser Foodblog mich so angestrengt hätte. Eher das Gegenteil ist der Fall, weil ich pastasciutta immer als Vergnügen betrachte. Aber selbst dafür reichte die Energie nicht mehr. Ein paar schöne Themen sind daher in der Pipeline stecken geblieben. Diese werde ich nun entgegen meiner Überzeugung, dass altes Zeug im Blog keinen Spaß macht, in nächster Zeit doch noch posten. Falls ich einen interessanten Aspekt daran finde.

Ansonsten gilt, was jedes Jahr gilt: mehr Bloggen! Immerhin sind meine Beiträge im vergangenen Jahr nicht weniger geworden. Daher besteht noch Hoffnung, dass 2017 endlich die Trendwende bringt.

Wenn ich auf meine ewigen Vorsätze vom vergangenen Jahr zurückblicke, dann treibt mir das Problem mit dem Tiefkühl-Bingo schon wieder die Tränen ins Gesicht. Natürlich habe ich auch 2016 so gut wie gar nichts beschriftet und einige Frostbomben sehen so verdächtig aus, dass ich mich nicht traue, sie aufzutauen.

Lasst uns dieses 2017 einfach mal gemeinsam angehen. Vielleicht wird ja was Gutes daraus.
Allen Lesern wünsche ich ein vollkommen glückliches 2017!

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Vorräte anlegen und aufessen

Quick Lunch: Rösti aus rohen Kartoffeln mit Wirsing-Tomatengemüse




Vor Weihnachten will ich noch ein bisschen Platz im Tiefkühler schaffen. Deswegen gab es gestern eine Portion Irgendwas, im Ofen aufgetaut und mit Käse überbacken. Mit meinem Vorsatz, nie wieder Tiefkühl-Bingo zu spielen, bin ich in diesem Jahr nicht sehr weit gekommen. Die Packung war natürlich unbeschriftet, wie alle anderen auch.

Dafür gibt es eine Erfolgsmeldung von der Haustierfront. Der Kater war endlich zur Zusamenarbeit bereit und hat mich zum Tierarzt begleitet. Danach war er einfach nur happy, wieder zu Hause zu sein und ich irgendwie auch. Das macht hungrig!

Zum Glück habe ich nicht nur Vorräte im Tiefkühler. Der Kühlschrank enthielt heute immer noch eine Portion blanchierten Wirsing, den ich fix zu einem kleinen Gemüse verarbeitete, mit Zwiebel, Tomate und Kreuzkümmel. Als Begleitung gab es ein Rösti aus rohen Kartoffeln. Dazu einfach eine aromatische, festkochende Sorte wie Belana über die grobe Raffel ziehen und langsam in Erdnussöl braten. Kurz vor dem Wenden salzen.


Dienstag, 13. Dezember 2016

Das Team schläft

Quick Lunch: Wirsinggemüse mit Kartoffelküchlein



Gestern wollte ich eigentlich am #12von12 teilnehmen. Es wäre meine erste Teilnahme gewesen und es hätte so schön gepasst, weil wir sogar im 12. Monat sind. Meine Pläne für den Tag sahen eigentlich so aus, dass ich früh aufstehen und arbeiten wollte. Danach stand ein Tierarztbesuch an und am Nachmittag wollte ich rasch etwas zum Anziehen kaufen. Mein Kater machte mir dann aber unmissverständlich klar, dass ich mit seiner Teilnahme am Programm, insbesondere dem Punkt Tierarztbesuch, nicht zu rechnen brauchte, und so blieb ich zu Hause.


Am Abend hatte ich ein paar schöne Bilder vom Kater, schlafend auf meinem Schreibtisch; dem Kater, schlafend auf meinem linken Arm, neben der Tastatur, auf meinem Bauch und kurz vor dem Einschlafen in meinem frisch bezogegen Bett. Derzeit sieht es also ganz danach aus, als wäre eine Teambesprechung notwendig, bevor ich mich an erneut Fotoaktionen beteilige, die meinen Alltag betreffen.

Nur beim Alltagsessen bleibe ich mit der Kamera dran. Hier nehme ich einfach trickreich etwas Vegetarisches. Dadurch sind deutlich weniger Katzen im Bild. - Heute Mittag gab es kleine Kartoffelküchlein aus einem Rest gekochter Kartoffeln, Eigelb, Mehl und Salz. Dazu ein Gemüse aus Zwiebel, Olivenöl, Kümmel, Knoblauch, Möhre und blanchiertem Wirsing, angebraten und mit Gemüsebrühe, Butter und Schmand ein bisschen cremig gemacht. Ich würde es jederzeit wieder tun.




Dienstag, 6. Dezember 2016

Die besten Lebkuchen aller Zeiten

Fränkisches Traditionsrezept macht die Runde


Man lernt ja immer noch dazu. In letzter Zeit habe ich zum Beispiel sehr viel über Lebkuchen gelernt. Obwohl mir die absolut perfekten Lebkuchen noch nicht gelungen sind, weiß ich jetzt, wie sie gemacht werden. Am Ende war eine kleine Unachtsamkeit schuld, dass die Schokolade kleine weiße Stellen bekam. Aber dafür kann das Rezept nix, denn das ist wirklich tadellos, auf jeden Fall das beste, das ich kenne.

Auf der Suche nach einem Rezept war klar, dass es um den Typ "Nürnberger Lebkuchen" gehen sollte. Nach meiner laienhaften Vorstellung sind das Oblatenlebkuchen mit einem hohen Nussanteil. Tatsächlich ist so etwas im Deutschen Lebensmittelbuch festgelegt und dort auch etwas spezieller formuliert. Da ich das unwahrscheinliche Glück habe, die guten Walnüsse von Barbara im Vorrat zu haben, war die Verwendung von Walnüssen schon eine Bedingung. Noëmi konnte die Lebkuchen von Cucinaepiu empfehlen, denn die durfte sie bereits selbst verkosten. Werner hat das Rezept von Dirk Staudenmaier, und mittlerweile macht es überall die Runde. - Und tatsächlich, das Rezept hatte alles, was ich wollte. - Also ran, ans Lebkuchenwerk!

Als erstes habe ich die Rezeptmenge von Werner geteilt und nur die Hälfte gebacken. In einer kleinen Küche ohne Küchenmaschine macht das durchaus Sinn, denn es ist zumindest für meine Gewohnheit und die Arbeitsabläufe, die ich so gewöhnt bin, deutlich leichter, nur 300 g Nüsse zu mahlen, nur 4 Eiweiß schaumig zu schlagen und nur drei Bleche mit klebrigem Teig in den Ofen zu schieben.

Wie so oft beim Kochen und Backen, hängt das Ergebnis entscheidend von der Qualität der Zutaten ab. Abgesehen von den Super-Walnüssen aus Franken, habe ich Mandeln und Haselnüsse in Bio-Qualität verwendet, wobei die Haselnüsse nicht wirklich gut im Aroma waren.

Leider stellte sich bei der ersten Fuhre heraus, dass die Backzeit im meinem Ofen nicht hinhaut. Das zweite Blech sollte länger rein, dann klingelte aber der Timer nicht. Wer den wohl vergessen hat...? Ja, und auf dem letzten Blech waren nur noch vier Stück drauf, aber die waren echt perfekt.

Nach ein paar Tagen dann der zweite Versuch. Die Exotenzutat Hirschhornsalz (zur Lebkuchensaison in allen Supermärkten erhältlich) war noch vorrätig und alle anderen Zutaten sowieso. Dieses Mal habe ich das Anbacken bei 220°C um 3 Minuten verlängert, bevor ich die Temperatur gesenkt habe und die Lebkuchen insgesamt ein paar Minuten länger drin gelassen. Das Ergebnis war perfekt!



Nach dem Abkühlen können die Lebkuchen mit Schokolade (oder Zuckerguss) überzogen werden. Da habe ich den speziellen Tick, dass ich den Überzug aus dunkler Schokolade gerne sehr, sehr dünn mag. Allerdings sieht das nicht so hübsch aus und hält die Lebkuchen auch weniger gut frisch. Bei meiner - optisch höchst fragwürdigen - Variante reichen auf ein halbes Rezept 125 g Schokolade. Für einen ordentlichen Überzug würde ich die doppelte Menge empfehlen!

Und dann heißt es aufpassen! Schokolade mag keine hohen Temperaturen, auch nicht ganz, ganz kurz! Ein paar von meinen Lebkuchen haben leider nicht die volle Aufmerksamkeit bekommen und daher ein paar leichte weiße Schatten gekriegt, weil ein Teil der Schokolade doch zu heiß wurde. - Doch das macht nichts!

Ein wirklich gutes Rezept ist kaum zu ruinieren. Die Lebkuchen von Werner, also eigentlich von Dirk, sind absolute Spitzenklasse!

EDIT: Wer weiß, wie lange das abrufbar ist, aber Frau Sammelhamster/ Noëmi und Cucinaepiu/ Werner sind in der Zeitung! Ein sehr schöner Bericht über die Würzburger Foodbloggerszene. 

Sonntag, 27. November 2016

Chablis riechen, schmecken und hübsch hinstellen

Blogger-Workshop mit Weinprobe


Chablis Premier Cru mit Käse und Landkarte | pastasciutta

Wenn es auf der Welt nur eine Person gibt, die Chablis liebt, dann ist es wahrscheinlich Patricia Chalumeau Morozov. Ganz sicher habe ich Chablis ebenfalls sehr gerne, aber bei mir spielt sich die Weinliebe eher in der Situation am Tisch ab. Wenn ich an einem Glas Chablis schnuppere, kommen schöne Erinnerungen. Mit jedem Schluck denke ich an feierliche Restaurantbesuche und rauschende Feste. Bei Patricia hat die Beziehung zum Chablis dann schon deutlich mehr Substanz. Die Sommelière kennt die Region, weiß wie der Wein wächst und was das Wetter mit den Reben anstellt. Ihre Augen leuchten ganz besonders, wenn sie von den Winzern erzählt. Die Französin rät zu einem Besuch: Fahren sie nach Chablis! Die sind dort alle sehr gastfreundlich. Zum Glück ist das aber nicht notwendige Voraussetzung, um Chablis zu trinken. Bei einer Verkostung in Düsseldorf durfte ich mich gestern von der Expertin ein bisschen mit Fachwissen und Leidenschaft anstecken lassen.

Chablis-Expertin Patricia zeigt vollen Einsatz | pastasciutta.de

Was ist Chablis?


Die kleine Gemeinde Chablis gibt dem berühmten Weißwein ihren Namen. Es handelt sich um ein Anbaugebiet im nördlichen Burgund. Lyon ist etwa 288 Kilometer entfernt, bis nach Paris sind es 186. Viel näher liegen klingende Namen wie Pouilly-sur-Loire, Sancerre oder Nuits-St.-Georges. Die Landkarte liest sich rings um das Anbaugebiet wie eine ziemlich edle Weinkarte. Und mittendrin das kleine Chablis, das nur eine einzige Rebsorte kennt. Ausschließlich Chardonnay wächst auf den Hängen entlang des Flusses Serein. Große Namen lauten hier Blanchots, Bougros, Les Clos, Grenouilles, Preuses, Valmur und Vaudésir. Bemerkenswert ist, dass die Winzer es verstehen, ihre Weine dennoch ganz unterschiedlich auszubauen.

Patricia ganz bei der Sache: Petit Chablis

Das eiskalte Problem im Frühjahr


Mitten im kontinentalen Europa gelegen und relativ weit nördlich, macht dem Chablis vor allem das Wetter zu schaffen. Oft überziehen Nachtfröste noch im Mai die Weinberge. Dagegen hat man sich lange Zeit mit ölbeheizten Öfen geholfen. Inzwischen stehen auch andere Methoden zur Verfügung, wie etwa elektrische Heizdrähte. In den Grand Cru Lagen und einigen der Premier-Crus setzt man auf relativ teure Beregnungsanlagen, mit denen die Pflanzen mit Wasser überzogen werden. Weil beim Übergang von Wasser zu Eis offenbar Kristallisationswärme abgegeben wird, schützt diese Technik die Pflanzen vor Frostschäden.

Wein mit Käse auf Holziste | pastasciutta.de

Zu den wichtigen Dingen: Chablis und Essen


An einem stinknormalen Samstag in Düsseldorf kann ich diese Geschichte kaum überprüfen und ehrlich gesagt, kommt es auch gar nicht so sehr darauf an, wie gefrorenes Wasser nun den Wein vor Frost schützen soll. Die entscheidende Frage ist ja, wie der Wein eigentlich schmeckt. Patricia hat sechs Weine der vier unterschiedlichen Appellationen mitgebracht, die wir mit mehr oder weniger passendem Essen verkosten. Eine Ingwer-Karottensuppe mit viel Curry finde ich zum Chablis schwierig. Um den Premier Cru aus Vaillons von Jean Paul & Benoit Droin tut es mir sogar ein bisschen leid, weil die dazu gereichten Garnelen an sich schon mickrig sind und zudem nach dem Curry aus der Suppe schmecken. Andere Kombinationen, wie etwa eine Quiche mit Ziegenkäsecreme zum Chablis von Moreau et Fils finde ich hingegen sehr passend. Für den gebratenen Zander scheint der dazu gereichte Grand Cru aus Blanchot von Laroche wie gemacht.

Aus meiner Sicht sind Chablisweine eine perfekte Begleitung zum Essen. Es handelt es sich durchweg um frische Aromen, teilweise mit stahliger Säure und manchmal fruchtigen Noten. Süße Weine aus dem Chablis gibt es nicht.


Für die Zukunft nehme ich mir vor, irgendwann noch einmal ins nördliche Burgund zu reisen. Dann gehe ich auf den Markt, schnuppere ein bisschen an fetten Andouillettes, klemme mir ein Baguette unter den Arm und setze mich in ein Café. Zu einem frischen Petit Chablis verputze ich einen riesigen Gougère, während ich den Franzosen beim Einkaufen zusehe. Ganz so, wie Patricia es beschrieben hat. 


Denise Renee Schuster beim Aufbau | pastasciutta.de


Achtung, das Auge isst mit!


Essen kann durchaus auch schön aussehen. Damit wir was lernen und den Wein richtig in Szene setzen können, sitzen wir ja im Whiteloft in Düsseldorf und lauschen Denise Renee Schuster. Bei Denise dreht sich alles um die gelunge Optik. Die Foodstylistin referiert über Grundlagen beim Fotografieren. Manche Probleme kennt jeder Foodblogger und einige davon weiß Denise zu lösen. Wie Essen vor der Kamera besser aussieht, weiß sie aber auf jeden Fall. Sie hat einen ganzen Tisch voller Ausstattungsgegenstände zusammengestellt, Kerzen, Teller, Schälchen, kleine Schildchen, rosa Pfeffer, was man halt so braucht. Auf dem Büffet stehen Lebensmittel, die zum Wein passen. 
Denise zeigt, wie man ein Set mit Wein aufbaut und lässt uns danach selber loslegen. Ich trage eine Flasche Chablis Premier Cru und ziemlich läufigen Käse durch den Eventloft und stelle beides mal hier, mal dort in die Kulisse. So kommt es zu den Weinfotos in diesem Beitrag. 

Wie findet Ihr die Bilder? Eine hobbymäßige Foodstylistin wird aus mir wohl niemals werden. Heute Mittag bin ich mal wieder gnadenlos daran gescheitert, dass ich die attraktiv gebräunten Zwiebeln schon zur Hälfte aufgegessen hatte, bevor das Fleisch auf dem Teller landete. Auch, wenn es anders hübscher ist, bestimmt bei mir am Ende doch der Bauch, was auf meinen Bildern zu sehen ist.


Der Profi weiß halt, was man so braucht


Für die Einladung nach Düsseldorf geht mein Dank an den Chablis Weinbauverband BIVB. Ebenso bedanke ich mich bei Patricia Chalumeau Morozov für die warmherzige Präsentation der Weine und der Region. Großes Dankeschön an Denise Renee Schuster für die Einführung ins Foodstyling und Fototipps. Es hat sehr viel Spaß gemacht!


Freitag, 25. November 2016

Auch das Huhn wundert sich

Quick Lunch: Hähnchenbrust mit Gemüse und Wunderöl


Hähnchenbrust mit Gemüse und Reis | pastasciutta



Für das gestrige Mittagessen noch provisorisch aus Bordmitteln zusammengbraut, wurde das Wunderöl im Laufe des Tages dann um die fehlenden Zutaten ergänzt. Die ganze Wohnung duftete am Abend nach Ingwer, Knoblauch und Gewürzen. Kein Wunder also, dass heute nichts verlockender war, als dieses Huhn mit Brokkoli, Zwiebel, Paprika, Möhre und Wunderöl. Mit etwas Brühe, je einem winzigen Hauch Siracha, Sojasauce, Honig und Sesamöl wird daraus eine unwiderstehliche Sauce, mit der eine Portion Duftreis ganz schnell verputzt ist. Ganz nebenbei mal wieder festgestellt, dass es sich doch enorm lohnt, die Hähnchenstücke in Speisestärke zu wälzen. Das Fleisch bleibt erheblich saftiger als ohne.

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